Der Goldschatz im Münzkabinett im Rheinischen Landesmuseum Trier (Foto: Rheinisches Landesmuseum Trier / Th. Zühmer)

Neue Sicherheitstechnik für antike Münzsammlung

Der Goldschatz in Trier strahlt wieder gut geschützt

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AUTOR/IN
Sandra Biegger
Solveig Naber

Drei Jahre lagerten die rund 2.500 römischen Münzen aus purem Gold im Keller des Landesmuseums in Trier. Jetzt ist der Goldschatz wieder zu bestaunen. Gut gesichert hinter Panzerglas.

Der rund 30 Quadratmeter große Raum ist in edlem schwarz gehalten. Es ist das neu gestaltete Münzkabinett im Rheinischen Landesmuseum Trier. In den Schaukästen an den Wänden werden kostbare Münzen aus der Antike präsentiert, manche scheinen in der Luft zu schweben.

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Das Augenmerk des Besuchers wird schnell in die Mitte des Raumes gelenkt. In einer Vitrine wurden mehr als 2.500 römische Münzen kunstvoll zu einem Häufchen drapiert: Der Trierer Goldschatz. Nach fast drei Jahren ist der größte antike Goldmünzenschatz der Welt wieder zu bestaunen. Endlich, sagt Museumsdirektor Marcus Reuter.

Münzen aus dem Goldschatz im Landesmuseum Trier (Foto: SWR)
Der Trierer Goldschatz ist der weltweit größte Goldmünzenschatz aus der römischen Kaiserzeit. Im Rheinischen Landesmuseum Trier sind 2.518 der antiken Goldstücke zu sehen. Bild in Detailansicht öffnen
Die Münzen stammen aus der Zeit zwischen 63 bis 196 n.Chr. Auf den Goldstücken sind insgesamt 29 römische Kaiser oder deren Verwandte abgebildet - von Kaiser Nero bis Mark Aurel. Rheinisches Landesmuseum Trier / Th. Zühmer Bild in Detailansicht öffnen
Ausgestellt wird der Goldmünzenschatz im neu gestalteten Münzkabinett des Landesmuseums Trier. Nach dem versuchten Raub im Oktober 2019 wurde das Münzkabinett komplett erneuert und sicherheitstechnisch aufgerüstet. So besteht zum Beispiel die Vitrine, in der der Goldschatz aufbewahrt wird, aus einem bestimmten Panzerglas, dass auch in Museen wie dem Louvre in Paris zum Einsatz kommt. Rheinisches Landesmuseum Trier / Th. Zühmer Bild in Detailansicht öffnen
In den Schaukästen an den Wänden des neuen Münzkabinetts werden noch andere antike Münzen präsentiert. Manche scheinen in der Luft zu schweben. Bild in Detailansicht öffnen
Der wissenschaftliche Wert der gesamten Münzsammlung im Landesmuseum Trier ist nach Meinung vieler Experten einzigartig. Bild in Detailansicht öffnen
Der Goldschatz war 1993 bei Bauarbeiten für ein Parkdeckin in der Trierer Innenstadt entdeckt worden. Experten vermuten, dass das antike Gold im Jahr 196 n. Chr. während eines Bürgerkrieges von einem Unbekannten in einem Keller vergraben wurde. Rheinisches Landesmuseum Trier / Th. Zühmer Bild in Detailansicht öffnen

"Der Goldschatz ist unser Aushängeschild. Wir haben das gemerkt in den Jahren, als er nicht ausgestellt wurde. Da wurde immer wieder nach ihm gefragt.“

Einbrecher versuchten Trierer Goldschatz zu stehlen

Im Oktober 2019 hatten Einbrecher versucht, den knapp 19 Kilogramm schweren Schatz des Museums zu stehlen. Sie schafften es aber nicht, den Kubus aus Panzerglas über den Goldmünzen zu öffnen. Der Alarm ging damals rechtzeitig los.

Auch weil die Polizei innerhalb von wenigen Minuten vor Ort war, konnten die Diebe die Geldstücke nicht stehlen. Die Täter flüchteten, einer wurde aber inzwischen festgenommen und zu drei Jahren Haft verurteilt.

Neues Sicherheitskonzept für Trierer Goldschatz

Die Verantwortlichen haben Lehren aus dem versuchten Diebstahl gezogen. Der kostbare Goldschatz ist mittlerweile viel besser geschützt. In der Zwischenzeit musste die Sammlung aber aus der Öffentlichkeit verschwinden. Drei Jahre lang lagerte der Goldschatz sicher verwahrt im Keller.

Panzerglas wie im Louvre sichert kostbare Sammlung

Mehr als eine Million Euro wurden in die Sicherheit des Museums investiert. Was und wo genau - das will der Museumsdirektor aber nicht verraten. Nur soviel: Das Panzerglas der Vitrine, in der sich der Goldschatz befindet, stammt von einer Firma, die weltweit große Museen wie den Louvre in Paris beliefert und ihre Schätze schützt.

Goldschatz für Trier-Besucher ein Muss

Ab dem 10. September 2022 ist das neu gestaltete Münzkabinett mit dem Goldschatz auch wieder für Besucher geöffnet. Und die Münzsammlung wird für viele leuchtende Augen sorgen, ist sich Museumsdirektor Reuter sicher, schließlich zählt der Goldschatz neben der Porta Nigra zu den größten Attraktionen Triers.

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