Ferris MC und Deichkind: Das hat den Rapper geprägt

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Aus Sascha Reimann wurde "Ferris MC" und ein "Deichkind"

Sascha Reimann wurde unter dem Künstlernamen Ferris MC in den 90er Jahren als Rapper und Hip Hopper bekannt. Er war zehn Jahre bei "Deichkind", davor und danach war und ist er solo unterwegs. Jetzt ist seine Autobiografie erschienen mit dem Titel "Ferris. Ich habe alles außer Kontrolle".

»Ich war ein Wrack und habe andere Menschen nur noch am Rande und verschwommen wahrgenommen.«

Das Hamburger Hip-Hop-Urgestein ist mittlerweile Familienvater

Die Autobiografie entstand in Zusammenarbeit mit seiner Frau, Helena Anna Reimann - ihr Debüt. Die studierte Modejournalistin arbeitete bei Zeitungen und als Werbetexterin, wollte schon lange schriftstellerisch tätig werden. Die Chance bot sich mit diesem Buch, es entstand über mehrere Monate aus Sprachmemos von Sascha Reimann.

"Meine Frau @helena.anna.reimann musste sich ne Menge anhören 😅"

Das rappende Reimemonster im Knast

Das Buch zeigt uns ein Leben mit Höhen und Tiefen: Schwierige familiäre Verhältnisse, Drogen und Knast und neben allen musikalischen und beruflichen Erfolgen auch Phasen tiefer Verzweiflung und Depression.

»Die Entzugserscheinungen gewannen endgültig Kontrolle über mich, mein Körper und mein Geist befanden sich in einer Abwärtsspirale. Noch nicht einmal Kippen wurden mir gegönnt, als Kettenraucher die Höchststrafe. Kalter Entzug im wahrsten Sinne des Wortes. Ich schlotterte im Jute-Ensemble, es war eiskalt, eine Heizung gab es nicht, draußen schneite es.
Nie wieder wünschte ich mich sehnsüchtiger in mein eigenes warmes Bett. Gleichzeitig bemühte sich mein Organismus, sämtliche Giftstoffe der vergangenen Jahre ex abrupto und mit aller Kraft Tropfen für Tropfen herauszupressen, mit meiner Haut als Filtertüte.«

"Niveau weshalb warum?"

Wie Sascha Reimann sich von einem als in der Branche als unzuverlässig geltenden Enfant terrible zum Familienvater wandelt, warum er im Buch so schonungslos und authentisch mit sich und seiner Biografie umgeht, erzählt er in SWR1 Leute.

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