Markierungen zeigen den Weg des Unfallautos. Die Polizei hat in einem Unfallauto auf der A81 bei Rottweil außer dem schwerstverletzten Fahrer noch eine Leiche auf der Rückbank entdeckt.

Das war der BW-Newsticker am Mittwoch

BW-Newsticker am Morgen: Leichenfund in Auto auf A81, Teile Stuttgarts abgesperrt, Innenminister beraten

Stand
Autor/in
Jakob Fandrey
SWR-Redakteur Jakob Fandrey

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

Ciao

Noch acht Stunden bis Anpfiff! Alles Wichtige zum Auftritt der DFB-Elf in Stuttgart und allen weiteren Nachrichten aus Baden-Württemberg präsentiert euch morgen hier mein Kollege Johannes Böhler. Bis dahin findet ihr alle Nachrichten für das Land wie gewohnt auf SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook und X, früher Twitter, und natürlich auch im Radio und TV.

"Stuttgart ist viel schöner als Berlin"

Zum Schluss des Newstickers an diesem Mittwoch, der ganz im Zeichen des Fußballs steht, ein besonderes Schmankerl. Es ist schon eine Weile her, dass "Stuttgart ist viel schöner als Berlin"-Sprechchöre bei einem Spiel der Nationalmannschaft durch die Stuttgarter Arena halten. Der Ort, an dem die deutsche Fußballnationalmannschaft bei dieser EM-Vorrunde am Abend auf Ungern trifft, ist für viele Fans mit besonderen Erinnerungen verbunden. Denn beim "Sommermärchen", der WM im eigenen Land 2006, spielte Deutschland hier gegen Portugal um Platz drei. In Berlin wurde das Finale ausgetragen, das die Mannschaft des damaligen Nationaltrainers Jürgen Klinsmann nach der Halbfinal-Niederlage gegen Italien verpasst hatte. In Baden-Württembergs Landeshauptstadt wurde das Team euphorisch empfangen.

800 Kilogramm Kühlmittel fließen in den Rhein

Bei BASF in Ludwigshafen ist in der Nacht Kühlmittel in den Rhein gelaufen. Wie das Unternehmen mitteilte, war die Emission bis zum frühen Morgen gestoppt. Es handelt sich um rund 800 Kilogramm Ethylenglykol. Die genaue Ursache für den Austritt werde noch ermittelt. Der Stoff ist laut BASF in die Wassergefährdungsklasse 1 (schwach wassergefährdend) eingestuft. "Aufgrund der ausgetretenen Menge und der Verdünnung des Produktes im Rhein ist von keiner Gefährdung für Mensch und Wasserorganismen auszugehen", hieß es von Seiten des Unternehmens weiter.

Bürokratie belastet kleine Betriebe: Nur Papierkram beim Friseur?

Einen Friseur-Salon zu führen ist weit mehr als nur Haare schneiden. Davon kann  Friseurmeister Dirk Reisacher aus Biberach ein Lied singen. Pro Woche muss er für seinen Laden sechs Stunden für Papierkram einplanen. Und da ergeben sich manch kuriose Situationen, wie er im SWR-Gespräch verrät: "Zum Beispiel müssten wir eigentlich seit 2020 dem Finanzamt melden, welches Kassen-System wir benutzen. Aber das Formular, das wir dazu benutzen sollten, wurde immer noch nicht erstellt. Wir warten darauf." Arbeitsintensiv seien auch die Erhebungen zu Preisen, Tarifen oder Mitarbeitenden, die statistisches Landes- und Bundesamt regelmäßig von den Friseuren fordern, so Reisacher, der seit vorgestern neuer Landesvorsitzender des Fachverbandes Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg ist. Mein Kollege hat ihn in Biberach besucht - hört doch gerne mal rein:

"Darling" gewinnt die "Goldene Rose von Baden-Baden"

Jedes Jahr werden in Baden-Baden die schönsten Rosen von einer internationalen Jury gewählt. Die Bewertung der Rosen erfolgt nach Kriterien wie Gesamteindruck, Blütenqualität, Krankheitsresistenz und Duft. In diesem Jahr wurde "Darling" aus knapp 140 Neuzüchtungen ausgewählt. Laut Gartenamtsleiter von Baden-Baden, Markus Brunsing, zeichnen die halbgefüllten Blüten und das "leuchtende Rosa bis Hellrosa" die Rose "Darling" aus und machten die Gewinner-Rose zu einem "echten Blickfang im Garten". Außerdem ziehe sie Bienen an.

