STAND

Die Schweiz lockert ab Samstag weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Bäder, Theater und Kinos dürfen wieder öffnen. Alle wichtigen Entwicklungen in der Region Südbaden infolge von Corona im Überblick.

5.6. - 15:52 Uhr: Weitere Corona-Lockerungen in der Schweiz

Die Schweiz lockert ab Samstag weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Bäder, Theater und Kinos dürfen wieder öffnen. Sportwettkämpfe mit engem Körperkontakt wie Kampfsportarten oder das Tanzen bleiben verboten. Während Baden-Württemberg Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen erlaubt, dürfen es in der Schweiz bis zu 300 Personen sein. Eine Maskenpflicht gibt es in der Schweiz nicht, auch nicht in Bahnen und Bussen, es sei denn der zwei-Meter-Abstand lässt sich nicht einhalten. In Basel gibt es aktuell noch acht nachgewiesene Coronafälle, drei davon im Krankenhaus. Basels Gesundheitsminister Lukas Engelberger sagte: "Der Flächenbrand ist vorbei, Hitze und Rauch haben sich verzogen. Das Leben normalisiert sich."

5.6. - 10:09 Uhr: Corona-Krisenstab Ortenau zieht Zwischenbilanz

Der Corona-Krisenstab des Ortenaukreises hat sich in den vergangenen drei Monaten 50 Mal getroffen. Das ist das Ergebnis einer ersten Zwischenbilanz. Man sei immer auf den Ernstfall vorbereitet gewesen. Eine schlimmere Ausbreitung des Virus habe verhindert werden können. Themen im Krisenstab waren und sind die Ermittlung von Kontaktpersonen, das Testen, das Einrichten von Beatmungsplätzen. Allein das Gesundheitsamt musste 7.000 Anfragen von Bürgern beantworten, es wurden 150 Pressemitteilungen verschickt. Auch die Psychologischen Dienste waren gefordert. Um auf eine mögliche zweite Pandemie-Welle vorbereitet zu sein, hat das Landratsamt ausreichend Schutzausrüstung besorgt.

5.6. - 9:06 Uhr: Kein Blumenteppich zu Fronleichnam in Hüfingen

In Hüfingen wird es in diesem Jahr an Fronleichnam keinen Blumenteppich geben. Als Grund nannte die Stadtverwaltung die derzeit gültige Corona-Verordnung, die eine Prozession in der traditionellen Form nicht erlaube. Der Hüfinger Blumenteppich ist der bekannteste im Land und lockt an Fronleichnam tausende Gläubige und Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland an.

4.6. - 17:30 Uhr: Anträge auf Nothilfe für Studierende noch im Juni möglich

Studierende können auch jetzt noch Hilfen aus dem Notfallfonds für den Monat Juni beantragen. Wie das Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald mitteilt, stellt das Land zinslose Darlehen in Höhe von bis zu 450 Euro pro Monat zur Verfügung. Anspruchsberechtigt sind Studierende, die wegen der Corona-Pandemie ihre Nebenjobs verloren haben und deshalb in eine finanzielle Notlage gekommen sind. Die Nothilfe gilt für maximal drei Monate.

4.6. - 7:57 Uhr: Lahrer Gastonomen fordern Chrysanthema trotz Corona

Die Einzelhändler und Gastronomen in Lahr hoffen, dass die Blumenschau Chrysanthema im Herbst trotz der Corona-Pandemie stattfinden kann. Normalerweise kommen während der drei Wochen 300.000 Besucher in die Stadt. Der Wegfall der Chrysanthema sei für die Stadt Lahr eine wirtschaftliche Katastrophe, hieß es.

4.6. -5:45 Uhr: Dreisambad Kirchzarten bleibt diesen Sommer geschlossen

Das Dreisambad in Kirchzarten im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald bleibt in diesem Sommer geschlossen. Laut Bürgermeister Andreas Hall sind die Hygienevorschriften in dem Bad nicht umsetzbar. Die meisten Attraktionen, die das Freibad auszeichneten, müssten abgesperrt werden.

