Comiczeichner "Flix" erfindet das Marsupilami neu

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Dr. Nabil Atassi
SWR1 Moderator Nabil Atassi (Foto: SWR)

"Flix" heißt eigentlich Felix Görmann. Seit 1998 erscheinen seine Comicbände - und beziehen sich häufig auf Meilensteine der Literaturgeschichte, denen er seine eigene Note gibt.

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Goethes "Faust" oder "Grimms Märchen" als Comic

Das ist eines der Markenzeichen von Illustrator und Comiczeichner "Flix": Comics mit literarischen Wurzeln - und nicht selten mit biographischem Anstrich. Aktuelle Ereignisse verarbeitete er zeichnerisch auch im "Tagesspiegel", der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und im "Spiegel".

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Nutellagläser und Schlümpfe als Inspiration

Als Kind hat Felix Görmann die Comics von André Franquin ("Spirou", "Marsupilami") geliebt und gelesen, in den 80ern entdeckte er die dreiteiligen Schlumpf-Zeichenschablonen auf den Nutellagläsern für sich, mit 16 kamen dann die ersten eigenen Zeichengeschichten. Jetzt kehrt er sozusagen zu den Wurzeln zurück - mit einer eigenen Adapation des Comic-Klassikers "Marsupilami".

»Jetzt auf einmal mit diesen Figuren gemeinsam ein eigenes Abenteuer erleben zu dürfen, das ist unfassbar. Das ist so ein bisschen, wie wenn man auf einmal mit einem großen Star auf die Bühne gehen und Gitarre spielen darf. Das ist irre.«

Zeichnungen aus „Das Humboldt-Tier – Ein Marsupilami-Abenteuer“ von Flix (Foto: Pressestelle, Carlsen Comics)
Pressestelle Carlsen Comics

Comic Klassiker "Marsupilami" modern umgesetzt

Geschickt verbindet "Flix" in seiner Comic-Adaption "Das Humboldt-Tier" Vergangenheit und aktuelle politische Diskussion, nutzt dazu einen der größten Naturforscher des 18./19. Jahrhunderts: Alexander von Humboldt. Der entdeckt in "Palumbien" ein bislang unbekanntes Tier, bringt es nach Berlin, wo es 150 Jahre lang im Keller des Naturkundemuseums vergessen wird, bis es im Berlin der Nazizeit wieder auftaucht. Linksliberale Marsupilami-Weltansicht trifft auf rechtes Gedankengut: "Wenn dann ein paar Nazis auftauchen, dann kann es das nicht gut finden - die kriegen auf die Schnauze".

Comics als politischer Kommentar zur heutigen Zeit

"Flix" wollte in seinem aktuellen Comic von heute erzählen, sagt er, "aber nicht so eindeutig". Deswegen wählte er das Berlin der 1930er-Jahre: eine Gesellschaft, die sich verändert und Angst vor Fremdem hat.

»Was Fremdes ist nicht zwangsläufig schlechter, sondern im Gegenteil, das kann eine unfassbare Bereicherung für das eigene Leben sein.«

 

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