Wenn Liebe in Prostitution endet: Schulen sollen über "Loverboys" aufklären

Zunächst sind sie zuvorkommend und aufmerksam: sogenannte Loverboys. Sie haben vor allem junge Mädchen im Visier. Doch die vermeintlich großen Gefühle sind nur eine Masche, um die jungen Frauen hörig zu machen und sie dann für sich anschaffen zu lassen. Die Masche gibt es schon länger, ist jedoch kaum publik. Die Betroffenen trauen sich aus Scham nicht, sich zu offenbaren. Die SPD im baden-württembergischen Landtag fordert daher eine Aufklärungspflicht an Schulen. Das Thema müsse in den Bildungsplänen verankert werden, sodass Lehrer es im Unterricht behandeln müssen. "Die Loverboy-Gefahr ist auch deshalb so groß, weil sie schlichtweg ignoriert wird", sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born. "Das muss sich ändern, denn für viele junge Frauen ist es eine reelle Gefahr, von erwachsenen Männern emotional abhängig und ausgebeutet zu werden, bis hin zur Prostitution." 

Baden-Württemberg

Sexuelle Ausbeutung junger Mädchen Wenn Liebe in Prostitution endet: Schulen sollen über "Loverboys" aufklären

Sogenannte Loverboys gaukeln jungen Mädchen die große Liebe vor - und schicken sie dann anschaffen. Die BW-SPD fordert jetzt mehr Schutz durch eine Aufklärungspflicht an Schulen.

Vorsicht Stau: Wenn alle um 18 Uhr zu Hause sein wollen

Dass in Stuttgart aufgrund des EM-Spiels zwischen Deutschland und Ungarn verkehrstechnisch der Ausnahmezustand herrscht, haben wir ja schon vorhin berichtet. Das zweite Gruppenspiel der DFB-Elf hat aber auch in anderen Städten das Potential, den Berufsverkehr durcheinanderzubringen. Weil viele Pendler fast gleichzeitig den Arbeitsplatz verließen, um pünktlich zum Anpfiff zu Hause zu sein, führe das zu einer Verkürzung und Verdichtung des abendlichen Berufsverkehrs, heißt es vom Verkehrsdatenanbieter TomTom. Dadurch steige das Staurisiko, wie auch Daten von der letzten EM im Jahr 2021 zeigen. TomTom hat dafür den Verkehr in rund zwei Dutzend Städten am Tag des damaligen Spiels Deutschland gegen England mit einem normalen Tag verglichen. In gut der Hälfte der Städte ergab sich dabei eine deutlich größere Stauspitze in der Zeit vor dem Anpfiff, als dies bei normalem Berufsverkehr der Fall gewesen wäre.

Innenministerkonferenz kommt zu dreitägigen Beratungen in Potsdam zusammen

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) gibt Kritikern der Bürgergeld-Zahlung an ukrainische Kriegsflüchtlinge deutliche Rückendeckung und fordert einen Kurswechsel der Bundesregierung. Er hoffe auf eine starke gemeinsame Stimme seiner Ressortkolleginnen und -kollegen bei der heute beginnenden Innenministerkonferenz (IMK) in Potsdam. Das Bürgergeld an Menschen aus der Ukraine habe er stets abgelehnt und dabei bleibe er. Ähnlich äußerte sich auch der amtierende Konferenzvorsitzende, Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU): Es passe "nicht zusammen, davon zu reden, die Ukraine bestmöglich zu unterstützen und im gleichen Atemzug fahnenflüchtige Ukrainer zu alimentieren". Ein weiteres Thema sollen mögliche Abschiebungen nach Afghanistan sein, welches nach der tödlichen Messerattacke Ende Mai in Mannheim eine neue Dynamik erhalten hatte.

Unruhe beim VfB Stuttgart: Geht auch Kapitän Waldemar Anton?

