So tickt die junge Politik-Generation im Bundestag

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Dr. med. Nabil Atassi
Moderator Nabil Atassi aus dem SWR1 Team. Zu hören in der Talk-Sendung SWR1 Leute - immer 2 Stunden für einen Gast mit interessanten Themen.

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Frischer Wind im Bundestag: Frauen, Junge, Migrationshintergrund

Der aktuelle Bundestag ist anders als alle anderen gewählten Parlamente in Deutschland je zuvor: Mehr Frauen, mehr Abgeordnete mit Migrationshintergrund und vor allem: mehr junge Menschen. Ein Viertel der Abgeordneten ist unter 40 Jahre alt.

»Wir befinden uns zum ersten Mal in der Situation, dass diese Generation aktiv etwas an der Politik ändern will.«

Der jüngste Bundestag aller Zeiten ist er dennoch nicht. Den gab es mit einem Durchschnittsalter von 46,6 Jahren im Wahljahr 1972.

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Die Jungen wollen an die Macht - aber können sie es auch?

Die Journalistin Livia Gerster schreibt für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und hat sich mit "den Jungen" im Bundestag näher beschäftigt, mit bekannten jungen Abgeordneten wie Ricarda Lang (Grüne), Philipp Amthor (CDU) oder Kevin Kühnert (SPD), aber auch mit unbekannten Neulingen im Parlament.

Wie unterscheidet sich der Politikstil der "Millennials" von dem der "Boomer"? Welche politischen Ziele verfolgen sie? Und werden auch sie möglicherweise schnell unter dem Druck der eigenen Partei und der Bequemlichkeit der Macht zu pragmatischen Funktionären gemacht?

»Wenn man Verantwortung übertragen bekommt, lässt man zwangsläufig ein bisschen seine rebellische Rolle zurück.«

Neuer Politikstil: nahbar, direkt, unterhaltsam

Jüngere Politiker:innen können jüngere Menschen besser erreichen, indem sie ihre Politik direkt und oft auch unterhaltsam über soziale Medien erklären.

»Es ist ein schmaler Grad zwischen lustig und peinlich und ich würde nicht sagen, dass der Balanceakt jeder und jedem immer gelingt. Aber ich finde es toll, dass die jungen Menschen den Mut haben, Politik unterhaltsam zu verpacken.«

Der Antrieb der jungen Politiker-Generation bestehe auch darin, dass sie nicht nur "vom Seitenrand meckern" wollen, meint Livia Gerster, sondern gemeinsam mit den älteren Politiker:innen wirklich etwas verändern wollen. Auch eigene Schwächen oder Krankheiten sprechen die Jungen offener an und schaffen dadurch eine neue Transparenz in der Politik.

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