Prof. Jens Aberle | Diabetologe und Endokrinologe

Darum kann Adipositas teuer für unsere Gesellschaft werden

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Übergewicht betrifft in Deutschland laut Robert-Koch-Institut rund zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen. Ein Viertel der Erwachsenen im Land sind von Adipositas betroffen, heißt: sie sind stark übergewichtig. Die Weltgesundheitsorganisation sieht in der Adipositas den Hauptrisikofaktor, z.B. dafür einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen. Aber auch das Risiko für das Auftreten von Krebserkrankungen erhöht sich durch Übergewicht. Besonders gefährlich und oft unterschätzt: ein zu hoher Gehalt an Bauchfett. Auch der begünstigt das Auftreten von Herzkrankheiten, Diabetes und die Gefahr, schwerer an Covid-19 zu erkranken. Die häufigsten Gründe für Übergewicht: Falsche Ernährung und ein Mangel an Bewegung. Aber häufig sind die Ursachen viel komplexer.

Haben wir während der Corona-Pandemie an Gewicht zugelegt? Alarmierend sind erste Zahlen zur Entwicklung während der Corona-Pandemie. Eine Umfrage im Auftrag der TU München lässt erahnen, dass wir im Laufe der zwei Jahre Corona-Pandemie deutlich an Gewicht zugenommen haben. Knapp 40 % der Erwachsenen geben darin an, im Schnitt ca. 5,5 kg zugenommen zu haben. Besonders gravierend wirkten sich Lockdowns, Ausgangssperren und Homeschooling auf das Körpergewicht von Kindern und Jugendlichen aus.
Prof. Jens Aberle ist Facharzt für Diabetologie und Endokrinologe am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Er ist Präsident der Deutschen Adipositas Gesellschaft. Mit ihm besprechen wir in SWR1 Leute, was die Ursachen sind für starkes Übergewicht, ob und in welcher Dimension das Problem durch die Corona-Pandemie noch verstärkt wurde, was jeder und jede Betroffene gegen Übergewicht tun kann und welche Maßnahmen wir als Gesellschaft dagegen ergreifen müssen.

Moderation: Nabil Atassi

Baden-Württemberg

Präsident der Adipositas Gesellschaft, Prof. Jens Aberle | 22.4.2022 Adipositas und Übergewicht: So klappen Abnehmen und gesund leben

Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland sind übergewichtig. Ein zu hohes Gewicht kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Das können Betroffene tun.  mehr...

Leute SWR1 Baden-Württemberg

Prof. Jens Aberle | Diabetologe und Endokrinologe Übergewicht kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen

Übergewicht betrifft in Deutschland laut Robert-Koch-Institut rund zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen. Ein Viertel der Erwachsenen im Land sind von Adipositas betroffen, heißt: sie sind stark übergewichtig. Die Weltgesundheitsorganisation sieht in der Adipositas den Hauptrisikofaktor, z.B. dafür einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen. Aber auch das Risiko für das Auftreten von Krebserkrankungen erhöht sich durch Übergewicht. Besonders gefährlich und oft unterschätzt: ein zu hoher Gehalt an Bauchfett. Auch der begünstigt das Auftreten von Herzkrankheiten, Diabetes und die Gefahr, schwerer an Covid-19 zu erkranken. Die häufigsten Gründe für Übergewicht: Falsche Ernährung und ein Mangel an Bewegung. Aber häufig sind die Ursachen viel komplexer.
Haben wir während der Corona-Pandemie an Gewicht zugelegt?
Alarmierend sind erste Zahlen zur Entwicklung während der Corona-Pandemie. Eine Umfrage im Auftrag der TU München lässt erahnen, dass wir im Laufe der zwei Jahre Corona-Pandemie deutlich an Gewicht zugenommen haben. Knapp 40 % der Erwachsenen geben darin an, im Schnitt ca. 5,5 kg zugenommen zu haben. Besonders gravierend wirkten sich Lockdowns, Ausgangssperren und Homeschooling auf das Körpergewicht von Kindern und Jugendlichen aus.
Prof. Jens Aberle ist Facharzt für Diabetologie und Endokrinologe am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Er ist Präsident der Deutschen Adipositas Gesellschaft. Mit ihm besprechen wir in SWR1 Leute, was die Ursachen sind für starkes Übergewicht, ob und in welcher Dimension das Problem durch die Corona-Pandemie noch verstärkt wurde, was jeder und jede Betroffene gegen Übergewicht tun kann und welche Maßnahmen wir als Gesellschaft dagegen ergreifen müssen.
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