Nach Hiroki Ito, der zum FC Bayern wechselt, droht dem VfB Stuttgart mit Kapitän Waldemar Anton der Weggang eines weiteren Abwehr-Leistungsträgers. Der 27-Jährige ist heiß umworben, mehrere Medien berichteten über ein großes Interesse mehrerer Clubs, darunter Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen. Nach Informationen von SWR Sport ist noch keine Entscheidung gefallen, wie die Zukunft des Nationalspielers aussieht. Zwar fühlt sich Anton in Stuttgart wohl und hat einen Vertrag bis 2027. Allerdings - wie inzwischen üblich im großen Fußballgeschäft - hat dieser eine Ausstiegsklausel, die sich auf mehr als 20 Millionen Euro belaufen soll. Die Entscheidung über einen Wechsel liegt letztlich also allein bei Anton selbst, sollte er die Klausel in Anspruch nehmen.

Stuttgart

Fußball | Bundesliga Verlässt auch Kapitän Waldemar Anton den VfB Stuttgart?

Nach Hiroki Ito, der zum FC Bayern wechselt, droht dem VfB Stuttgart mit Kapitän Waldemar Anton der Weggang eines weiteren Abwehr-Leistungsträgers.

SWR1 Stadion - UEFA Euro 2024 SWR1

Im zweiten Anlauf: Nagoldfreibad in Pforzheim wird aufwendig saniert

Das Nagoldfreibad im Pforzheimer Stadtteil Dillweißenstein wird für neun Millionen Euro aufwendig saniert. Der Gemeinderat hat gestern Abend mit großer Mehrheit den entsprechenden Beschluss gefasst. Ein erster Versuch, die Sanierung auf den Weg zu bringen, war Anfang Mai gescheitert. Deshalb werden die Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB) laut Beschluss die Sache selbst in die Hand nehmen. Die Sanierung des Nagoldbades soll von den Bäderbetrieben durchgeführt werden. Dass der Zeitplan eingehalten wird, ist aber unwahrscheinlich. Eigentlich sollte die Sanierung Mitte 2026 abgeschlossen sein. Nun dürfte es länger dauern.

Der Pforzheimer Gemeinderat entscheidet über die Sanierung des Nagoldfreibads
Das Nagoldfreibad in Pforzheim soll für neun Millionen Euro saniert werden.

"HipHop Open" in Stuttgart werden eingestellt

Es galt einst als eines der wichtigsten Rap-Festivals Europas: die "HipHop Open" in Stuttgart. Doch nun ist Schluss: Im August findet das Festival zum letzten Mal statt, wie der Veranstalter gestern mitteilte, und zwar nach eigenen Angaben "schweren Herzens". Der Grund: Es seien einfach zu wenige Tickets verkauft worden - und zudem besuchten immer weniger Menschen, vor allem jüngere Generationen, Festivals. Die "HipHop Open" hatten zwischen 2015 und 2023 schon einmal pausiert, jetzt kommt das endgültige Aus.

Stuttgart

Festival findet 2024 zum letzten Mal statt Endgültiges Aus für die "HipHop Open" in Stuttgart

Das Stuttgarter Musik-Festival "HipHop Open" findet in diesem Jahr zum letzten Mal statt. Von 2015 bis 2023 pausierte das Festival schon einmal. Die Gründe für das endgültige Aus sind vielfältig.

SWR4 am Abend SWR4

Elefant Indra im neuen Zuhause im Karlsruher Zoo angekommen

Tierischer Familiennachzug im Zoo Karlsruhe: Elefant Indra, die Tochter von Saida, ist gestern in ihrem neuen Zuhause angekommen. Die 27-Jährige musste mit einem Kran in das Gehege im Zoo gebracht werden. Sie ist rund vier Tonnen schwer und fast drei Meter groß. Damit leben jetzt drei Elefantenkühe im Karlsruher Zoo. Neben Indra und Mutter Saida, hat auch die Elefantenkuh Jenny in der Nähe des Hauptbahnhofs ihr Zuhause. Die drei sollen vorsichtig aneinander gewöhnt werden. Das Dickhäuterhaus bleibt laut Zoo deswegen vorerst geschlossen.

