Verbogenes Blech lässt die zerstörte Lagerhalle nur noch erahnen. Überall liegt verkohltes Heu herum. Auch Wasser vom Löschen und vom Regen ist überall.

Immer wieder Feuer auf dem Pferdehof

Großbrand auf Hof in Ofterdingen: Schaden in Millionenhöhe

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Anne Jethon
Tim Richter
Tim Richter ist Reporter für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.
Ingemar Koerner
Ingemar Koerner ist Reporter für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

Bis zu 150 Einsatzkräfte waren bei einem Großeinsatz in Ofterdingen (Kreis Tübingen). Auf einem Pferdehof hat es am Mittwochmorgen gebrannt. Fünf Menschen wurden verletzt.

Der Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Hof in Ofterdingen beschäftigt die Feuerwehr auch noch am Tag danach. Am Mittwochmorgen hatte es einen Großeinsatz gegeben. Nach Angaben der Feuerwehr habe eine Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Hofs gebrannt - darin sei Stroh gelagert worden. Die Polizei schätzt den Schaden auf einen siebenstelligen Betrag.

Vor Ort konnte Reporter Ingemar Koerner am Donnerstagmittag mit dem Ofterdinger Feuerwehrkommandanten Matthias Gäbele sprechen:

Rund 150 Einsatzkräfte bringen Feuer unter Kontrolle

Bis zu 150 Einsatzkräfteräfte aus dem ganzen Landkreis waren im Einsatz, so Kommandant Gäbele von der Freiwilligen Feuerwehr Ofterdingen. Mittlerweile lösche die Feuerwehr die letzten Glutnester. Dafür seien noch 60 Einsatzkräfte vor Ort. So viele seien auch die ganze Nacht über mit Löschen beschäftigt gewesen. Denn: Im Inneren der Halle, in der viele Strohballen gelagert waren, entzündet sich das Heu immer wieder selbst. Sobald Luft an die heißen Stellen kommt, beginnt das Heu zu brennen.

Brandursache noch unklar

Die Halle ist einsturzgefährdet und in Teilen schon eingestürzt. In großen Teilen haben die Technischen Hilfswerke Ofterdingen und Ulm das Dach schon abgetragen. Für die Anwohner stellt die leichte Rauchentwicklung keine Gefahr mehr dar. Am Mittwochmorgen sollten sie noch Türen und Fenster geschlossen halten. Momentan ist die Kriminaltechnik vor Ort und untersucht, wie es zu dem Brand kommen konnte.

Ein Pferdehof brennt in Ofterdingen (Kreis Tübingen). Die Feuerwehr und andere Einsatzkräfte sind ausgerückt.
Mittwoch rauchte das Heu noch sehr stark. Doch auch einen Tag später war die Feuerwehr noch vor Ort im Einsatz.

Fünf verletzte Menschen - keine Pferde

Laut Gäbele wurden bei dem Brand drei Feuerwehrleute verletzt, sie kamen in eine Klinik. Auch zwei freiwillige Helferinnen ließen sich ärztlich behandeln. Die Feuerwehr musste zu Beginn des Einsatzes rund 30 Pferde retten - die Tiere lebten in einem Stall, der direkt an der Lagerhalle liegt. Sie sind wohlauf, sagte eine Mitarbeiterin des Hofs dem SWR.

Feuerwehrleute löschen die letzten Glutnester. Ein Bagger des THW bringt Heu zu den Feuerwehrleuten, die dann Wasser darauf sprühen.
Feuerwehrleute löschen die letzten Glutnester nach dem Brand in Ofterdingen.

Hat es auf dem Hof in Ofterdingen öfter gebrannt?

Auf dem Hof soll es in den letzten 40 Jahren immer wieder gebrannt haben. Das hat eine Recherche des SWR ergeben. Und auch Ofterdingerinnen und Ofterdinger bestätigen diese Info dem SWR. 2010 berichtete das letzte Mal eine Tageszeitung von einem Brand auf dem Hof.

Die Lagerhalle, in der es gebrannt habe, sei relativ neu. Dort habe es vermutlich bisher noch nicht gebrannt, so ein Sprecher der Polizei. Auf dem Pferdehof werden Stroh- und Heugebinde für den Zoofachhandel hergestellt. Ob eine Heutrocknungsanlage noch in Betrieb sei, wisse man allerdings nicht, hieß es vor Ort.

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