Bild aus der Vogelperspektive: Das Hochwasser im Ahrtal. Viele Häuser stehen unter Wasser. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Boris Roessler)

Die Folgen des Hochwassers

Mittwoch, 28. September

STAND

In den von der Flutkatastrophe zerstörten Regionen in Rheinland-Pfalz läuft der Wiederaufbau. Viel ist geschafft, viel ist noch zu tun. Hier die aktuelle Lage.

Untersuchung von neuen Flut-Videos wird noch dauern
16:00 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Koblenz geht nicht davon aus, dass es bei der Untersuchung der neuen Flut-Videos zu schnellen Ergebnissen kommen wird. Die Videos stammen von einem Polizeihubschrauber, der in der Flutnacht über dem Ahrtal unterwegs war. Sie wurden erst vor wenigen Tagen den Ermittlern vorgelegt. Das Videomaterial müsse jetzt örtlich und zeitlich mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen in Zusammenhang gebracht werden. "Ich weiß nicht, wie lange das dauert", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Koblenz.

RLP

Innenministerium in Erklärungsnot Staatsanwalt will Vorgänge um Flut-Videos klären

Die Koblenzer Staatsanwaltschaft hat die jüngst aufgetauchten Videos aus der Flutnacht im Ahrtal nach eigenen Angaben erst jetzt erhalten. Die Koblenzer Polizei hielt die Aufnahmen wohl nicht für entscheidend.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

Wandernde Polizistin sammelt Spenden
9:00 Uhr

Eine Polizistin aus Hessen hat mit einer Spendenwanderung für die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal mehr als 10.000 Euro eingesammelt. Das hat das Polizeipräsidium Südhessen mitgeteilt. Die Kriminalhauptkommissarin war am Montag nach 24 Tagen in Kassel angekommen. Sie war in Darmstadt gestartet und hatte in 19 Etappen rund 415 Kilometer zurückgelegt. Auf ihrem Weg hatte sie in allen hessischen Polizeipräsidien Halt gemacht.

Dienstag, 27. September

Lewentz wegen Flut-Videos in Bedrängnis
21:30 Uhr

Sieben Videos, aufgenommen von einem Polizeihubschrauber in der Flutnacht im Ahrtal, bringen den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz (SPD) in große Bedrängnis. CDU und AfD fordern erneut seinen Rücktritt. Für Lewentz könnte es nun wirklich eng werden.

Aufarbeitung der Flutkatastrophe Flutnacht-Videos: Warum sie Minister Lewentz extrem in Bedrängnis bringen

Polizeihubschrauber-Videos von der Flutnacht im Ahrtal bringen Innenminister Roger Lewentz (SPD) in große Bedrängnis. CDU und AfD fordern seinen Rücktritt. Warum es für den Innenminister nun wirklich eng werden könnte.  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Erneuerbare Energien für Marienthal
20:00 Uhr

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Katholische Bischöfe bilanzieren Einsatz bei Flutkatastrophe
14:30 Uhr

Rund 200 Notfallseelsorger aus den Bistümern Trier, Mainz und Speyer sowie der Evangelischen Kirche im Rheinland waren während der Flutkatastrophe im Ahrtal im Einsatz. Das bilanzierte der Erfurter Weihbischof Reinhard Hauke, der bei der Bischofskonferenz für Notfallseelsorge zuständig ist, bei der Herbstversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda. Weitere 220 Notfallseelsorger kamen außerdem aus Baden-Württemberg hinzu, so Hauke. Die Flutkatastrophe sei eine bislang nicht gekannte Herausforderung gewesen, da im Unterschied zu anderen Einsätzen mehr Menschen und mehr Regionen betroffen gewesen seien und der Einsatz statt Tagen Wochen gedauert habe. Nach Ansicht des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf hat eben dieses Ausmaß der Katastrophe Schwachstellen offengelegt. Da der Einsatz der Notfallseelsorge zeitlich begrenzt ist, müssten kirchliche Dienste auf lokaler Ebene befähigt werden, sich langfristig um Betroffene zu kümmern, forderte Kohlgraf. Außerdem müsse man sich stärker der Ausbildung Ehrenamtlicher widmen, da hauptamtliche Seelsorgende in Zukunft weniger würden.