Schwester von getöteter Ukrainerin übernimmt Vormundschaft für Baby

Der Fall hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt: Eine 27-jährige Ukrainierin und ihre Mutter wurden tot am Rheinufer bei Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) und in einem See bei Bad Schönborn (Kreis Karlsruhe) gefunden, zurück blieb ein Säugling. Ein Gericht hat jetzt entschieden, dass die Schwester der Getöteten die reguläre Vormundschaft übernehmen darf. Somit sei die Amtsvormundschaft, die bisher bei einer Pflegefamilie lag, davon abgelöst worden, teilte das Amtsgericht Wiesloch auf SWR-Anfrage mit. Ein Paar aus Sandhausen (Rhein-Neckar-Kreis), das verdächtigt wird, die Mutter sowie Großmutter des Kindes umgebracht zu haben, schweigt weiter zu den Vorwürfen. Bei der Festnahme des Paares im März fanden Ermittler das Baby unversehrt in ihrer Wohnung. Die Verdächtigten sollen das kleine Mädchen als ihr Kind ausgegeben haben. Laut Staatsanwaltschaft Mannheim seien derzeit verschiedene Gutachten im Auftrag gegeben.

Jedes zehnte Kind bis fünf Jahren hat schon ein eigenes Handy

Tablet, Fernseher oder doch ein Buch? Eltern müssen entscheiden, zu welchen Medien ihre Kinder Zugang erhalten. Eine Studie liefert jetzt Zahlen zur Mediennutzung von Kleinkindern - und diese zeigt: Mehr Kleinkinder haben Zugang zu eigenen smarten Geräten. Demnach hatte 2023 jedes fünfte Kleinkind ein eigenes Tablet zur Verfügung, bei den Vorschulkindern liege der Anteil bereits 28 Prozent. Was aus der repräsentativen "miniKIM-Studie" zum Medienumgang Zwei- bis Fünfjähriger aus ganz Deutschland noch hervorgeht: Jedes zehnte Kind im Alter von zwei bis fünf Jahren hat schon ein eigenes Handy oder Smartphone. 

Ausgerechnet am Schwörwochenende: Bahn baut in Ulm

Zum Schwörwochenende Mitte Juli werden jedes Jahr rund 300.000 Menschen in Ulm erwartet - mit der Bahn dürften in diesem Jahr wohl die wenigsten Menschen anreisen wollen. Denn ausgerechnet am Schwörwochenende sind am Ulmer Hauptbahnhof Bauarbeiten geplant. Dabei handele es sich um dringend notwendige Arbeiten an den Weichen im südlichen Bereich des Hauptbahnhofs, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Bahn gestern: "Durch die Arbeiten wird es zu Einschränkungen, vornehmlich im Nahverkehr, kommen." Der Bahn sei bewusst, dass die Bauarbeiten an diesem Termin eine Belastung für Besucher des Schwörwochenendes darstellen. Die Sprecherin verwies darauf, dass am Wochenende aber weniger Berufspendler und Schüler betroffen seien. Die Arbeiten dauern demnach voraussichtlich vom 18. bis 23. Juli, zum Umfang der Maßnahmen und wie viele Züge ausfallen werden, machte die Bahn noch keine Angaben. Die Stadt Ulm drängt auf eine Lösung.

Tausende feiern Sieg der Türkei mit Autokorsos

Viele Fußballfans haben gestern Abend den 3:1-Sieg der Türkei über Georgien gefeiert. Laut Polizei legten Autokorsos den Verkehr in den Innenstädten von Ulm (etwa 200 Fahrzeuge) und Heidenheim (bis zu 500 Autos) mehrere Stunden lahm. In Heilbronn waren es laut Polizei sogar über 1.000 Fahrzeuge, die die Innenstadt zu einer Art Fanmeile machten. Rund 800 Autos fuhren durch die Mannheimer Innenstadt, laut Polizei blieb alles friedlich. Die Stuttgarter Polizei rief via X dazu auf, wegen der Autokorsos den Bereich um die Theodor-Heuss-Straße weiträumig zu umfahren. In und um Ulm feierten die Fans friedlich, bis die Polizei wieder zur Normalität aufrief und die Korsos auflöste.

Heilbronn

Fans sollen umgeleitet werden Autokorsos in Heilbronn - aber nicht auf der Allee

Die Allee in Heilbronn soll frei von feiernden Fußballfans bleiben. Autokorsos werden deshalb umgeleitet. Die Fans schauen zuversichtlich auf das zweite Gruppenspiel.

