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Sachbuch gegen die ewige Schulddebatte: Warum der Osten anders bleibt

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Martin Gramlich

Ostdeutschland hat bei der Europawahl überwiegend blau gewählt. Das zeigt ein Blick auf die politische Karte nach der Wahl. In Deutschland steckt nach wie vor eine Zweiheit in der Einheit, sagt Autor Steffen Mau, Professor für Makrosoziologie an der HU Berlin. In seinem neuen Sachbuch „Ungleich vereint“ legt er dar, warum der Osten anders bleibt.

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Das Sachbuch von Steffen Mau erscheint eine Woche nach der Europawahl. Nach einem Wahlabend, dessen starkes Ergebnis für die AfD viele in Deutschland in Schock versetzt hat. In seinem Buch „Ungleich vereint – Warum der Osten anders bleibt“ stellt Mau die These auf, dass im vereinten Deutschland nach wie vor zwei Teilgesellschaften stecken.

Er schreibt, dass im vereinten Allein schon die Altersstruktur sei eine ganz andere. Langfristig werde es schwierig werden, im Osten die demokratische Kultur aufrecht zu erhalten, sagt Mau bei SWR Kultur, „wenn die AfD weiterhin über 30% bei den Wahlen einfährt.“

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