Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) errichten eine Behelfsbrücke für die Ahr, die schon in wenigen Tagen eine Brücke, die an gleicher Stelle vom Hochwasser total zerstört wurde, ersetzen soll.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Starkregen und Überschwemmungen

Hochwasser-Live-Blog in RLP: Entwicklungen bis zum 25. Juli im Überblick

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Nach der Hochwasserkatastrophe vor allem im Norden des Landes wird das ganze Ausmaß deutlich. Die Zahl der Toten steigt und viele Menschen werden weiter vermisst.

Sonntag (25. Juli)

+++ Jungwinzer aus ganz Rheinland-Pfalz im Ahrtal +++
21:00 Uhr

Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal hat es nicht nur die Ortschaften getroffen, auch viele Weinberge sind von den Wassermassen verwüstet worden. Jungwinzer aus Rheinhessen, der Pfalz und von der Mittelmosel unterstützen ihre Kollegen aus dem Ahrtal tatkräftig bei den Aufräumarbeiten.

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+++ THW errichtet Behelfsbrücke über die Ahr +++
20:30 Uhr

Die Flut hat vielerorts Straßen und Brücken zerstört - so auch die Landgrafenbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Technische Hilfswerk errichtet nun binnen einer Woche Ersatz - eine sogenannte Delta-Behelfsbrücke. Sie wird zweispurig befahrbar und sogar für den Schwerverkehr geeignet sein.

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+++ Kein neuer Regen, aber jede Menge Müll +++
18:45 Uhr

132 Tote, noch 149 Vermisste - die aktuellen Zahlen nach der Flut. Ein wenig konnte das Ahrtal aufatmen, es gab keinen neuen Starkregen. Aber in den Straßen türmt sich der Müll.

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+++ Aufräumen nach der Flut - SWR-Reporter Frederik Merx berichtet +++
18:30 Uhr

In den Hochwasserregionen sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Tonnenweise wird Müll entsorgt. Auch zerstörte Straßen und Brücken müssen zumindest provisorisch instand gesetzt werden. SWR-Reporter Frederik Merx hat sich vor Ort im Kreis Ahrweiler umgesehen.

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+++ Schuld: Arbeiten an Hangsicherung für heute eingestellt +++
18:15 Uhr

Die Arbeiten an der Hangsicherung in Schuld sind für heute eingestellt. Die Bundeswehr wird an anderer Stelle gebraucht: Ein Auto treibt wohl bei Insul in der Ahr. Das Fundament ist mit Steinen gelegt. Die Sandsäcke sollen am Montagmorgen gestapelt werden.

+++ Schuld: Hangsicherung durch Bundeswehr, THW, Feuerwehr +++
17:15 Uhr

In Schuld (Kreis Ahrweiler) sorgen sich die Einsatzkräfte um einen Hang: Das Haus, das sich am Rand des Hangs befindet, droht abzurutschen, weil einige Meter tiefer die Stützmauer durch das Hochwasser komplett weggebrochen ist. Deswegen sind Bundeswehr, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk im Einsatz, unter anderem mit einem Panzer, um den Hang zu sichern: "Wir versuchen der Ahr nicht die Möglichkeit zu geben, den Hang weiter abzufressen", sagte Andreas Solheid, Pressesprecher der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Adenau, dem SWR.

Die Bundeswehr habe in der Nacht zu Sonntag einen Alarmanruf von den THW-Helfern bekommen, berichtet Michael Hilbig, Stabsfeldwebel aus Minden (NRW). "Wir versuchen jetzt, hier mit dem Pionierpanzer Dachs ein neues Fundament aufzubauen." Die Zusammenarbeit unter den Einsatzkräften funktioniere gut: "Wir sorgen immer dafür, dass das richtige Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist." Das Technische Hilfswerk ist bei der Aktion für die permanente Vermessung zuständig, um die anderen Einsatzkräfte im Falle eines eventuellen Risses im Fundament zu warnen, damit die Einsatzstelle schnell geräumt werden könne. Die Lage wird über die nächsten Stunden beobachtet, der Hang dabei durchs THW überwacht.