SWR4 BW am Morgen SWR4 Baden-Württemberg

BW-Regierung: Besserer Schutz für Menschen im öffentlichen Dienst

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 13.000 Polizeibeamte in Baden-Württemberg angegriffen. Die Landesregierung will sie und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst künftig besser schützen: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) haben gestern ein Maßnahmenpaket zur Vorbeugung von Gewalttaten gegen diese Personengruppe vorgestellt. Dazu zählen beispielsweise ein Monitoring zur Sichtbarkeit von Gewalttaten, die Entwicklung einer Präventionsdatenbank, behördenspezifische Krisen- und Notfallpläne, Ansprechstellen zur Gewaltprävention sowie Hilfsangebote für Betroffene.

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Die aktuelle Verkehrslage auf den Straßen in BW

Mit Blick auf den Berufsverkehr lässt sich sagen: Mit ganz wenigen Ausnahmen habt ihr aktuell freie Fahrt auf den Bundesstraßen und Autobahnen im Land. Lediglich auf der A81 in Richtung Stuttgart steht man bei Herrenberg aktuell rund 3 Kilometer in einem Stau.

Eure Route war nicht dabei? Wie es auf eurer Strecke aussieht, erfahrt ihr immer in der SWR Aktuell-App und hier:

CDU fordert mehr Geld für Hinterbliebene von getöteten Polizisten

Nach tödlichen Attacken auf Polizisten sollten ihre Hinterbliebenen aus Sicht der CDU deutlich besser entschädigt werden als bislang. In einem Brief an den baden-württembergischen Innenminister Thomas Strobl (CDU) fordert sein Parteikollege, CDU-Fraktionschef Manuel Hagel, eine Verdopplung der Ansprüche für Enkel, Großeltern und Eltern und eine starke Anhebung für Witwen und Kinder. "Eine finanzielle Unterstützung der Angehörigen und Hinterbliebenen kann zumindest finanzielle Sorgen lindern", heißt es in dem Schreiben. Seit dem Zweiten Weltkrieg sind nach Angaben des Landesinnenministeriums 85 Polizisten und Polizistinnen in Baden-Württemberg bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Vor dem gewaltsamen Tod eines Polizisten Ende Mai auf dem Mannheimer Marktplatz starb zuletzt 2013 ein Polizeibeamter. Strobl steht der Forderung nach Angaben seines Ministeriums "total aufgeschlossen gegenüber".

EM-Spiel heute Abend: So werden Teile Stuttgarts abgesperrt

Wie schon erwähnt: Heute findet das zweite Stuttgarter EM-Spiel statt, Deutschland trifft auf Ungarn. Um 18 Uhr ist Anpfiff - aber schon einige Stunden davor werden in der Stuttgarter Innenstadt viele Straßen gesperrt sein, damit die Fans getrennt zum Stadion laufen können. Und auch sonst sollten alle, die heute zum Arbeiten in die Innenstadt müssen, zum Stadion oder Public Viewing wollen (oder den vielen Fußball-Fans entgehen möchten), diese Sachen wissen:

Stuttgart

Hochrisikospiel, Sperrungen und Fan Walks EM-Spiel Deutschland-Ungarn: Stuttgart wird dicht gemacht

Unter großen Sicherheitsvorkehrungen findet am Mittwoch in Stuttgart das zweite Gruppenspiel des deutschen Teams gegen Ungarn statt. Es werden etwa 150.000 Fußball-Fans erwartet.

SWR4 BW am Morgen SWR4 Baden-Württemberg

Betroffenheit nach tödlichem Unfall in Nürtingen groß - Busfahrer gegen Gaffer

Der Unfall am Sonntag in Nürtingen (Kreis Esslingen) mit zwei Toten und einem Schwerverletzten ist weiter DAS Gesprächsthema in der Stadt. Gestern Abend gab es im Gemeinderat eine Schweigeminuter für die Opfer. Die Ermittlungen der Polizei gehen indes weiter. Oberbürgermeister Johannes Fridrich (parteilos) zeigte sich betroffen. "Jeder von uns stand schon einmal an dieser Ampel. Es hätte uns alle treffen können", sagte er. Viele Menschen in Nürtingen mache es fassungslos, dass zwei Menschen plötzlich aus dem Leben gerissen wurden - und das, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen seien. Fridrich lobte zudem das beherzte Eingreifen eines Busfahrers. Dieser habe sofort seinen Bus als Sichtschutz eingesetzt. Damit wurde offenbar verhindert, dass Schaulustige Bilder oder Videos von der Unfallstelle machen konnten. Keiner wolle als Unfallopfer selbst gefilmt werden, daher sei es wichtig, dass die Privatsphäre von Opfern und Rettungskräften geschützt werde, so Fridrich. "Handy-Videoaufnahmen - das hat nichts verloren an so einem Ort, wo so viel Unglück passiert ist."