3.6. - 13:05 Uhr: Südbadische Handwerker dürfen wieder in der Schweiz arbeiten

Wegen der Corona-Pandemie waren ausländischen Handwerkern in der Schweiz zuletzt nur noch Aufträge erlaubt, die vor dem 25. März zustande gekommen waren. Wer also als deutscher Handwerker gleich nächste Woche in der Schweiz loslegen möchte, sollte sich schon jetzt beim Amt für Arbeit und Wirtschaft des jeweiligen Kantons anmelden. Das empfiehlt die Handwerkskammer Konstanz, denn Handwerker aus dem Ausland benötigen in der Schweiz weiterhin eine Meldebestätigung der Behörden. Grundsätzlich gilt dafür weiter eine Wartefrist von acht Tagen, auf die einige Kantone nun aber übergangsweise verzichten. Handwerker müssen wegen der Corona-Pandemie auf Schweizer Baustellen einen Mindestabstand von zwei Metern zueinander einhalten oder eine Schutzausrüstung tragen. Bei Autofahrten darf nur ein Platz pro Sitzreihe belegt werden.

2.6. - 17:20 Uhr: IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg – dramatische Perspektive durch Corona-Folgen

Gastronomie und Reise-Wirtschaft gehen davon aus, dass sie die Coronakrise noch lange belastet. Bei einer Umfrage im Mai rechneten rund 40 Prozent der Betriebe im Reise- und Gastgewerbe damit, dass erst im kommenden Jahr wieder Normalität einkehrt. Das sei ein spürbar höherer Anteil als im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft, heißt es in einer Pressemitteilung. Für Michael Steiger, den Vorsitzenden des Tourismus-Ausschusses der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, eine dramatische Perspektive. Er verweist beispielhaft auf das Gastgewerbe, wo über die Hälfte der Betriebe mit Umsatzrückgängen von mehr als 50 Prozent zu kämpfen hätte. Die Lockerungen helfen nur teilweise, so die Umfrageergebnisse. Laut Steiger freuen sich viele zwar wieder loslegen zu können, die Auflagen würden aber deutlich mehr Aufwand und Kosten bei gleichzeitig weniger Umsatz bedeuten.

2.6. - 6:04 Uhr: Keine gravierenden Verstöße am Pfingst-Wochenende

Trotz großer Freizeitaktivitäten am Pfingstwochenende meldet die Polizei keine gravierenden Verstöße gegen die Corona-Verordnungen. Es hätte nicht mehr Anzeigen wegen Unterschreitung des Mindestabstands gegeben als sonst, so das Polizeipräsidium Freiburg in einer ersten Bilanz. Allerdings sei es den Polizeistreifen bei den vielen Menschen, die unterwegs waren, teilweise nicht möglich gewesen den Überblick zu behalten.

1.6. - 11:45 Uhr: Basler Zoo öffnet am Samstag wieder

Der Basler Zoo wird am kommenden Samstag wieder öffnen. Der Zoo, der in den Vorjahren jeweils rund eine Million Besucher angelockt hatte, war wegen Corona ein Vierteljahr lang geschlossen. Die Eintrittspreise bleiben unverändert und den Besuchern wird trotz Corona ein weitgehend normaler Besuch versprochen. Noch ist allerdings offen, wie viele Besucher gleichzeitig in den Zoo gelassen werden. In den Tierhäusern wird es für die Besucher Einbahn-Regelungen geben. Auf die Seelöwen-Vorführungen wird verzichtet, um Gedränge beim Publikum zu vermeiden. Maskenpflicht gilt übrigens nicht für die Besucher, sondern für die Tierpfleger bei näherem Kontakt mit Menschenaffen. Denn die können sich mutmaßlich auch mit dem Coronavirus anstecken.

31.5. - 14:33 Uhr: Freiburger Erzbischof warnt vor Verschwörungstheorien

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger hat sich in seiner Pfingstpredigt gegen Verschwörungstheorien in der Corona-Politik gewandt. Burger warnte Kirche und Gesellschaft davor, stets das Negative zu suchen. "Kaum beginnen wir, über Lockerungen und Entlastungen nachzudenken, werden gleich Verschwörungstheorien befördert und erwogen, die manche wieder neu in Angst und Schrecken versetzen", kritisierte Burger laut einer Mitteilung der Diözese am Sonntag beim Pfingstgottesdienst im Freiburger Münster.