+++ Hochbetrieb im Abfallwirtschaftszentrum Niederzissen +++
17:00 Uhr

Im Hochwasser-Katastrophengebiet an der Ahr wird seit heute tonnenweise Unrat abtransportiert. Im Abfallwirtschaftszentrum Niederzissen herrscht daher Hochbetrieb. Ab 7 Uhr morgens rollen hier Tieflader an - mit Schrott und Sperrabfall aus den Hochwassergebieten. Rund 26.000 Tonnen wurden allein hier in den letzten elf Tagen angeliefert. Ein Teil konnte bundesweit weiterverteilt werden. Gut 21.000 Tonnen lagern noch - vor allem unbrauchbare Elektrogeräte und sonstiger demolierter Hausrat.

+++ Kreis Ahrweiler: Bisher 2,5 Mio. Euro an Soforthilfen ausgezahlt +++

Auf das Spendenkonto der Verwaltung des Landkreises Ahrweiler sind bislang mehr als zwölf Millionen Euro für die Opfer der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz eingegangen. Das teilte Landrat Jürgen Pföhler (CDU) mit. Durch die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung habe man bereits in den ersten Tagen rund 2,5 Millionen Euro direkt auszahlen können. Pro Haushalt würden zwischen 1.000 und 2.000 Euro als Soforthilfe für lebensnotwendige Besorgungen bereitgestellt.

+++ Aktion "Flutwein" zum Wiederaufbau der Weinregion an der Ahr +++
16:15 Uhr

Von der Flutkatastrophe betroffene Gastronomen haben zusammen mit dem Verein Ahrwein die Kampagne "Flutwein" gestartet. Ziel ist es nach Angaben der Initiatoren, durch den Verkauf von geretteten Weinen den Wiederaufbau der Weinregion zu unterstützen. Die Weinflaschen stammen von verschiedenen Winzern entlang der Ahr und sind voller Schlamm. Nach Angaben des Weinbauverbands Ahr hat die Flut die meisten der 65 Haupterwerbswinzer in Existenznot gebracht.

+++ Lewentz: Grundlegende Überprüfung des Katastrophenschutzes +++
13:45 Uhr

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hat eine "grundlegende Überprüfung des Katastrophenschutzes" angekündigt. Das gesamte System komme " auf den Prüfstand", sagte er der Rhein-Zeitung. Dies reiche von Warn- und Alarmierungssystemen bis hin zur technischen Ausstattung mit sicheren Funksystemen etwa für den Fall, dass - wie an der Ahr geschehen - Erdkabel von Fluten weggerissen würden. Zudem soll es möglichst ein länderübergreifendes Katastrophenschutzzentrum unter permanenter Beteiligung der Länder geben. Dadurch habe man etwa sofortigen Zugriff in alle Länder. Auch die Lagebeurteilung im Katastrophenfall könne dort überprüft werden.

+++ Katastrophenschutz rät allen Helfern zu Tetanus-Impfung +++
13 Uhr

Der rheinland-pfälzische Katastrophenschutz hat alle Helfer im Krisengebiet gemahnt, auf einen ausreichenden Impfschutz gegen Tetanus und/oder Hepatitis-A und Hepatitis-B zu achten. Das Einsatzgebiet sei nicht sauber und hygienisch sehr kritisch, hieß es. Um sich selbst zu schützen, seien diese Impfungen wichtig.

+++ Aufräumarbeiten in Bad Neuenahr-Ahrweiler laufen auf Hochtouren +++
12:45 Uhr

Ein neues Unwetter ist in der Nacht zum Sonntag in der Krisenregion ausgeblieben. Die Aufräumarbeiten in Bad Neuenahr-Ahrweiler laufen weiter auf Hochtouren. SWR-Reporter Thorsten Christes hat sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht.

+++ 1.200 Bundeswehrsoldaten unterstützen zivile Hilfskräfte +++
11:15 Uhr

Nach eigenen Angaben unterstützen derzeit 1.200 Bundeswehrsoldaten die zivilen Hilfskräfte bei den Aufräumarbeiten in den Krisenregionen in Rheinland-Pfalz. "Wir bleiben, solange wir gebraucht werden," so das Versprechen. Dabei kommt schweres Gerät der Bundeswehr zum Einsatz.

