Krankschreibung (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod)

Das war der BW-Newsticker am Mittwoch

BW-Newsticker am Morgen: Schnellere Wiedereinführung der telefonischen Krankschreibung möglich, Sorge in BW um Wasserstoff-Projekte, Blume nimmt Ofarim in Schutz

Stand
AUTOR/IN
Jakob Fandrey
SWR-Redakteur Jakob Fandrey (Foto: SWR)

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

Tschüss!

Es ist 10 Uhr - und das heißt, der Newsticker am Mittwoch schließt jetzt. Morgen früh ist mein Kollege Johannes Böhler für euch da.

Bis dahin findet ihr alle Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt auf SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, bei Instagram, Facebook und X, früher Twitter, und natürlich auch im Radio und TV. Bis bald!

Unfall mit Ferkel-Transporter: Straße für Aufräumarbeiten gesperrt

Rund 100 Ferkel sind gestern bei einem Unfall eines Tiertransporters bei Bad Urach (Kreis Reutlingen) gestorben. Aktuell gehen die Aufräumarbeiten an der Unfallstelle weiter, laut Polizei ist die Landesstraße zwischen Bad Urach-Seeburg und Hengen halbseitig gesperrt.

Stuttgarter Weihnachtsmarkt startet

Vielleicht noch ein Freizeit-Tip für heute Abend? Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt - der als einer der ältesten in Europa gilt - wird heute um 18 Uhr offiziell eröffnet. In den vergangenen Tagen haben die Händler und Schausteller etwa 200 Stände aufgebaut. 25 Tage lang ist der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr geöffnet - bis zum 23. Dezember. Die Stadt rechnet mit vier Millionen Besucherinnen und Besuchern. Aus Sicherheitsgründen wurden in diesem Jahr rund um den Markt zusätzliche Poller installiert. Eine Übersicht über Weihnachtsmärke in Baden-Württemberg und wo sich ein Besuch besonders lohnt, findet ihr hier.

Stuttgart

Die wichtigsten Infos im Überblick FAQ zum Weihnachtsmarkt Stuttgart 2023: Das sollten Besucher wissen

Wann ist der Stuttgarter Weihnachtsmarkt geöffnet? Was kostet ein Glühwein? Wie sind die Öffnungszeiten des Riesenrads? Wo kann ich parken? Die Antworten gibt es hier im Überblick.

SWR4 BW am Mittwoch SWR4 Baden-Württemberg

Erzbischof Burger gegen kirchliche Haustier-Trauerfeiern

Kirchliche Trauerfeiern für Haustiere nach deren Tod? Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat etwas dagegen. "Ich befürworte klar einen ethisch verantworteten Umgang mit Tieren und Sorge mich um das Tierwohl. Aber wir sollten Tiere nicht vermenschlichen. Ein eigener katholischer Trauerritus für Haustiere ist für mich undenkbar", sagte Burger der Katholischen Nachrichten-Agentur. Hintergrund sind Ankündigungen von Tierbestattern, die in Albstadt (Zollernalbkreis) religiöse Haustier-Trauerfeiern anbieten wollen. Sie sprechen von der bundesweit ersten Tierbestattungskirche. Sie haben dazu das frühere Gotteshaus einer methodistisch-evangelischen Gemeinde übernommen. Im Sommer wurde die Kirche entwidmet, derzeit laufen die abschließenden Umbauarbeiten. Am 2. Dezember soll die Tierbestattungskirche öffnen. 50 Anmeldungen seien bereits eingegangen.

Wirbel um Plakate für den Ulmer Weihnachtsmarkt: Was denken die Menschen darüber?

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt? Da werden viele nicht abgeneigt von sein. Eine Kampagne für den Ulmer Weihnachtsmarkt hat dies aufgegriffen und damit für kontroverse Diskussionen gesorgt. Unter anderem hatte es Kritik von der Caritas Suchtberatung an der Aktion gegeben. Aber wie sehen es die Menschen vor Ort? Wir haben uns einmal umgehört und festgestellt: "SNLWLN" (steht für den sechsten Glühwein) hat einen Nerv getroffen.

