Autorin Lea Söhner: Tantra Massage statt diakonische Arbeit

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MODERATOR/IN
Jens Wolters
Moderator Jens Wolters aus dem SWR1 Team moderiert regelmäßig die Sendung SWR1 Leute mit spannenden und interessanten Gästen

»Zu berühren und zu inspirieren, das sind meine treibenden Kräfte.«

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Spiritualität: auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Lea Söhner hat Religionspädagogik studiert und zunächst als Diakonin in der kirchlichen Sozialarbeit gearbeitet. Die Suche nach dem wahren Sinn des Lebens brachte sie durch die Welt - mit Stationen in England, Indien und Südamerika.

»Im kirchlichen Studium von Diakonie und Religionspädagogik suchte ich nach seriösen Antworten des Glaubens. Was ich wirklich suchte, wusste ich nicht.«

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Eros und Religion: Bücher verändern nachhaltig ihr Leben

Die Bücher "Das Schwarzmond-Tabu" von Jutta Voss über die kulturelle Bedeutung des weiblichen Zyklus, sowie "Eros und Religion" von Walter Schubart über "die beiden stärksten Lebensmächte des Menschen", haben das Leben von Lea Söhner nachhaltig verändert, sagt sie.

»Durch die bäuerliche Herkunft ist mir die Verwurzelung in Natur und Erde selbstverständlich mitgegeben. Die Wurzeln als Frau, als sexuelles und zugleich spirituelles Wesen hingegen waren mir abgeschnitten worden durch ein ideologisches Christentum. Als ich endlich in der Lage war, meine natürlichen verschütteten Quellen freizulegen, änderte sich alles für mich.«

Psychotherapeutin, Tantra Massage, Schriftstellerin

Lea Söhner machte eine Ausbildung zur Psychotherapeutin. Mit ihren vielfältigen Erfahrungen baute sie anschließend zwei Institute für Tantra Massage in Stuttgart und der Schweiz auf und fing später mit dem Schreiben an. So arbeitet sie etwa ihre eigene Familiengeschichte auf: mächtige Männer, Frauenschicksale oder die Geschichte vom Freitod ihrer Schwiegermutter.

Dem Vater, sagt sie, verdanke sie einen verschärften Blick für Ideologien. Er habe, geprägt von seiner früher Kindheit im Nationalsozialismus, ein sehr bissiges Mißtrauen gegen alle Ideologien gehabt. Ihre Mutter habe sie mit ihrer Offenheit geprägt:

»Meine Mutter war wirklich bereit, sich unsere frechen Fragen anzuhören und hat versucht, darauf zu antworten. Das rechne ich ihr hoch an: Sie hat mir mitgegeben, alles zu hinterfragen, weil sie es erlaubt hat - sie hat nicht abgewunken. Wir haben halbe Nächte auf dem Küchenschränkchen gesessen und mit meiner Mutter diskutiert.«

Stille, Zuversicht und die schönen Momente des Lebens

In ihrem Buch "Die Vögel singen weiter" erzählt Lea Söhner sehr persönlich Geschichten, in denen es um Sterben und Verlust, aber auch Zuversicht und die schönen Momente des Lebens geht.

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