+++ THW startet heute mit Bau von Behelfsbrücke +++
10:45 Uhr

In Bad Neuenahr-Ahrweiler beginnt das Technische Hilfswerk (THW) heute mit dem Bau einer Behelfsbrücke. Die Brücke soll die stark beschädigte Landgrafenbrücke ersetzen, die eine wichtige Verbindung im Stadtgebiet ist. Die Teile für die Ersatzbrücke wurden mit 18 Sattelschleppern geliefert. Die Ersatzbrücke wird über 80 Meter lang und wiegt 175 Tonnen. Sie soll Ende Juli fertig errichtet sein.

+++ Shuttle-Service nur für Helfer ab Grafschaft +++
10:30 Uhr

Für Helfer im Krisengebiet werden nach einer Entscheidung des Krisenstabs Ahr auch heute Shuttlebusse eingesetzt. Allerdings verkehren die Busse den Angaben zufolge nur zwischen Grafschaft (Haribo) und Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sie sollen in recht dichtem Takt fahren. Alle anderen Orte an der Ahr werden nicht angefahren.

Der Shuttle-Service fährt! Die Busse 🚌pendeln regelmäßig. https://t.co/FEVCgBwGdb

+++ Region Trier: Keine großen Einsätze wegen Überflutung +++
7:00 Uhr

Auch in der Region Trier ist die Lage in der Nacht ruhig geblieben. Das berichtete die integrierte Feuerwehrleitstelle in Trier auf SWR-Anfrage. In der Region habe es keine großen Einsätze wegen Überflutung oder voll gelaufener Keller wegen Regenfällen gegeben. Auch die Flüsse in der Region Trier verzeichneten keinen nennenswerten Pegelanstieg, so die Feuerwehr.

Kein Starkregen an der Ahr Hochwasser-Krisenregion bleibt weiter von neuen Regenfällen verschont

Erleichterung in den Hochwassergebieten: Das vom Unwetter verwüstete Ahrtal in Rheinland-Pfalz ist in der Nacht zu Montag von neuen starken Regenfällen verschont geblieben.  mehr...

+++ Ahrtal: Keine neuen Überschwemmungen in der Nacht +++
6:00 Uhr

Im Hochwasser-Katastrophengebiet im Ahrtal ist der befürchtete Starkregen bisher ausgeblieben. Die Nacht blieb trocken. Die Lage sei ruhig gewesen, erklärte das Polizeipräsidium Koblenz am frühen Morgen. Alle Pegelstände seien auf Normalniveau. Neue Überschwemmungen habe es zum Glück nicht gegeben. Für heute rechnet der Deutsche Wetterdienst allerdings erneut mit Regen und Gewittern.

+++ Mehr als 31 Millionen bei Benefizsendung gesammelt +++
3:30 Uhr

Große Spendenbereitschaft bei Sat.1-Zuschauenden: Bei der Benefizsendung "Deutschland hilft - Die Sat.1-Spendengala" sind am Samstagabend 31.155.430 Euro Spenden für Betroffene der Unwetterkatastrophe eingegangen. Die Show lief in Kooperation mit dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen "Aktion Deutschland Hilft". Schon bei der ARD-Benefizgala unter dem Motto "Wir halten zusammen!" waren am Donnerstag mehr als 6,5 Millionen Euro zusammen gekommen. Weitere zehn Millionen wurden beim gemeinsamen Spendentag mit der "Aktion Deutschland hilft" gesammelt.

+++ EU bietet Wiederaufbauhilfen nach Flutkatastrophe an +++
3:00 Uhr

Die EU-Kommission bietet Deutschland Finanzhilfen zur Bewältigung der Flutkatastrophe an. Für die Wiederaufbauphase habe die EU "eine Reihe von Instrumenten zur Verfügung, um die Mitgliedstaaten zu unterstützen", sagte der zuständige EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Janez Lenarcic, der Zeitung "Welt am Sonntag". Konkret nannte er den EU-Solidaritätsfonds. "Auf Antrag eines Mitgliedslandes und nach Bewertung durch die EU-Kommission kann der EU-Solidaritätsfonds einen Teil der Kosten übernehmen, die den Behörden bei Notfalleinsätzen und beim Wiederaufbau entstehen", so Lenarcic. "Das steht natürlich auch für Deutschland zur Prüfung offen", sagte der slowenische EU-Kommissar.

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