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Zebrastreifen als Gefahrenstelle - Fußgängerüberweg muss weg

In Eberbach (Rhein-Neckar-Kreis) bringt ein Zebrastreifen die Gemeinde in juristische Schwierigkeiten. Daher hat sie den Fußgängerüberweg kurzerhand abgesperrt. Halte an der nahen Bushaltestelle ein Bus, so könnten querende Fußgänger nicht rechtzeitig erkannt werden, teilte die Stadt Eberbach mit. "Dies stellt eine Gefährdung der Fußgänger dar". Wird ein Fußgänger verletzt, so haftet den Angaben nach die Stadt, da der 2010 angelegte Zebrastreifen gegen die "Richtlinie für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen" verstößt. Da bei akuter Gefahr kein Ermessensspielraum gelte, müsse dieser daher zunächst gesperrt und dann abgebaut werden. Der Rückbau sei aktuell für die Woche vom 4. Dezember geplant.

Ein Verkehrsschild "Verbot für Fußgänger" steht an einer Straßenabsperrung an einem Zebrastreifen. Ein Zebrastreifen sorgt in der Stadtverwaltung von Eberbach für Sorgen vor juristischen Konsequenzen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Priebe/pr-video | Priebe/pr-video)

Ermittlungen nach Großbrand in Meßkirch laufen

Wir hatten ja bereits über den Großbrand vorgestern in Meßkirch (Kreis Sigmaringen) berichtet, bei dem ein Millionenschaden entstanden ist. Mehrere Beschäftigte mussten aus dem brennenden Gebäude gerettet werden, ein Mitarbeiter musste ins Krankenhaus gebracht werden. Unterdessen hat die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und den Brandort zur Spurensicherung gesperrt. Diese könne mehrere Tage dauern, hieß es dazu von den Beamten. Der Betrieb des Medizintechnikherstellers stehe derzeit still, so ein Polizeisprecher.

Asyl für "hässlichen" Weihnachtsbaum gefunden

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten: Allerdings haben die Verantwortlichen im Ulmer Stadtteil Wiblingen nicht lange gefackelt und in der Vorweihnachtszeit einen Weihnachtsbaum kurzerhand ausrangiert. "Der Anblick ist deprimierend und für die Bürgerschaft nicht zumutbar", hieß es in einem Papier der Wiblinger Stadträte an Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU). Doch jetzt bekommt die kuriose Geschichte eine weitere Wendung: Denn anstatt den Baum zu Brennholz zu verarbeiten, bekommt der "hässliche" Weihnachtsbaum im Wiblinger Kloster Asyl. Dort hatte man Interesse am Baum gezeigt und gibt der ungewollten Fichte einen Ehrenplatz. Sie wurde gestern Abend als Weihnachtsbaum im Klostergebäude aufgestellt.

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Meterhohe Flammen aus dem Dachstuhl: Brand in Mehrfamilienhaus in Freiburg

Im Freiburger Stadtteil Stühlinger hat es gestern Abend in einem Mehrfamilienhaus gebrannt. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dach, die Feuerwehr konnte aber durch Drehleitern von außen verhindern, dass der Brand auf Nachbarhäuser überging. Verletzt wurde niemand. Über 100 Rettungskräfte waren im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Wegen der dichten Bebauung gestalteten sich die Löscharbeiten jedoch schwierig. Das Dach musste aufgerissen werden.

Brand in einem Mehrfamilienhaus (Foto: Nick Kauz / EinsatzReport24)
In der Klarastraße in Freiburg hatte sich ein Brand im Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses entzündet

Skisaison im Nordschwarzwald startet

Endlich schneit es im Nordschwarzwald, denken sich zumindest die Wintersportfans und Skiliftbetreiber. Morgen sollen die ersten Lifte in Betrieb gehen. Langlauf-Fans können bereits im Nordschwarzwald einige Kilometer auf verschiedenen Loipen zurücklegen. Unter anderem sind Loipen rund um Unterstmatt, Herrenwies und Kniebis gespurt.

Vermisster nach eineinhalb Jahren tot aufgefunden

Eineinhalb Jahre nach seinem Verschwinden ist ein 69-jähriger Mann aus Gschwend (Ostalbkreis) tot in einem Bach gefunden worden. Der Senior war im April 2022 aus einem Pflegeheim verschwunden und unter anderem mit einer Rettungshundestaffel gesucht worden. Ein Spaziergänger hat den Leichnam nun in einem Bach im Schlechtbacher Wald bei Gschwend gefunden. Die Polizei schließt ein Fremdverschulden aus.

