Krypta im Münster in Konstanz (Foto: SWR)

Mehr als tausend Jahre Geschichte

Sagenhafter Ort: Die Krypta im Münster Konstanz

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Die Krypta des Konstanzer Münsters ist mit über tausend Jahren der älteste Teil der ehemaligen Bischofskirche. Für den früheren Münster-Mesner Konrad Schatz ist die Krypta ein sagenhafter Ort.

Als ehemaliger Mesner war das Konstanzer Münster der Arbeitsplatz von Konrad Schatz. Dort gibt es einen Ort der zwar frei zugänglich, aber auch ein Ort der Stille ist. Für den früheren Münster-Mesner ist die über tausend Jahre alte Krypta etwas ganz Besonderes. Der dreischiffige Raum mit Säulenkapitellen zählt zu den ältesten heiligen Orten der Region. Noch immer ist der 84-Jährige von dem Bauwerk und der Geschichte ergriffen, sobald er die Stufen zur Krypta hinuntersteigt. SWR-Reporterin Bettina Ditzen hat er erzählt, warum ihn der Ort immer aufs Neue berührt.

Wenn Konrad Schatz in der Krypta angekommen ist, lässt er gerne das Bauwerk mit dem schweren Gewölbe auf sich wirken. Er kann immer wieder aufs Neue darüber staunen, was die Menschen vor rund tausend Jahren mit einfachsten Mitteln zustande gebracht haben.

Krypta im Münster in Konstanz (Foto: SWR)
Die Goldplatten in der Krypta waren früher am Ostgiebel der Kirche als Seezeichen angebracht. Die größte Goldplatte in der Mitte der Münsterkrypta ist gleichzeitig auch die älteste der vier Goldtafeln. Bild in Detailansicht öffnen
Die Entstehung der größten Goldtafel wird auf Anfang oder Mitte des 11. Jahrhunderts datiert. Sie zeigt Jesus Christus, flankiert von zwei Engeln. Bild in Detailansicht öffnen
Links vom Hauptbild hängt die goldene Scheibe von Bischof Konrad, dem Münster- und Stadtpatron von Konstanz. Bild in Detailansicht öffnen
Auf der anderen Seite hängt das vergoldete Abbild des heiligen Pelagius. Er ist neben Konrad einer der Kirchenpatrone. Bild in Detailansicht öffnen
Die vierte Godtafel in der Krypta zeigt einen vergoldeten Adler, das Symbol für den Evangelisten Johannes. Auch Johannesadler genannt. Bild in Detailansicht öffnen
Einstmals waren die Goldplatten am Ostgibel der Kirche in Richtung Bodensee angebracht. Dort dienten sie zur Orientierung und als Seezeichen für die Schiffe. Heute sind an der Außenseite Duplikate der Original-Goldtafeln angebracht. Bild in Detailansicht öffnen
Am liebsten sitzt Konrad Schatz unter dem Sepulcrum, dem Grabmal, in der Krypta. Dort lässt er das mächtige Gewölbe und die jahrhundertealten Goldplatten in Ruhe auf sich wirken. Bild in Detailansicht öffnen

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