Nürtingen

Autofahrer rast in Fußgänger-Gruppe - zwei Menschen gestorben Große Betroffenheit nach tödlichem Unfall in Nürtingen - Busfahrer setzt sich gegen Gaffer ein

Bei einem Unfall in Nürtingen wurden zwei Frauen getötet. Das schockiere viele in der Stadt, berichtet Oberbürgermeister Fridrich. Zugleich lobte er Menschen für ihren Einsatz.

SWR4 BW am Morgen SWR4 Baden-Württemberg

So wird heute das Wetter in BW

Gestern war es sommerlich warm, heute wird es wieder etwas kühler. Dabei ist das Wetter im Land am Vormittag zunächst dreigeteilt: Schauer und lokale Gewitter im Norden, Wolken in der Landesmitte und Sonne im Süden. Am Nachmittag setzt sich das sonnige Wetter zunehmend überall durch, nur im Nordosten kann es noch Schauer geben. Gegen Abend dürfte es überall weitgehend trocken sein. Die Temperaturen erreichen etwa 23 Grad im Norden und bis zu 28 Grad am Bodensee.

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr immer in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht aus der SWR Aktuell-Sendung von gestern Abend seht ihr hier:

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Das wird heute wichtig

Die DFB-Elf spielt in Stuttgart gegen Ungarn: Um 18 Uhr soll das Spiel angepfiffen werden. Es ist das zweite Spiel der Deutschen Mannschaft nach dem 5:1-Sieg gegen Schottland am Freitag. Die Partie wird als sogenanntes Hochrisikospiel eingestuft.

Heute kommt der baden-württembergische Landtag in Stuttgart zu einer Sitzung zusammen. Debattiert wird unter anderem über Extremismus, Bürokratieabbau sowie Ganztagesangebote in der Bildung.

"6K UNITED!" heißt ein Projekt, das Kinder fürs gemeinsame Singen begeistern soll - und das "K" steht hier für Tausend: Sechstausend Kinder aus Süddeutschland singen gemeinsam im Chor. Sie sind zwischen 6 und 14 Jahren alt, kommen aus allen Schulformen und haben in ihren Musik- und Chorklassen ein Konzertrepertoire einstudiert, das aus Popsongs, Klassik und Folklore besteht. Heute und morgen finden die beiden Konzerte in der Mannheimer SAP Arena statt, mit jeweils 6.000 Kindern und einer großen Liveband.

Der "Reichsbürger"-Prozess am Oberlandesgericht (OLG) in Stuttgart geht weiter. Geplant ist die Vernehmung von drei Polizeibeamten. Zwei von ihnen waren an dem Einsatz des Sondereinsatzkommandos in Reutlingen beteiligt, bei dem ein Angeklagter zur Waffe gegriffen haben soll. Auch wird der Einsatzleiter des Bundeskriminalamts für die Durchsuchung bei dem angeklagten Mann vernommen. Das OLG verhandelt gegen neun Angeklagte aus der mutmaßlichen "Reichsbürger"-Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß, die einen gewaltsamen Umsturz in Deutschland geplant haben soll.

Dunja Hayali in Tübingen: "Mit Empörung kommt man nicht weiter"

Die Journalistin Dunja Hayali hat gestern Abend bei der Tübinger Mediendozentur im Festsaal der Universität über Debattenkultur einen Vortrag gehalten - das Interesse daran war riesig. 900 Gäste hatten im Saal Platz. Der Eintritt war frei und so bildete sich vor der Uni Tübingen eine lange Schlange. Eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn waren dann alle Karten weg. Hayalis Rede stand unter dem Titel: "Wenn der Dialog endet, können wir alle einpacken". Die Journalistin spricht mit AfD-Anhängern, interviewt Neo-Nazis und Corona-Leugnern. Ihr gehe es um den Dialog in der Breite der Gesellschaft. Es gelte, so Hayali, "die Meinungen anderer auszuhalten, ohne sie pauschal und vorschnell abzuwerten." 

