Im Streit Messer gezogen

Versuchter Mord am Bahnhof Ulm: Prozessauftakt am Landgericht

Stand

Ein 33-Jähriger steht ab Montag in Ulm vor Gericht, weil er mit einem Messer auf einen Mann eingestochen haben soll. Tatort war der Platz vor dem Ulmer Hauptbahnhof.

SWR Aktuell, Logo

Prozess wegen versuchten Mordes beginnt

Am Landgericht Ulm hat am Montag der Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen 33-Jährigen begonnen. Er soll im Sommer vorigen Jahres auf dem Vorplatz des Ulmer Hauptbahnhofs einen 25-Jährigen mit einem Messer angegriffen haben. Zum Prozessauftakt erklärte der Angeklagte über seinen Dolmetscher, er habe kein Messer gehabt. Der 33-Jährige ist Asylbewerber.

Zweimal zugestochen und weiteren Mann bedroht

Der Angeklagte entschuldigte sich am Montag dafür, dass er jemand verletzt hat. Vor Gericht erklärte er, er habe kein Messer gehabt, sondern einen anderen Gegenstand wie etwa ein Campingbesteck. Allerdings habe er zum Tatzeitpunkt unter Drogeneinfluss gestanden.

Die beiden Männer sollen sich zunächst gestritten haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-Jährigen vor, während der Auseinandersetzung ein Messer aus seiner Hosentasche gezogen und zweimal auf seinen Kontrahenten eingestochen zu haben, - laut Anklage "um diesen tödlich zu verletzen". Das 25-jährige Opfer erlitt Stichverletzungen im Bereich des Bauches und am rechten Unterarm.

Ein 19-Jähriger, der in der Nähe war, forderte den 33-Jährigen auf, den Angriff zu stoppen. Daraufhin habe der Angteklagte das Messer auf den jungen Mann gerichtet. Diesen Moment habe der verletzte 25-Jährige genutzt, um zu flüchten.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten im Zusammenhang mit der Tat auf dem Ulmer Bahnhofsvorplatz versuchten Mord mit gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung vor. Der Angeklagte ist in Untersuchungshaft.

Tat vom Juni 2024 - Einbruch und Diebstahl

Außerdem ist der 33-Jährige wegen schweren Wohnungseinbruchdiebstahls angeklagt. Den Diebstahl soll er zusammen mit einem anderen Tatverdächtigen begangen haben. Der Angeklagte bestritt den Vorwurf. In der Verhandlung erklärte er, davon nichts gewusst zu haben. Er habe noch niemals etwas gestohlen.

Laut Anklage soll er im Juni vorigen Jahres eine Wohnung und einen Hausflur in einem Mehrfamilienhaus in Ulm nach Stehlenswertem durchsucht und mehrere Gegenstände mitgenommen haben.

Zunächst soll der Mittäter die Wohnungstür aufgebrochen und aus der Wohnung bereits mehrere Gegenstände und Bargeld mitgenommen haben.

In der Verhandlung am Montag sagte der Angeklagte, er habe in Italien wegen eines Drogendeliktes eine Haftstrafe verbüßt. Nach der Entlassung habe er Italien verlassen müssen und habe dann in Deutschland Asyl beantragt.

Bopfingen

Frau geht mit Messer auf Kind los Landgericht Ellwangen: Prozessauftakt gegen Mutter wegen versuchten Mordes

Am Landgericht Ellwangen hat der Prozess gegen eine Mutter wegen versuchten Mordes begonnen. Sie soll in einem Kinderheim in Bopfingen auf ihr Kind mit einem Messer eingestochen haben.

Ellwangen

Prozess vor dem Landgericht Messerangriff auf Stadtfest in Schwäbisch Gmünd: Junger Mann muss ins Gefängnis

Ein junger Mann verletzt beim Stadtfest in Schwäbisch Gmünd einen Gleichaltrigen mit einem Messer lebensgefährlich. Jetzt muss er lange ins Gefängnis, obwohl sein Verteidiger Freispruch fordert.

Schelklingen

Jugendlicher in Untersuchungshaft Messerattacke in Schelklingen: 14-Jähriger greift Gleichaltrigen an

Ein Streit zwischen zwei Jugendlichen in Schelklingen endete am Dienstag mit einem Messerangriff. Ein 14-Jähriger ging dabei offenbar gezielt auf Hals und Kopf seines Kontrahenten los.

Ulm

Keine Messer in der Fußgängerzone Ulmer Innenstadt wird zur Waffenverbotszone

In großen Teile der Ulmer Innenstadt gilt ab Freitag ein Verbot für Waffen und Messer. Stadt und Polizei erhoffen sich durch die Einführugn einer Waffenverbotszone weniger Kriminalität.

Ulm

Stadt will härter durchgreifen Neues Sicherheitskonzept: Ulm will Waffenverbotszonen einrichten

In Ulm soll es ab Herbst mehrere Waffenverbotszonen geben. Die Stadt verspricht sich dadurch mehr Sicherheit. Außerdem plant sie stärkere Videoüberwachung und mehr Müllkontrolleure.

Stuttgart

Auseinandersetzung von Freitag beschäftigt Polizei und Jugendarbeit Stuttgart: Können Messer-Angriffe unter Jugendlichen verhindert werden?

Nachdem in Stuttgart drei junge Männer von Messerstichen schwer verletzt worden sind, diskutieren Polizei, Stadt und Mobile Jugendarbeit: Hilft das Waffenverbot in der Innenstadt?

Reportagen, Shorts und Erklärvideos SWR Aktuell nun mit eigenem YouTube-Kanal am Start

Ab sofort ist SWR Aktuell auch bei YouTube mit einem eigenen Kanal zu finden. Damit ist die Nachrichtenmarke des SWR künftig neben Instagram und Facebook auch auf der wichtigsten Nachrichtenplattform präsent. 

Südwesten

Aktuell, regional, multimedial Die SWR Aktuell-App - Nachrichten auf Handy und Tablet

Die SWR Aktuell-App bringt aktuelle und regionale Nachrichten aus dem Südwesten aufs Smartphone und Tablet. Alle Details zur App und die Links zum Download gibt es hier.

Baden-Württemberg

Die wichtigsten News direkt aufs Handy SWR Aktuell Baden-Württemberg ist jetzt auch auf WhatsApp

Der WhatsApp-Kanal von SWR Aktuell bietet die wichtigsten Nachrichten aus Baden-Württemberg, kompakt und abwechslungsreich. So funktioniert er - und so können Sie ihn abonnieren.

Baden-Württemberg

SWR Aktuell - der Morgen in Baden-Württemberg Jetzt abonnieren: Newsletter mit BW-Nachrichten am Morgen!

Sie wollen morgens auf dem neuesten Stand sein? Dann abonnieren Sie "SWR Aktuell - der Morgen in BW". Die News aus Ihrem Bundesland ganz bequem in Ihrem Mailpostfach.