30.5. - 12:41 Uhr: Handel zwischen Deutschland und Schweiz eingebrochen

Die Einschränkungen der Corona-Pandemie haben zu einem deutlichen Einbruch beim Warenaustausch zwischen Deutschland und der Schweiz geführt. Die Handelskammer Deutschland-Schweiz mit Sitz in Zürich spricht von einem Minus von mehr als 20 Prozent. Zwar waren die Grenzen für den Warenverkehr immer offen. Doch der Austausch stockte trotzdem. Aus der Schweiz in Richtung Deutschland ging der Warenverkehr um ein Fünftel zurück. Und im Vergleich zum Vorjahr führte die Schweiz ein Viertel weniger Waren aus Deutschland ein. Besonders stark traf es laut Handelskammer die Automobilindustrie. Der Export von Personenwagen in die Schweiz sank um fast 90 Prozent. Demgegenüber steht die Pharmaindustrie gut da: deren Rückgänge waren kaum spürbar.

30.5. - 11:30 Uhr: Gestiegene Wanderlust schädigt Flora und Fauna

Infolge von Corona ist Wandern derzeit so beliebt wie nie. Das Biosphärengebiet Schwarzwald bittet Wanderer um mehr Rücksichtnahme auf Tiere und Pflanzen. Denn immer mehr Menschen zieht es derzeit in die heimische Natur. Und viele stören dort Flora und Fauna. Denn viele Ausflügler verlassen die markierten Wege, pflücken seltene Pflanzen und schrecken Tiere auf. Und auch das Wildcampen hat zugenommen. Da viele offensichtlich nicht wissen, wie man sich in einem Schutzgebiet richtig verhält, werden die Schwarzwaldranger in den kommenden Tagen verstärkt unterwegs sein und die Menschen darüber aufklären.

29.5. - 10:44 Uhr: Weitere Lockerungen in Frankreich ab Dienstag

Mit großer Erleichterung hat die Präsidentin des Départements Haut-Rhin, Brigitte Klinkert, auf die bevorstehenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Frankreich reagiert. Cafés und Restaurants dürfen ab kommenden Dienstag unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen. Auch Campingplätze, Hotels, Museen, sogar Theater und Schwimmbäder dürfen den Betrieb wieder aufnehmen. Allerdings bleiben Abstandsregeln und Maskenpflicht etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln bestehen.

29.5. - 9:28 Uhr: Fluggeschäft am Euroairport im Sinkflug

Wenn die Grenzen am 15. Juni wieder aufgehen, wird Easyjet nur einen Teil seiner Flüge wieder anbieten. In der Schweiz kann man deshalb nur von Genf aus mit Easyjet fliegen. Wann der Flugbetrieb am Basler Euroairport wieder aufgenommen wird, ist noch unklar. Ebenso unsicher ist bislang, ob auch hier Stellen wegfallen. Easyjet ist der grösste Fluganbieter am Euroairport. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 450 Mitarbeiter und hat elf Maschinen stationiert. Wegen der Coronakrise rechnet der Euroairport mit einem deutlichen Rückgang der Fluggäste. Im schlimmsten Fall könnten dieses Jahr die Passagierzahlen um 80 Prozent einbrechen.

28.5. - 16:25 Uhr: Corona-Fallzahl in Waldshut erstmals wieder angestiegen

Nach mehreren Tagen ohne offizielle Neuinfektion ist im Landkreis Waldshut jetzt erstmals wieder eine Person positiv auf Covid-19 getestet worden. Erst am Mittwoch hatte das Gesundheitsamt gemeldet, dass alle 311 Infizierten inzwischen als Genesen gelten. In der Statistik der "Coronafreien Landkreise" hielt sich der Landkreis Waldshut damit nur einen Tag lang.