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Nutrias breiten sich immer weiter aus

Manche finden Nutrias süß, manche irgendwie eklig und auf jeden Fall gibt es viel zu viele von ihnen. Die aus Südamerika eingeschleppte sogenannte invasive Art bereitet auf vielfache Weise Probleme bei uns. Und so breiten sich die Nutrias immer weiter aus. Allein die Zahl der im Jagdjahr 2021/2022 erlegten Wildtiere liegt nach aktuellen Angaben des Landwirtschaftsministeriums von heute Morgen bei etwa 3.900 Exemplaren - "wobei ein ansteigender Trend deutlich erkennbar ist". Die invasive, also eingeschleppte und ursprünglich hierzulande nicht heimische Art tummelt sich den Angaben eines Ministeriumssprechers zufolge vor allem in der Oberrhein-Ebene, dem Kraichgau und in der Region rund um den Bodensee, wo mildes Klima vorherrscht. Wie schnell die Ausbreitung vonstattengehe, lasse sich auch an der wachsenden Zahl von Gebieten ablesen, in denen die biberähnlichen Tiere gesichtet worden seien: Zwischen 2006 und 2016 hätten sich die Vorkommensflächen um 81 Prozent vergrößert, heißt es im Wildtierportal Baden-Württemberg. Inzwischen werden Nutrias längst konsequent bejagt.

Kretschmann mit klarer Ansage: Kitaplatz-Mangel auch ein Problem für die Wirtschaft

Es ist eine Studie, die uns noch länger beschäftigen wird: Wir hatten ja bereits gestern über die neuesten Erkenntnisse rund um die Zustände in baden-württembergischen Kitas berichtet. Demnach fehlen laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung 60.000 Kitaplätze, um die Bedarfe der Eltern abzudecken. Um die Nachfrage nach Kita-Plätzen erfüllen zu können, bräuchte es nach Berechnungen der Stiftung bis ins Jahr 2025 zusätzlich 14.800 Fachkräfte. Die gibt es aber nicht. Entsprechend nahm das Thema jetzt weiter Fahrt auf: Aus Sicht von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) muss der Abbau des Kitaplatz-Mangels Priorität haben. "Weil das ist nicht nur für die Kinder von großer Bedeutung, sondern auch für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt", so der Grünen-Politiker.

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Ist gesundes Essen gleichzeitig auch umweltfreundlich? Das ist ein Irrglaube, sagt die Uni Konstanz

Forscherinnen der Universität Konstanz haben herausgefunden, dass es falsche Vorstellungen über gesundes Essen gibt. Für die Studie wurden 5.000 Studierende und Uni-Mitarbeiter befragt. Das Ergebnis der Umfrage in der Mensa der Universität: Viele hielten Gesundes automatisch für nachhaltig. Das stimme aber nicht, so die Forscherinnen. Gesunde Mahlzeiten könnten wenig umweltfreundlich erzeugt werden, umgekehrt müsse Nachhaltiges nicht gesund sein.

Das ist auf den Straßen in Baden-Württemberg los

Wenn ihr euch gleich auf den Weg in die Arbeit macht, solltet ihr speziell um Stuttgart mehr Zeit mitbringen. So staut es sich beispielsweise auf der B10 Stadteinwärts, auch auf der B14 vor dem Heslacher Tunnel dauert es heute länger. Auf der A81 von Heilbronn kommend macht ein defektes Fahrzeug auf der rechten Spur auf Höhe Ludwigsburg aktuell Ärger, der Stau wird hier ebenfalls länger. Auf der A5 in Richtung Norden müsst ihr vor dem Dreieck Karlsruhe aktuell sogar mit mehr als einer halben Stunde Verzögerung kalkulieren.

Und wir haben es ja vorhin schon im Wetter gesagt: Es kann vereinzelt glatt werden! Wegen der aktuellen Wetterlage gilt an manchen Straßen, etwa der B317 im Schwarzwald bei Titisee oder der B308 im Allgäu bei Lindenberg, Schneekettenpflicht für Lkw.

Wie es auf den Straßen im Land aussieht, lest ihr auch immer hier:

Angebliches Corona-Masken-Verbot an Schulen sorgt für Wirbel

Ein Verbot von Corona-Masken an Schulen? Mit dieser Meldung hatten mehrere Medien das Vorgehen des Regierungspräsidiums Karlsruhe dargestellt, wonach die Behörde Schulen mitgeteilt habe, dass "Atemschutzmasken, die Teile des Gesichts bedecken", an Schulen nur nach Genehmigung im Einzelfall getragen werden dürften. Damit wurde allerdings nur die generelle Rechtslage dargestellt. "Wir haben den Schulen nie gesagt, dass Corona-Masken verboten sind", unterstrich das Regierungspräsidium. Es reagierte damit auf eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur, in der missverständlich von einem Verbot des Regierungspräsidiums und einem Dissens mit dem Kultusministerium die Rede war. Und auch Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) machte klar: "Die Schulen sind von uns angehalten, dies vor Ort pragmatisch umzusetzen. Es war von Anfang an klar, dass wir das Thema Masken großzügig und pragmatisch handhaben. Keine Schülerin, kein Schüler und auch keine Lehrkraft, die aus gesundheitlichen Gründen eine Maske tragen will, wird daran gehindert."

