Biopic „Monsieur Aznavour“ Charles Aznavour: Ein Leben für das Chanson
Mit Liedern wie „La Bohème“, „Emmenez-moi“ und „She“ wurde der Chansonnier Charles Aznavour weltberühmt. Jetzt kommt ein Film über sein Leben in die deutschen Kinos. Ein Porträt.
Zum 40. Jubiläum von „Rock am Ring“ ist der Großteil Acts männlich. Dieser Überschuss lasse sich nicht nur durch das eher männerlastige Genre „Rock“ erklären, kritisiert die Autorin Rikke van Kleef.
Der junge Pianist Isaiah J. Thompson hat in einer Lebenskrise zum christlichen Glauben gefunden. Sein neues Album „The Book of Isaiah – Modern Jazz Ministry“ ist ein kraftvolles Dokument dieser Selbstfindung, meint unser Jazzkritiker Niklas Wandt.
Die Sängerin Awa Ly hat sich in der französischen Musikszene, aber auch international einen Namen gemacht und überschreitet mit ihrer einzigartigen Stimme musikalische Grenzen. Sie wurde 1977 in Paris geboren und ist dort auch aufgewachsen. Seitdem kommt sie viel in der Welt herum: sie hat zwei Jahre International Business in den USA studiert, über 20 Jahre in Rom als Schauspielerin gearbeitet und ist auch als Sängerin und Songschreiberin tätig. Inzwischen lebt sie wieder in Paris, aber ihr mobiles Zuhause liegt für Awa Ly im Jazz und Folk, wie auch im Soul, RnB oder Afropop. Marlene Küster stellt ihr neues Album „Essence & Elements“ vor.
In unserem Nachbarland Österreich vergibt der Radiosender Ö1 ein Jazzstipendium an junge Talente. Verbunden mit der finanziellen Förderung ist die Realisierung einer professionell betreuten Produktion. Preisträgerin ist aktuell die junge E-Bassistin Nina Feldgrill aus Wien, die diese Chance für ein fulminantes Album zu nutzen wusste. Sie ging nicht, wie üblich, mit einem Ensemble an den Start, sondern lässt gleich drei unterschiedliche Formationen antreten. „Das Instrument E-Bass fasziniert mich deshalb so, weil so viele unterschiedliche Funktionen gleichwertig darauf abgedeckt werden können“, sagt Nina Feldgrill. „Man kann Bass-Line spielen, aber genauso Harmonien, Melodien, Improvisationen - und das bietet natürlich unendliche, künstlerische Möglichkeiten.“ Die setzt Nina Feldgrill auf ihrem aktuellen Album als Interpretin und Komponistin ausgiebig um. Inspiriert von den drei stilistisch unterschiedlichen Ensembles setzt sie mitreißende Synergien frei - urteilt unser Jazzkritiker Georg Waßmuth.
Kraan ist eine Krautrock-Band aus Deutschland, die vor allem in den 1970er und 80er Jahren Furore machte. Stilistisch bewegt sie sich zwischen Rock, Soul und einer jazzigen Spielweise, sie integriert dabei Funkelemente und sphärische Klänge. Es kann schon als kleine Sensation bezeichnet werden, dass nun eine lange verschollen geglaubte Live-Aufnahme aus dem Jahr 1980 aufgetaucht und veröffentlicht worden ist.
Aufgenommen wurde das aktuell veröffentlichte 29. Album der Band „Aladin Tapes“ im Bremer Kultclub „Aladin“. Die Konzerteindrücke von 1980 vermitteln überzeugend, warum die Musiker der Band Kraan vor allem durch ihre Live-Aufnahmen einen eigenen Stil geprägt haben. Zu hören sind: Hellmut Hattler (Bass), Peter Wolbrandt (Gitarre), Udo Dahmen (Schlagzeug) und Ingo Bischof (Keyboards).
Selbstbewusst, kreativ und spirituell: Adja Fassas Debutalbum „Golden Retrieve Her“ ist ein Konfettiregen der Emotionen. Die Brüsselerin, deren Passion das Theater ist, liebt es, mit ihrer Musik in Rollen zu schlüpfen, die sie nicht nur verkörpert, sondern auch als Songwriterin selbst kreiert. Auf „Golden Retrieve Her“ leiht sie unsichtbaren Heldinnen und Helden in der Gesellschaft ihre Stimme: z.B. einem Lieferboten oder einer alleinerziehenden Mutter.
Der Trompeter Jakob Bänsch hat im vergangenen Jahr für seine Debüt-CD den „Deutschen Jazzpreis“ erhalten. Mit gerade mal 22 Jahren wird er als eines der großen jungen Talente im Jazz bereits zu den wichtigsten Festivals eingeladen. Sein zweites Album „All The Others” in größerer Besetzung zeigt eine noch stärkere Reife des Künstlers.
Als Sängerin leiht Fola Dada auf „Sisters & Brothers“ den unterschiedlichsten Gefühlen und Genres ihre Stimme. Und bleibt doch stets bei sich. Vielfalt ist das Markenzeichen der 1977 in Stuttgart geborenen Sängerin, die sich schon immer mühelos wie glaubhaft zwischen Jazz, Soul, R&B, Pop, Reggae und Clubbigem zu bewegen wusste. Getragen wird das Album „Sisters & Brothers“ von der hervorragenden Band um Fola Dada. Ulf Kleiner an den Tasten, Joscha Glass am Bass und Tommy Baldu am Schlagzeug gestalten jedes Stück mit Hingabe und Perfektion, während der Trompeter Joo Kraus einen stimmungsvollen Gastauftritt beisteuert, meint unser Jazzkritiker Georg Waßmuth.