28.5. - 10:54 Uhr: Gesundheitsamt Freiburg noch nicht im Normal-Modus

Beim Freiburger Gesundheitsamt herrscht trotz der wenigen Neu-Infektionen mit dem Corona-Virus noch keine Normalität. Gerade in dieser Situation müssten die Mitarbeiter jeder einzelnen Neuinfektion nachgehen und die Kontaktpersonen erfassen, so Oliver Kappert, Leiter des Gesundheitsamtes. In der vergangenen Woche hatte es im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald und in der Stadt Freiburg zusammen nur neun neue Infektionsfälle gegeben.

28.5. 6:30 Uhr: Schweiz legt Zeitplan für Grenzöffnung vor

Der Schweizer Bundesrat hat seinen Zeitplan für die Öffnung der Grenzen vorlegt. Danach sollen die Grenzen zwischen Deutschland, Österreich und Frankreich am 15. Juni wieder voll geöffnet werden. Einkaufen im Nachbarland bleibt bis dahin verboten. Ausnahmen gibt es für Schweizer, die einen triftigen Grund für die Einreise nach Deutschland haben. Sie dürfen gekaufte Waren wieder über die Grenze bringen. Eine weitere Öffnung soll bis spätestens am 6. Juli erfolgen. Dann will der Bundesrat die Personenfreizügigkeit und Reisefreiheit im gesamten Schengen-Raum vollständig wiederherstellen.

28.5. - 6:00 Uhr: Basler "Fieber-Ambulanz" fährt Angebot zurück

Die Universität Basel wird ihr Corona-Testzentrum in der benachbarten Predigerkirche nur noch werktags von 9 bis 17 Uhr betreiben. Der Grund: Die Zahl der Patienten hat aufgrund einer stabilen Infektionslage stark abgenommen. Pro Tag werden jetzt bis zu maximal 100 Proben entnommen. Das Testzentrum in der Predigerkirche wurde eröffnet, um die Notfallambulanz zu entlasten. Trotz allem gelte weiterhin: "Wer hustet, testet". Wer grippeähnliche Symptome habe, wenn auch nur leichte, sollte sich auf Sars-CoV-2 testen lassen, so das Basler Universitätsspital in einer Mitteilung.

27.5. - 13:13 Uhr: Schüler-Fahrkarten müssen im Juni nicht bezahlt werden

Im Regional-Verkehrsverbund Freiburg müssen Eltern zumindest im Juni nichts für das Schüler-Abo bezahlen. Das teilt der RVF mit, nachdem sich das Landesverkehrs- und das Finanzministerium darauf geeinigt hätten, die Eltern angesichts der Corona-bedingten Schulschließungen zu entlasten. Das Land wird die Gelder dafür zweckgebunden an Kreise und Kommunen geben. Je nach Summe könnten weitere Entlastungen folgen. Der RVF belastet die Konten der Schüler-Abo-Kunden für Juni nicht. Sie selbst müssen nicht tätig werden.

27.5. - 12:01 Uhr: Keine aktuell gemeldeten Corona-Fälle im Landkreis Waldshut mehr

Im Landkreis Waldshut gibt es zurzeit keinen offiziell gemeldeten neuen Corona-Fall mehr. Das geht aus den aktuellen Zahlen des dortigen Gesundheitsamtes hervor. Am 11. März war das erste Mal ein Mensch positiv getestet worden. Die Zahl infizierter Personen stieg zuletzt auf insgesamt 311 Fälle an. Von diesem Personenkreis gelten 275 Menschen inzwischen als genesen. 35 Menschen starben infolge einer Corona-Infektion.

27.5. - 10:55 Uhr: Freibad Teningen öffnet voraussichtlich Mitte Juni

Das Freibad in Teningen (Kreis Emmendingen) wird voraussichtlich Mitte bis Ende Juni öffnen. Der Gemeinderat hatte am Dienstag die Weichen dafür gestellt und nötige Vereinbarungen mit den Bad-Betreibern geschlossen. Wann genau und mit welchen Einschränkungen das Bad öffnen wird steht nicht fest. Die Gemeinde wartet noch auf ausstehende Hygiene-Bestimmungen des Landes. Außerdem brauche man eine Vorbereitungzeit von zwei bis vier Wochen. Laut eigenen Angaben kostet die Öffnung die Gemeinde rund 100.000 Euro mehr.