Karlsruhe

Verhüllungsverbot gilt - aber Gesundheitsschutz geht vor Wirbel um angebliches Masken-Verbot an Schulen

An Schulen des Regierungsbezirks Karlsruhe dürfen keine Masken getragen werden, sagt das Regierungspräsidium. Davon ausgenommen: Masken zum Gesundheitsschutz, stellte es klar.

Nachrichten, Wetter SWR Aktuell

Urteil erwartet: SPD-Politikerin Chebli fordert von Facebook-Nutzer Schmerzensgeld

Sie sei ein "dämliches Stück Hirn-Vakuum", schrieb ein Facebook-Nutzer im Jahr 2020 über die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli. Die klagte deshalb auf Unterlassung und Schmerzensgeld. Doch das Heilbronner Landgericht wies die Klage im Februar ab. Begründung: Die Aussage sei noch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Chebli hat dagegen Berufung eingelegt und wurde von mehreren Organisationen und Politikern unterstützt. Am Nachmittag zeigt sich, ob das Urteil aus Heilbronn nun auch vor dem Oberlandesgericht Stuttgart standhält.

Hausärzte fordern telefonische Krankschreibung - kommt Regelung schneller?

Am 1. April 2023 ist die Regelung zur telefonischen Krankschreibung ausgelaufen. Zwar soll das bald dauerhaft möglich sein, jedoch nicht vor Ende Januar, so die Bundesregierung bisher (mehr siehe unten). Das dauert zu lange, bemängeln die Verantwortlichen - darunter auch Dr. Elisabeth Koerber-Kröll von der Kreisärzteschaft Schwäbisch Hall. Gerade bei bekannten Patienten biete eine telefonische Krankschreibung viele Vorteile und Erleichterungen im Praxisalltag. So könne man einen langjährig bekannten Patienten, der beispielsweise einen positiven Corona-Selbsttest aber nur leichte Symptome hat, unkompliziert am Telefon krankschreiben, berichtet die Ärztin. Wenn ein solcher Patient oder eine solche Patientin die Symptome glaubhaft schildert, stellt ihre Praxis auch schon jetzt am Telefon Krankschreibungen aus. "Da können wir gar nicht auf die Entscheidung der Politik warten", so die Ärztin im SWR, das dauere zu lange.

Und jetzt die gute Nachricht: Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios soll die telefonische Krankschreibung bereits früher wieder möglich sein. Demnach soll die Regelung schon zum 7. Dezember wieder eingeführt werden. Hintergrund soll die aktuell grassierende Krankheitswelle sein.

Wetter-Aussichten für BW: Vorsicht vor Glätte

Auch heute wird es wieder kalt - mit Schnee und Regen. Bei Temperaturen zwischen -1 und 5 Grad kann es erneut teilweise glatt werden. Nachdem es über die Woche vereinzelt ab und zu schneit, bleibt es am Wochenende vielerorts voraussichtlich trocken.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr übrigens jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den SWR-Wetterbericht von gestern Abend seht ihr hier:

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Landtag debattiert über entflohenen Mörder - LKA mit mehr als 80 Hinweisen

