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Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Fußball ohne Körperkontakt - eine C-Jugend zeigt, wie es geht

21:34 Uhr

Anders als im Profisport gelten bei allen Amateurspielen im Fußball immer noch strenge Verbote: Training mit Körperkontakt oder Tabellenspiele sind tabu. Ein SWR-Reporter hat den Jungs vom FSV 08 Bissingen im Kreis Ludwigsburg jetzt eine kreative Alternative präsentiert.

Nur wenige Schwimmbäder können Hygieneregeln umsetzen

19:33 Uhr

Seit Samstag sind die Schwimmbäder und Badeseen in Baden-Württemberg wieder auf. Einige haben es allerdings nicht geschafft, die von der Landesregierung sehr kurzfristig geforderten Hygiene- und Abstandsregeln umzusetzen. Auch in Karlsruhe hätten sich die Verantwortlichen eine längere Vorbereitungszeit gewünscht.

Sehbehinderte in Corona-Zeit besonders gehandicapt

19:14 Uhr

Als Sehbehinderter hat man es in der Corona-Krise besonders schwer: Wie soll man die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten, wenn man nichts oder nur wenig sieht? Darauf machten am Samstag anlässlich des bundesweiten "Tags der Sehbehinderten" Hilfsorganisationen aufmerksam.

Aktuell noch 719 bestätigte Infektionen

18:02 Uhr

Am Samstag (6. Juni) wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium insgesamt weitere 14 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16 Uhr). Zum Vergleich: Der bisherige Tageshöchstwert lag bei 1.391 Neuinfektionen. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg steigt auf mindestens 34.906 an. Davon sind ungefähr 32.396 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Somit sind derzeit geschätzt noch 719 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,65 angegeben. Ein weiterer Mensch ist verstorben. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.791 an.

Lehrerverband für Maskenpflicht in Schulen

16:35 Uhr

In der Debatte um eine Rückkehr zum Normalbetrieb in den Schulen hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, eine Maskenpflicht für Schüler im Unterricht gefordert. Wenn wieder alle Schüler einer Klasse in einem Raum säßen, sei eine Maskenpflicht "auch während des Unterrichts" sinnvoll, sagte Meidinger der "Bild"-Zeitung (Samstag). "Allerdings erschwert das ordentlichen Unterricht", räumte er ein. Die Kultusminister der Länder hatten am Freitag eine schnelle Rückkehr zum Regelbetrieb in den Schulen gefordert. Dies solle "so bald wie möglich" erfolgen, bekräftigte die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig (SPD), am Samstag noch einmal im Deutschlandfunk. Die Entscheidungen müssen aber jeweils auf Landesebene getroffen werden.

Kabinettsvorlage: 20 Prozent der Schüler sollen Tablets leihen können

13:29 Uhr

Die angekündigte Anschaffung von 300.000 Laptops und Tablets für Schüler in Baden-Württemberg nimmt konkrete Gestalt an. Am Dienstag soll sich das grün-schwarze Kabinett mit einer Vorlage aus dem Kultusministerium befassen, die das Ziel hat, für insgesamt 130 Millionen Euro Geräte kaufen zu können. Die Summe teilen sich Bund und Land. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Das bedeutet, dass für etwa 20 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg Leihgeräte zur Verfügung stehen werden." In der Kabinettsvorlage heißt es: "Zwar ist in den Schulen der Unterricht wieder schrittweise gestartet, an einen normalen Regelbetrieb mit Präsenzunterricht mit allen Schülerinnen und Schülern ist wegen der Abstands- und Hygieneregeln infolge der Corona-Pandemie aber derzeit noch nicht zu denken." Daher sollen die Bedingungen für den Fernunterricht verbessert werden.

Bei der Wiedereröffnung der Schwimmbäder zogen die Ersten ihre Runden

12:38 Uhr

Kälte und Regen zum Trotz: Eine Reihe von Schwimmern haben am Tag der Wiedereröffnung der Schwimmbäder, Freibäder und Badeseen im Land ihre Chance genutzt. So zogen auch in Karlsruhe einige Besucher wieder ihre Bahnen. "Die Hardcore-Schwimmer kommen immer", freute sich der Geschäftsführer der Karlsruher Bäder, Oliver Sternagel. "Die Stimmung ist super, die Leute freuen und bedanken sich, dass wir wieder aufmachen." Dass am ersten Tag nur wenige kamen, war für den Karlsruher Bäderchef eine Erleichterung. "Wir müssen noch einige Abläufe üben. Das ist learning by doing." Die vier Karlsruher Freibäder gehören zu den wenigen in Baden-Württemberg, die bereits öffnen. Um die Hygieneauflagen des Landes zu erfüllen, brauchen einige Betreiber in Städten und Gemeinden mehr Zeit und nehmen den Betrieb erst kommende Woche oder später auf. Die Landesregierung hatte Ende Mai den Saisonstart für den 6. Juni freigegeben und einige Betreiber damit kalt erwischt.

Daimler-Betriebsratschef kritisiert SPD wegen Haltung zu Autoprämie

7:29 Uhr

Nach dem Nein zu einer allgemeinen Auto-Kaufprämie geht Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht vor allem mit der SPD-Spitze hart ins Gericht. Er selbst und auch seine Amtskollegen aus der Auto- und Zulieferindustrie seien "stinksauer", sagte Brecht der Deutschen Presse-Agentur. "Die SPD-Spitze hat es nicht verstanden." Es rolle eine Rationalisierungswelle auf die deutsche Autoindustrie zu, die massiv an die Arbeitsplätze herangehe, sagte Brecht. Die Branche habe in Wachstum investiert, nun drohten Überkapazitäten, die man nicht drei oder vier Jahre lang überbrücken könne. Warum ausgerechnet die SPD-Spitze das nicht verstanden und sich vehement gegen eine Kaufprämie für schadstoffarme Benzin- und Dieselfahrzeuge im Konjunkturpaket gesperrt habe, verstehe er nicht. Die Parteispitze habe auch nicht den Dialog mit den Betriebsräten gesucht.

Kirchen rechnen mit Millionenverlusten wegen Corona

07:22 Uhr

Wegen der Corona-Krise rechnen die Kirchen in Baden-Württemberg mit finanziellen Einbußen in Millionenhöhe. Die Erzdiözese Freiburg geht von einem Rückgang der Einnahmen aus Kirchensteuern zwischen 23 und 63 Millionen Euro in diesem Jahr aus. Das Erzbischöfliche Ordinariat habe deshalb eine vorläufige Haushaltssperre erlassen, teilte ein Sprecher mit. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart will mit externen Experten eine Finanzstrategie für die kommenden Jahre erarbeiten. Die Kirchensteuer ist einkommensgebunden und die wichtigste Einnahmequelle der Kirchen. Wegen der Corona-Verordnungen wurden zudem kirchliche Tagungshäuser und Bildungsstätten geschlossen. Weil die öffentlichen Gottesdienste ausfielen, gab es auch keine Kollekten. Der Evangelischen Landeskirche in Baden brachen dadurch nach Angaben eines Sprechers im April und Mai jeden Sonntag zwischen 40.000 und 60.000 Euro weg.

Samstag, 6. Juni 2020

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