27.5. - 6:22 Uhr: Nach Öffnung nur Schichtbetrieb im Lörracher Freibad

Wegen der Corona-Pandemie wird der Besuch des Lörracher Park-Schwimmbads in diesem Sommer nur schichtweise möglich sein. Die Stadt will sich an einem Modell orientieren, das in Düsseldorf bereits praktiziert wird. Noch wartet die Stadt auf die Ansage des Landes, wann die Freibäder wieder öffnen dürfen, so die Lörracher Bau-Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic.

26.5. 16:45 Uhr: Lörracher OB hält Kita-Öffnung bis Ende Juni für "zu zögerlich"

Dem Lörracher Oberbürgermeister Jörg Lutz ist die vollständige Öffnung der Kitas im Land bis spätestens Ende Juni "zu zögerlich". Seiner Meinung nach wäre das schon nach dem Ende der Pfingstferien fällig. "Da ist ganz viel Belastung da, ganz viel Druck im Kessel", so fasst der Lörracher OB seinen Eindruck aus Gesprächen mit Familien zusammen und verweist auf die Praxis in Lörrachs Schweizer Nachbarstadt Basel. Dort seien Kitas und Schulen seit zwei Wochen geöffnet, ohne dass dies Auswirkungen auf die Zahl der Neuinfektionen gehabt habe. In Basel sind seit Mittwoch vergangener Woche keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus mehr nachgewiesen worden. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte die vollständige Öffnung am Dienstag angekündigt. Wegen der Corona-Pandemie dürfen bislang höchstens halb so viele Kinder die Kita besuchen wie sonst.

26.5. - 12:56 Uhr: Europapark verzeichnet wegen Corona hohe Umsatz-Verluste

Der Europapark Rust hat durch Corona 100 Millionen Euro weniger Umsatz gemacht. Das wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz vor dem Saisonstart am Freitag erklärt. Europapark-Chef Roland Mack sprach von einer schwierigen Zeit. Statt Ende März öffnet der Europapark nun erst Ende Mai, 4.000 Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt. Das Familienunternehmen habe Eigenkapital verbrauchen müssen. Außerdem wurden Aufträge in Höhe von 40 Millionen Euro eingestellt. Ab Freitag sollen täglich maximal 10.000 Menschen den Park besuchen. Diese Zahl hat sich das Unternehmen selbst auferlegt. Sie soll dann nach Möglichkeit langsam gesteigert werden. In allen Fahrgeschäften und Restaurants herrscht Mundschutz-Pflicht. In den Achterbahnen wird nur jede zweite Reihe besetzt. Abstandsregeln müssen eingehalten werden.

Was in der Achterbahn zu beachten ist Europa-Park öffnet im Coronavirus-Krisenmodus

Er ist einer der größten Freizeitparks der Welt: der Europa-Park in Rust (Ortenaukreis). Mehr als zwei Monate mussten alle Attraktionen wegen der Corona-Krise geschlossen bleiben. Am 29. Mai soll es wieder losgehen. Aber nur unter strengen Auflagen.  mehr...

26.5. - 11:13 Uhr: Touristische Buchungen im Schwarzwald nur zögerlich

Die Hotels im Schwarzwald und in der Rheinebene bereiten die Wiederöffnung ihrer Betriebe zu Pfingsten vor. Ab kommenden Freitag dürfen sie nach zweimonatiger Coronapause wieder Gäste empfangen. Einschränkungen gibt es noch für Frühstücksbuffets und Wellnessbereiche, bestätigt Klaus Günter Wiesler aus Titisee-Neustadt, Vorsitzender der Dehoga-Fachgruppe "Tourismus und Hotellerie".