Seit Ende Oktober ist ein verurteilter Mörder aus der JVA Bruchsal auf der Flucht. Seitdem sind immer weitere Details rund um die Flucht ans Tageslicht gekommen - Anlass genug für die SPD-Opposition im Landtag, das Thema für eine Regierungsbefragung auf die Agenda zu setzen. Je mehr über den Vorfall bekannt werde, desto mehr müsse man sich über das begleitete Freizeitprogramm wundern, so der SPD-Abgordnete Jonas Weber gegenüber dem SWR. Er fordert von der Landesregierung lückenlose Aufklärung - wie auch Abgeordnete von der FDP-Fraktion. Der zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilte Mann habe bei dem bewachten Ausflug mit Frau und Kindern in einem Einzelhandelsgeschäft Lebensmittel eingekauft und ein Schnellrestaurant besucht, so das Justizministerium gegenüber dem SWR. In einem Baumarkt habe man Halterungen für Regaleinlegeböden gekauft. Die Rahmenbedingungen der Ausführung seien im Vorfeld abgestimmt worden. Die Ehefrau wusste also über die Stationen Bescheid. Der entflohene Mörder hatte seine Fußfessel mit einem Werkzeug durchtrennt, von ihm fehlt seit 30 Tagen jede Spur. Laut einem Bericht der "Badischen Neuesten Nachrichten" gehe das Landeskriminalamt nach wie vor über 80 Hinweisen nach. Demnach habe die Polizei bereits mehrere verdächtige Objekte gestürmt - das allerdings bislang erfolglos.

Seniorenrat schlägt Alarm: Pflegeheim für viele Rentner nicht mehr bezahlbar

Ein Platz im Pflegeheim wird nach Beobachtung des Landesseniorenrats für viele Ältere unerschwinglich. "Bei einer Durchschnittsrente von rund 1.500 Euro ist das Pflegeheim für einen Großteil der Älteren nicht mehr bezahlbar", wird Eckart Hammer, der Vorsitzende des Landesseniorenrats, heute Morgen zitiert. Er rät Älteren, früh vorzusorgen und die Pflegebedürftigkeit möglichst lange herauszuschieben. Das könnte aus seiner Sicht etwa durch ein gutes Netz in der Nachbarschaft, frühzeitig begründete "Wahlverwandtschaften" und ambulante Wohngemeinschaften gelingen. Für die Pflege im Heim besonders tief in die Tasche greifen müssen Seniorinnen und Senioren in Baden-Württemberg, wo nach einer Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) zum 1. Juli die Eigenbeteiligung bei durchschnittlich 2.913 Euro pro Monat für einen Platz im ersten Jahr lag. Bundesweit waren es 2.548 Euro. Dass ein Teil der Pflegeheimbewohnerinnen und Pflegeheimbewohner den Eigenanteil nicht mehr selbst bezahlen kann, stellt man auch im baden-württembergischen Sozialministerium fest.

Baden-Württemberg

Steigende Kosten Seniorenrat: Pflegeheime in BW für viele nicht mehr bezahlbar

Wenn ältere Menschen in ein Pflegeheim müssen, stellt das viele vor große finanzielle Probleme. Die Heimplätze werden immer teurer - besonders in Baden-Württemberg.

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Transporter landet im Fluss

Ein Mann ist am späten Abend bei Vöhrenbach (Schwarzwald-Baar-Kreis) mit seinem Transporter von der Straße abgekommen und in einem kleinen Donau-Zufluss gelandet. Der Fahrer sei dabei leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr habe den Mann aus seinem Wagen befreit. Wie es zu dem Unfall kam und ob Straßenglätte dabei eine Rolle gespielt hat, ist bisher unklar. Der Transporter soll morgen aus dem Fluss geborgen und abgeschleppt werden.

Bei einem spektakulären Verkehrsunfall in der Nähe von Vöhrenbach im Schwarzwald-Baar-Kreis ist am späten Dienstagabend ein Mann leicht verletzt worden. Er war mitsamt Transporter bei Straßenglätte in der Breg gelandet. (Foto: Kamera 24)

Das wird heute wichtig in BW

Der Fall des Ende Oktober an einem Baggersee im rheinland-pfälzischen Germersheim entflohenen Mörders beschäftigt heute den baden-württembergischen Landtag. Die SPD-Opposition hat das Thema für die Regierungsbefragung angemeldet.

Am Abend wird der Stuttgarter Weihnachtsmarkt eröffnet. Er gilt als einer der größten und ältesten in Baden-Württemberg. Neben den bekannten Glühweinständen und Verkaufsbuden gibt es auch auch diesmal wieder ein Riesenrad vor dem Neuen Schloss.

Schnee ist in den vergangenen Tagen in Baden-Württemberg gefallen, der Winter macht sich bemerkbar. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach veröffentlicht heute seine Herbstbilanz 2023.