Staatsanwaltschaft kannte Flutvideos bislang nicht
11:45 Uhr

Der Staatsanwaltschaft Koblenz hat nach eigenen Angaben bisher keine Kenntnis von den jüngst bekannt gewordenen Polizeivideos von der Ahr-Flut gehabt. Das hat die Behörde dem SWR bestätigt. Sie ermittelt im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe u.a. wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen. Die Staatsanwaltschaft habe die Videos beim Untersuchungsausschuss des Landtags angefordert, so Oberstaatsanwalt Dietmar Moll. Warum die Aufnahmen erst jetzt vom Innenministerium zur Verfügung gestellt wurden, bedürfe eingehender Klärung. Ein Polizeihubschrauber hatte die Videos am späten Abend des 14. Juli 2021 aufgenommen. Sie sollen dramatische Szenen von Menschen in Not zeigen. Das Innenministerium hatte die Aufnahmen nach Angaben des Landtags Anfang vergangener Woche auf einem USB-Stick dem Untersuchungsausschuss übergeben. Innenminister Roger Lewentz (SPD) gab am Freitag im Ausschuss an, die Videos bis Freitag nicht gekannt zu haben.

Personalmangel in Verwaltungen gefährdet Wiederaufbau
11:00 Uhr

Der Personalmangel in den Verwaltungen im Ahrtal gefährdet den Wiederaufbau der von der Flut zerstörten Gebiete. Deshalb könnten nicht alle Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden, sagte der Bürgermeister von Bad Neuenahr-Ahrweiler, Guido Orthen, dem SWR. Der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler fehlt nach eigenen Angaben Personal, um mögliche zusätzliche Fördermitteln über die Wiederaufbauhilfe hinaus zu beantragen. Häufig fielen der Wiederaufbau und der Neubau von zerstörten Gebäuden zusammen, sagte Orthen. Ein Beispiel dafür sei der Wiederaufbau der zerstörten Therme und das neu geplante Freizeitbad "Twin" in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Planungen könnten sich in so einem Fall wegen unterschiedlicher Zuständigkeiten verzögern. Die Stadt soll nach eigenen Angaben bis Mitte kommenden Jahres mehr als 1.400 Förderanträge nur für den Wiederaufbau stellen.

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Wiederaufbaufonds finanziert oft nur Status Quo Wiederaufbau an der Ahr: Kein Geld für neue Projekte?

Die Städte und Gemeinden an der Ahr wollen besser, größer und schöner wieder aufbauen. Aber für viele Ideen ist laut Land im Aufbaufonds von Bund und Ländern kein Geld vorgesehen.  mehr...

Am Vormittag SWR4 Rheinland-Pfalz

RLP

Menschen, Wiederaufbau und Aufarbeitung Ein Jahr nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz - ein Überblick

Die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 hat alles verändert. Ein Jahr nach der Flutkatastrophe blicken wir zurück auf das, was seitdem passiert ist - und wie die Menschen in der Region in die Zukunft schauen.  mehr...

Bewegende Gefühle - Ein Jahr an der Ahr in sechs Minuten Die Flutkatastrophe - Von Entsetzen, Trauer und Hoffnung

Am 14. Juli 2021 brach über das Ahrtal und angrenzende Regionen das Unheil herein. Unmengen an Regen ließen die Ahr und ihre Nebenflüsse rasant ansteigen. Wassermassen wälzten sich durch das Ahrtal und nahmen alles mit, was ihnen in die Quere kam. 135 Menschen in Rheinland-Pfalz nahm die Flutkatastrophe ihr Leben. Seitdem ist ein Jahr vergangen. Ein Jahr mit vielen Geschichten: Von Entsetzen, Trauer und Hoffnung.  mehr...

Bad Neuenahr-Ahrweiler

Schäden immer noch sichtbar Vorher-Nachher-Bilder: Ein Jahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal

Die Wassermassen der Ahr haben in der Nacht vom 14. und 15. Juli 2021 große Teile des Tals zerstört. Mittlerweile ist ein Jahr vergangen. So sieht es jetzt im Ahrtal aus.  mehr...

Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz Hochwasser 2021: Auf einer Karte die aktuelle Lage in allen Orten

Unvorstellbare Regenmengen haben am 14. und 15. Juli 2021 zur größten Naturkatastrophe in der Geschichte von Rheinland-Pfalz geführt. Auf unserer Karte zeigen wir die betroffenen Orte.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Rekonstruktion einer Katastrophe Was ist in der Flutnacht passiert? - Ein Protokoll

Knapp ein Jahr nach der Jahrhundertflut im Ahrtal hat der Untersuchungsausschuss viele Zeugen befragt, um Klarheit zu gewinnen: Wie konnte es zu einer solchen Katastrophe kommen?  mehr...

Aktuelle Berichte, Videos und Reportagen Dossier: Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz

Unvorstellbare Wassermassen haben in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 die Region Trier und das Ahrtal in der Eifel getroffen. Die Folgen: Viele Tote und Verletzte und Schäden in Milliardenhöhe.  mehr...

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