26.5. - 7:13 Uhr: Landkreis Emmendingen stellt Corona-Infotelefon ein

Das Landratsamt Emmendingen stellt Ende der Woche das Corona-Infotelefon ein. Seit Mitte März konnten Menschen sich dort rund um das Virus und seine Folgen informieren. Angesichts der gesunkenen Zahl an Neuinfektionen und den diversen Lockerungen hätten sich Anrufe und Themen verändert, heißt es vom Landratsamt. Darum würde das Infotelefon am Freitag zum letzten Mal angeboten. 15 geschulte Mitarbeiter hatten sieben Tage pro Woche Anrufe entgegengenommen. Sie beantworteten zum Beispiel Fragen zu Quarantäne-Regeln, Lohnausfällen oder Grenzschließungen.

25.5. - 15:57 Uhr: Corona-Abstrichtests funktionieren nicht immer

Eine Infektion mit dem Coronavirus lässt sich Wissenschaftlern zufolge nicht immer über einen Abstrich nachweisen. Diese gängige Form des Testens könne selbst bei einer Corona-Infektion negativ ausfallen, berichteten Mediziner der Uniklinik Freiburg. Beschrieben wird der Fall eines Infizierten aus Freiburg, bei dem drei RachenAbstriche negativ ausgefallen seien. Der Mann hatte Husten und Fieber, die Abstriche fielen negativ aus. Die Virusgene konnten schließlich in ausgehusteten Atemwegs-Sekreten nachgewiesen werden. Es mehren sich Hinweise, dass Rachen-Abstriche nicht immer zuverlässig sind, so ein Arzt der Uniklinik Freiburg. Es sollte daher der Gentest beispielsweise an Atemwegs-Sekreten oder Stuhl gemacht werden.

25.5. - 11:41 Uhr: Lage im Seniorenzentrum Neuried stabil

Die Situation im Seniorenzentrum Neuried ist unter Kontrolle. Das hat das Ortenauer Gesundheitsamt bestätigt. Vergangene Woche waren dort 30 Corona-Infektionen bekannt geworden. Es habe seit dem letzten Mittwoch lediglich zwei weitere Covid-19-Infektionen gegeben, so das Ortenauer Gesundheitsamt. Der Betreiber des Seniorenzentrums, die Evangelische Heimstiftung in Stuttgart, habe die Hygiene-Maßnahmen sehr gut umgesetzt. In dem Haus in Neuried-Altenheim hatten sich 23 Bewohner und sieben Mitarbeiter infiziert. Die 73 Bewohner wurden daraufhin in drei Gruppen getrennt. Die Kranken, die Gesunden und die Gefährdeten. Das wurde vom Gesundheitsamt überwacht. Die Fälle waren aufgekommen, weil in Alten- und Pflegeheimen in Baden-Württemberg derzeit flächendeckend getestet wird.

25.5. - 11:35 Uhr: Messe-Gesellschaften legen Sicherheits-Konzept vor

Mehrere Messe-Gesellschaften haben sich an die Landesregierung gewandt, darunter die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH FWTM. Sie haben ein Konzept erarbeitet, wie sie trotz der Pandemie das Geschäft wieder aufnehmen könnten. In dem Schreiben geht es um Sicherheitsmaßnahmen. Die Betreiber wollen genügend Desinfektionsmittel-Spender aufstellen, Messehallen und Konferenzräume ausreichend belüften und Mindestabstände einhalten. Was das Catering angeht, wollen sich die Veranstalter an die Regeln für die Gastronomie halten. Mehr Außenbereiche und Selbstabhol-Angebote sollen den Publikumsverkehr entzerren. Ein Vorschlag ist auch die Besucher nicht alle zur gleichen Zeit auf das Gelände zu lassen und Online-Registrierungen einzuführen. So könnten bei Bedarf Kontaktpersonen zurückverfolgt werden.

25.5. 6:53 Uhr: Befürworter der Corona-Politik demonstrieren in Lörrach

In Lörrach haben am Wochenende die Befürworter der Corona-Maßnahmen demonstriert. Unter dem Motto "Deutschland ist stabil" wollten sie den Entscheidern von Bund, Ländern und Kommunen danken. Bei Regen kamen allerdings nur rund zehn Demonstranten auf den Marktplatz. Die "Dankeschön"-Demo hatte der Lörracher SPD-Kreisrat Jonas Hoffmann in einer privaten Initiative organisiert.