600 Arbeitsplätze weg: Michelin schließt Werk in Karlsruhe

Der französische Reifenhersteller Michelin hat gestern die Bombe platzen lassen und angekündigt, seine Werke in Deutschland zu schließen - darunter die Werke in Karlsruhe und Trier. Die Produktion werde bis Ende 2025 schrittweise eingestellt. 600 Stellen sollen alleine in Karlsruhe wegfallen. Man habe seit einigen Tagen mit dem Unternehmen im Gespräch gestanden, so die Stadt auf SWR-Anfrage. Daher habe die harte Ankündigung des Unternehmens überrascht. Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) wolle sich heute zu dem Thema äußern. Die Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie hat bereits scharfe Kritik geübt und angekündigt, sich mit der Entscheidung nicht abfinden zu wollen.

Christian Metzger, Werksleiter bei Michelin am Standort Karlsruhe, sieht die Gründe der angekündigten Schließung in der schlechter gewordenen Wirtschaftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Michelin in Deutschland:

Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus nimmt Ofarim nach Geständnis in Schutz

Was damals im Oktober 2021 passiert ist (oder eben nicht), schlägt bis heute hohe Wellen und hat die Diskussion um offen ausgetragenen Antisemitismus in Deutschland seitdem geprägt: Der Fall Gil Ofarim. Der Sänger hatte damals in einem Video Antisemitismus-Vorwürfe gegen ein Leipziger Hotel erhoben. Er hatte behauptet, dass ein Hotel-Mitarbeiter ihn aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, damit er einchecken könne. Der Musiker erstattete später Anzeige, aber auch der Mitarbeiter wehrte sich und zeigte seinerseits den Musiker wegen Verleumdung an. Und gestern der große Knall: Ofarim hat vor Gericht zugegeben, die Vorwürfe erfunden zu haben.

Die Reaktionen darauf fielen entsprechend heftig aus. Eine Stimme, die im Kampf gegen Antisemtismus Gewicht hat, ist die des Beauftragten der Landesregierung gegen Antisemitismus, Michael Blume. Und auch er hat die Wendung des Falls verfolgt, Ofarim aber jetzt in Schutz genommen. "Es gibt weder eine jüdische Weltverschwörung noch eine Fehlerlosigkeit", sagte er. Ofarim habe seinen Fehler eingestanden, er habe den Hotelmanager um Entschuldigung gebeten und damit Verantwortung übernommen. "Wir haben den Antisemitismus dann überwunden, wenn wir verstanden haben, dass Jüdinnen und Juden keine schlechteren oder besseren Menschen sind - sondern Menschen wie wir alle", sagte Blume weiter.

Der Fall Gil Ofarim: Hier könnt ihr euch alles Wichtige dazu noch einmal anhören:

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Nach Haushaltsurteil gegen Bundesregierung: Projekte für 380 Millionen Euro in BW vor dem Aus?

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Haushalt am 15. November hat für Schockwellen in der Politik gesorgt. Der Ampel-Koalition fehlen 60 Milliarden Euro und so langsam werden jetzt die Folgen deutlich - auch für Baden-Württemberg. Für wichtige Wasserstoffprojekte im Land könnte nämlich die Förderung wegbrechen. Konkret geht es um 380 Millionen Euro, die aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert werden sollten. Um welche Projekte es geht und wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) reagiert, lest ihr hier:

Baden-Württemberg

Nach Haushaltsurteil des Verfassungsgerichts BW fürchtet um Wasserstoff-Projekte - Cellcentric will ohne staatliche Hilfe auskommen

Mit viel Geld wollen Bund und BW die Wasserstoff-Technologie ausbauen. Das steht nach dem Karlsruher Urteil nun infrage. Ein Unternehmen will aber ohne Staatsgelder auskommen.

Guten Morgen Baden-Württemberg SWR1 Baden-Württemberg

Guten Morgen!

Guten Morgen an diesem letzten Mittwoch im November. Nur noch wenige Tage, dann können wir alle am Adventskranz die erste Kerze anzünden. Woanders brennt bereits sprichwörtlich der ganze Baum, aber dazu gleich mehr.

Ich bin Jakob Fandrey und versorge euch heute mit den wichtigsten Nachrichten aus Baden-Württemberg. Bei Fragen oder Anregungen könnt ihr mir gerne eine E-Mail an newsticker-bw@SWR.de schicken.

SWR-Redakteur Jakob Fandrey (Foto: SWR)

Der Ticker vom Dienstag zum Nachlesen

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Das war der BW-Newsticker am Morgen ++ Studie: Noch mehr fehlende Kita-Plätze in BW ++ Erwarteter Unterrichtsausfall wegen Warnstreiks des Lehrpersonals ++

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