Generalbundesanwalt: Mannheimer Messerattacke "spezieller Fall"

Generalbundesanwalt Jens Rommel hat den tödlichen Messerangriff auf dem Mannheimer Marktplatz Ende Mai als "individuellen Fall" bezeichnet. Bei dem mutmaßlichen Angreifer, einem 25-jährigen Afghanen, handele es sich um einen radikalisierten Einzeltäter, so Rommel gestern Abend in Karlsruhe. Es sei ein "spezieller Fall", der sich von anderen islamistisch-geprägten Fällen unterscheide. Die Bundesanwaltschaft sieht demnach derzeit keine Anhaltspunkte für eine dschihadistische Einbindung des Mannes. Der Beschuldigte habe zu massiver Gewalt gegriffen, vermutlich, um Kritik am Islam zu unterbinden, so Rommel. Fünf Teilnehmer einer Kundgebung der islamkritischen Bürgerbewegung Pax Europa sowie ein Polizist wurden mit einem Messer verletzt. Der 29 Jahre alte Beamte Rouven Laur erlag später seinen Verletzungen. Ein anderer Beamter schoss den Angreifer nieder. Die Bundesanwaltschaft hatte die Ermittlungen wenige Tage nach der Tat übernommen. Zu der Frage, ob der Mann mittlerweile vernehmungsfähig sei, äußerte sich Rommel nicht.

DFB-Team in Stuttgart angekommen

Gestern Abend ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Stuttgart angekommen. In der Stuttgarter Arena geht es heute um 18 Uhr im zweiten Gruppenspiel der Europameisterschaft gegen Ungarn - ein Sieg wäre mit großer Wahrscheinlichkeit gleichbedeutend mit dem Einzug ins Achtelfinale. Bei der Ankunft wurden Wirtz, Kroos, Füllkrug und Co. herzlich empfangen. Hier einige Eindrücke:

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Leiche in Unfallauto auf A81 gefunden: War es ein Gewaltverbrechen?

Die Polizei hat gestern Abend in einem Unfallauto auf der A81 bei Epfendorf im Kreis Rottweil außer dem schwerstverletzten Fahrer eine Leiche auf der Rückbank entdeckt. Die Todesumstände seien unklar, ein mögliches Gewaltverbrechen werde geprüft, so ein Polizeisprecher. Laut Polizei Konstanz und Staatsanwaltschaft Rottweil haben andere Verkehrsteilnehmer ausgesagt, dass das Auto nach links von der Fahrbahn abgekommen ist. Dann sei der Wagen mit hoher Geschwindigkeit gegen die Mittelschutzplanken geprallt. Als die Polizei am Unfallort eintraf, habe man "einen Mann mit schweren, mutmaßlich selbst zugefügten Verletzungen" angetroffen. Der schwerverletzte Fahrer wurde nach SWR-Informationen mit Schnittverletzungen in eine Klinik geflogen. Er sei nicht vernehmungsfähig, sagte uns Polizeihauptkommissar Marcel Ferraro. Die Hintergründe des Unfalls und eines möglichen Gewaltverbrechens seien noch völlig unklar. "Wir schließen aktuell nichts aus", sagte Ferraro.

Guten Morgen!

Heute steht natürlich alles im Zeichen von Schwarz-Rot-Gold und damit hallo und guten Morgen zu unserem Newsticker am Mittwochmorgen. Mein Name ist Jakob Fandrey und ich versorge euch mit allen relevanten Infos vor dem zweiten Spiel der DFB-Elf bei der EM in Stuttgart - und selbstverständlich auch mit weiteren wichtigen Nachrichten aus Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen oder Kritik zum Newsticker erreicht ihr mich per Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR-Redakteur Jakob Fandrey

Der Ticker vom Montag zum Nachlesen

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Das war der BW-Newsticker am Dienstag ++ Brand: B10 zeitweise gesperrt ++ Nationalstürmer Füllkrug bricht Fan die Hand ++ Zahnärzte protestieren ++

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