24.5. - 16:30 Uhr Statt Ironman auf Hawai - Westweg in Rekordzeit

Der Offenburger Triathlet Jörg Scheiderbauer hat den Westweg in weniger als 48 Stunden und damit in Rekordzeit zurückgelegt. Der Extremsportler wollte eigentlich nach Hawaii und in seiner Altersklasse Ironman-Weltmeister werden. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Wettkampf abgesagt und Scheiderbauer suchte sich stattdessen eine neue Herausforderung: der Westweg in Rekordzeit. Für die 280 Kilometer lange Strecke von Pforzheim an die Schweizer Grenze brauchte er weniger als 48 Stunden. Genauer: nach 47 Stunden und 15 Minuten ist er in Weil am Rhein angekommen – und war damit so schnell wie noch keiner bisher. Der Lauf war gleichzeitig eine Spendenaktion. Scheiderbauer hat 10.000 Euro für krebskranke Kinder gesammelt.

23.5. - 15 Uhr: Greenpeace fordert breitere Fahrradwege für besseren Klima- und Infektionsschutz

Greenpeace-Aktivisten haben in Freiburg für bessere Radwege demonstriert. Sie sperrten am Samstagvormittag die rechte Fahrbahn des Schlossbergrings für Autos und richteten einen breiten Radweg ein.

Dauer

23.5. - 8:02 Uhr: Eltern in Gengenbach wollen Schulen öffnen lassen

In einem offenen Brief an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann fordern Eltern aus Gengenbach im Ortenaukreis, Kindertagesstätten und Schulen flächendeckend zu öffnen. Die Situation mit Kindern zu Hause sei aus beruflichen Gründen nicht mehr zu ertragen.

22.5. - 15:55 Uhr: Guido Wolf kündigt Hilfspaket für Reisebüros an

Baden-Württembergs Tourismus-Minister Guido Wolf stellt den Reisebüros weitere Finanzhilfen in der Coronakrise in Aussicht. Am Freitagmittag machte er sich ein Bild der Situation in einem Reisebüro in Blumberg. Aus dem 1,5 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfspaket 2 brauche es nun ein konkretes Rettungspaket für die Reisebüros, so der CDU-Politiker bei seinem Besuch.

Vertreter von Reisebüros fordern in Lörrach finanzielle Hilfe vom Staat (Foto: SWR)
Demonstration: Vertreter von Reisebüros fordern in Lörrach finanzielle Hilfe vom Staat.

22.5. - 12:05 Uhr: Vizona in Weil am Rhein baut Stellen ab

Die Weiler Ladenbauer Vizona wird wegen der Coronakrise Arbeitsplätze abbauen. Die Firma, die der Vitra-Eigentümerfamilie Fehlbaum gehört, machte weder Angaben zu der Gesamtzahl der Arbeitsplätze noch zur Zahl der wegfallenden Arbeitsplätze. Der Einzelhandel ist wegen des Online-Geschäfts schon länger unter Druck. Das bekommen auch Firmen wie Vizona auf dem Weiler Vitra-Campus zu spüren, die Ladeneinrichtungen verkaufen. Nach den wochenlangen Ladenschließungen wegen der Corona-Pandemie haben viele Einzelhandelsbetriebe laut Vizona ihre Investitionen zurückgefahren. Vizona soll künftig nur noch aus einer statt wie bisher aus mehreren Gesellschaften bestehen und sich strategisch neu ausrichten. Ein Manager-Duo wird Anteile an der neuen Gesellschaft zeichnen. Für Mitarbeiter, die von der neuen Firma nicht übernommen werden, soll es einen Sozialplan geben.

