Zerstörtes Gebäude nach der Flutkatastrophe im Ahrtal. (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Nach der Katastrophe im Juli 2021

Die Lage in den Flutgebieten

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In den von der Flutkatastrophe zerstörten Gebieten in Rheinland-Pfalz läuft der Wiederaufbau. Viele Betroffene leben seit Monaten in Notunterkünften. Hier die aktuelle Lage.

Mittwoch, 18. Mai

Wenig Schlichtungsanträge bei Versicherungen
14:45 Uhr

Trotz der hohen Schäden im Ahrtal haben sich nur wenige Flutopfer im Ahrtal über ihre Versicherungen beschwert und Schlichtungsanträge gestellt. Das geht aus dem Jahresbericht des Ombudsmanns für Versicherungen hervor. Demnach sind im vergangenen Jahr 91 Beschwerden von Betroffenen aus dem Ahrtal eingegangen. Das ist aus Sicht des Ombudsmanns eine erstaunlich geringe Zahl. Allein 45 Beschwerden betrafen die Gebäudeversicherer. Etwa die Hälfte der Beschwerden habe keinen Erfolg gehabt.

Rund 2,9 Milliarden Euro Schäden durch Extremwetter
5:00 Uhr

Die Flutkatastrophe an der Ahr hat die von der Versicherungswirtschaft erfassten Unwetterschäden in Rheinland-Pfalz nach oben katapultiert. Das Ausmaß der Schadensmeldungen erreichte im vergangenen Jahr 2,976 Milliarden Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es 100 Millionen Euro. Rheinland-Pfalz liegt damit auf dem zweiten Platz der 16 Bundesländer, nach Nordrhein-Westfalen mit 5,5 Milliarden Euro. Bundesweit summierten sich die Schäden durch Naturgewalten wie Sturm, Hagel, Überschwemmung und Starkregen auf 12,7 Milliarden Euro. Der Verband sprach vom höchsten Schadenaufkommen in der Geschichte der deutschen Versicherer. Im Jahr 1990 mit mehreren Orkanen waren es 11,5 Milliarden Euro.

Dienstag, 17. Mai

Spiegels Urlaubsunterbrechung kostet Steuerzahler 700 Euro
20:00 Uhr

Ex-Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hat als rheinland-pfälzische Umweltministerin rund 700 Euro für eine Reise ins flutgeschädigte Ahrtal abgerechnet. Das geht aus einer Antwort der heutigen rheinland-pfälzischen Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) auf eine Anfrage der Landes-CDU hervor. Spiegel hatte ihren vierwöchigen Familienurlaub nach Südfrankreich kurz nach der Flut unterbrochen, um am 10. August das Ahrtal zu besuchen. Für Zug- und Taxifahrten hat sie nach Angaben von Eder insgesamt 701,30 Euro Steuergeld abgerechnet. Spiegel war im April als Bundesfamilienministerin zurückgetreten, nachdem der Urlaub öffentlich bekannt wurde.

SWR Feature zum Wiederaufbau im Ahrtal
19:00 Uhr

Wie sicher ist das Ahrtal? Wurden beim Wiederaufbau Fehler gemacht? Ein Film aus der "Report Mainz"-Redaktion geht diesen Fragen nach am Dienstag, 17.5., 21:45 Uhr im Ersten.

Report Mainz Feature über den Wiederaufbau im Ahrtal

Wie sicher ist das Ahrtal? Wurden beim Wiederaufbau Fehler gemacht? Ein Film aus der "Report Mainz"-Redaktion geht diesen Fragen nach.  mehr...

Drei Ahrtal-Gemeinden bekommen Sonderpreis
17:00 Uhr

Die Gemeinden Dernau, Rech und Mayschoß im Ahrtal haben beim europäischen Dorferneuerungspreis den "Sonderpreis zur Ermutigung“ erhalten. Eine internationale Jury hatte die drei Orte noch vor der Flutkatastrophe besucht und bewertet: Wie das Innenministerium in Mainz mitteilt, sind die drei Dörfer für ihren besonderen gesellschaftlichen Zusammenhalt ausgezeichnet worden. Ebenso habe die Jury die Innovationskraft für einen nachhaltigen Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe gelobt. Die drei Dörfer Dernau, Rech und Mayschoß haben als Ehrenpreis einen beschrifteten Stein erhalten. Wie das Innenministerium weiter mitteilt, soll der Stein ein Zeichen der Beständigkeit sein. Außerdem hätten die drei Dörfer einen Gutschein für einen Baum bekommen. Den könnten die Bürgerinnen und Bürger als Symbol für den Wiederaufbau in ihren Dörfern pflanzen. Der europäische Dorferneuerungspreis wird bereits seit mehr als 30 Jahren vergeben.

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