Ein Mann raucht einen Joint. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Kiffen auf dem Volksfest

Cannabis-Rauchen wird auf dem gesamten Stuttgarter Frühlingsfest verboten

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Thomas Fritzmann
Thomas Fritzmann (Foto: SWR)
Kerstin Rudat
Kerstin Rudat (Foto: SWR, Foto: Tim Benscheid)

Das neue Cannabis-Gesetz hat auch beim Stuttgarter Frühlingsfest für Diskussionen gesorgt. Nun haben sich Veranstalter, Behörden und Wirte entschieden, dass sie Kiffen nicht erlauben wollen.

Am 20. April startet das 84. Stuttgarter Frühlingsfest. Bis zum 12. Mai stehen dann auf dem Gelände des Cannstatter Wasens wieder Festzelte und Buden von Schaustellern. Doch es ist auch das erste Volksfest in Stuttgart, bei dem gekifft werden darf - oder?

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Darf ich in den Festzelten kiffen?

Im Gegensatz zu Münchener Volksfesten darf in den Stuttgarter Festzelten geraucht werden: also eigentlich auch Cannabis. Außer, die Wirtinnen und Wirte machen von ihrem Hausrecht Gebrauch und verbieten das Kiffen. Und so ist es gekommen. "Wir werden das Kiffen im Zelt zum Frühlingsfest nicht erlauben", sagte Festwirt Marcel Benz dem SWR. Er betreibt das Grandls Hofbräuzelt. Diese Entscheidung haben die Festwirte am Mittwoch zusammen getroffen. "Das gilt also in allen Zelten", so Benz.

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Zuvor zeigten sich einige Festwirte unschlüssig darüber, ob sie das Kiffen erlauben werden oder nicht. Im SWR-Interview führte Benz mehrere Gründe an, aus denen Marihuana in den Zelten zumindest in diesem Jahr verboten bleibt. "In unserem bestimmten Fall ist das allein schon mit dem Jugendschutz nicht vereinbar", erklärte Benz. "Im Grandls dürfen Jugendliche ab 16 Jahren eintreten, da können wir auch den Erwachsenen nicht das Kiffen erlauben."

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Außerdem vertrage sich Cannabis nicht mit Alkohol, und - so die Sicht der Festwirte - die Mehrheit ihrer Besucherinnen und Besucher lehne das Kiffen ab. "Wir treffen diese Entscheidung auch aus Rücksicht auf diejenigen, die nicht möchten, dass in ihrer Nähe gekifft wird", sagte Benz.

Darf ich auf dem Wasen-Gelände kiffen?

Am Donnerstag zogen die Behörden und der Veranstalter dann nach und gaben eine Entscheidung bezüglich des gesamten Festgeländes bekannt. Frühlingsfest-Veranstalter in.Stuttgart, die Stadt Stuttgart und die Polizei einigten sich darauf, das Kiffen auf dem gesamten Wasen-Gelände zu verbieten.

"Das Frühlingsfest ist ein Fest für Kinder und Familien. Im Sinne des Kinder- und Jugendschutzes haben wir uns dazu entschlossen, das Cannabis-Verbot auch für den Platz gelten zu lassen", sagte Stefanie Hirrle von in.Stuttgart dem SWR. Da im Cannabis-Gesetz verankert ist, dass in der Nähe von Schulen und Kindergärten kein Cannabis konsumiert werden darf, handle man analog auch für den Festplatz.

Eine Entscheidung zum Wasen im Herbst steht noch nicht fest. Aber sowohl die Festwirte als auch die Stadt Stuttgart deuteten an, dass sie für Stuttgarts größtes Volksfest gerne ähnlich entscheiden würden.

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