22.5. - 7:26 Uhr: Emmendinger OB-Wahl unter besonderen Bedingungen

Der OB-Wahl in Emmendingen am kommenden Sonntag steht nichts mehr im Weg. Das Regierungspräsidium Freiburg hat die Wahl genehmigt. Die Stadt musste unter anderem sicherstellen, dass Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel ausreichend vorhanden sind. Es gilt die dringende Empfehlung, einen Mundschutz zu tragen. Generell muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. In den Wahllokalen werden die Zu- und Ausgänge sowie die Laufwege gekennzeichnet. Die Mitglieder der Wahlvorstände werden durch Trennscheiben geschützt. Zur Stimmabgabe werden Einmalstifte oder Einmal-Handschuhe bereitgestellt. Die Tische in den Wahlkabinen werden nach jeder Nutzung mit Desinfektionsmittel gereinigt. OB Stefan Schlatterer kandidiert für seine dritte Amtszeit. Die Grünen-Stadträtin Susanne Wienecke fordert ihn heraus. Die Wahl hätte eigentlich schon im April sein sollen, musste aber wegen der Strengen Corona-Hygienevorschriften verschoben werden. Viele Wahlberechtigte haben bereits die Möglichkeit der Briefwahl genutzt.

22.5. - 6:12 Uhr: Frauen-Fußball-Bundesliga setzt Saison ab Ende Mai fort

Der SC Sand wird in der Frauen-Fußball-Bundesliga in einer Woche beim FFC Frankfurt antreten. Der SC Freiburg empfängt Turbine Potsdam. Nach der Coronapause soll die Saison am 29. Mai fortgesetzt werden, das hat der Deutsche Fußball-Bund entschieden. Die Rückkehr der Frauen-Bundesliga auf den Platz sei ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einer Art Normalität im Fußball wie in der Gesellschaft, sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Die Bundesliga nehme damit eine Vorreiterrolle im internationalen Frauenfußball ein.

21.5. - 17:12 Uhr: Heilbäder sollen bis Mitte Juni wieder öffnen dürfen

Der Baden-Württembergische Tourismusminister Guido Wolf (CDU) fordert für die 35 Heilbäder im Land eine Öffnung bis spätestens Mitte Juni. Auch die Thermalbäder in Südbaden warten darauf endlich wieder ihren Betrieb aufnehmen zu dürfen. Die Heilbäder in Badenweiler, Bad Krozingen, Freiburg, Bad Dürrheim, Bad Säckingen und Menzenschwand verzeichnen mit jedem Schließtag große Verluste. Zwar konnten in der Corona-Zwangspause notwendige Reparaturen getätigt werden, doch nun brauche man eine Perspektive. Auch die Bürger, die Hotels, Pensionen und Reha-Kliniken müssten endlich Bescheid wissen, so der Krozinger Kurdirektor Rolf Rubsamen. Die Heilbäder in Südbaden haben inzwischen umfassende Hygiene- und Abstandskonzepte erarbeitet. Unter anderem soll die Zahl der Badegäste künftig auf zwei Drittel reduziert werden. Von der Politik brauche man jetzt verlässliche Zusagen.

21.5. - 11:19 Uhr: Rettungsdienste wegen Corona in finanziellen Nöten

Regionale Rettungsdienste kommen aufgrund der Corona-Pandemie zunehmend in finanzielle Nöte. Allein der Malteser-Rettungsdienst befürchtet ein Minus in Millionenhöhe. Grund seien Einnahmeausfälle, weil viele Angebote der Malteser aktuell nicht gebraucht werden. Die stellvertretende Regional-Geschäftsführerin der Malteser in Baden-Württemberg, Sabine Würth aus Freiburg, nennt als Beispiele unter anderem: wegfallende Sanitätsdienste aufgrund abgesagter Veranstaltungen oder Erste-Hilfe-Kurse, die zurzeit noch nicht wieder erlaubt sind. Auch in anderen Bereichen fehlten Einnahmen in nicht unerheblicher Höhe, weil die Dienste nicht wie gewohnt durchgeführt werden können. Gleichzeitig aber kommen auf die Rettungsdienste wie die Malteser erhöhte Ausgaben wegen Schutzmaßnahmen zu, die für die Rettungsteams getroffen werden müssen.

STAND
AUTOR/IN