Demonstration für mehr Kitaplätze in Ludwigshafen

Kundgebung auf dem Berliner Platz

2.000 Kita-Plätze fehlen - Demo von Eltern in Ludwigshafen

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Felicitas Reichold

Viele Eltern in Ludwigshafen sind sauer: In der Stadt fehlen mehr als 2.000 Kitaplätze. Am Samstag haben deshalb etwa 140 Väter, Mütter und Kinder demonstriert.

Anna Asimov ist Krankenschwester auf der Intensivstation in der BG Unfallklinik in Ludwigshafen. Und sie hat zwei Kinder: Einen zweijährigen Sohn und eine einjährige Tochter. Das in Ludwigshafen miteinander zu vereinen, ist für viele Eltern ein Ding der Unmöglichkeit oder zumindest ein echter Kraft- und Organisationsaufwand. Auch für Anna Asimov.

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Zu wenig Kitaplätze in Ludwigshafen: Großeltern müssen einspringen

Seit Januar arbeitet sie wieder einen Tag in der Woche in der Spätschicht. Spätschicht deshalb, weil so zuerst die Großeltern und nach Feierabend dann ihr Mann die Kinder übernehmen können.

Ab März hat Asimov nun zwei heiß umkämpfte Plätze bei einer Tagesmutter ergattern können. Dafür sei sie "total dankbar", betont Asimov - auch wenn sie ihre Kinder nun jeden Tag mit dem Auto von der Gartenstadt nach Friesenheim bringen muss, was mit Stau gut mal 20 Minuten dauern kann.

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Eine absurde Situation, denn sie könnte von zuhause aus eigentlich vier Kitas fußläufig erreichen. Außerdem hat sie per Gesetz einen Rechtsanspruch auf Kitaplätze für ihre Kinder.

Aber: Alles deutlich besser als kein Betreuungsplatz. Ab März will Asimov ihre Arbeitszeit nun auf 60 Prozent erhöhen.

Kundgebung auf dem Berliner Platz: Eltern protestieren

Anna Asimov ist über Facebook mit anderen Müttern in Ludwigshafen vernetzt und sie alle haben das gleiche Problem. Deswegen haben sie ihr Anliegen nun mit der Kundgebung auch in die Öffentlichkeit getragen.

Ihr Ziel: "Wir wollen von den Verantwortlichen der Stadt, des Landes und des Bundes endlich einen Plan sehen, wie sich die Betreuungssituation in Ludwigshafen endlich - und vor allem auch kurzfristig - verbessern kann", erklärt Anna Asimov im Gespräch mit dem SWR. Ihre Mitstreiterinnen sehen das genauso.

"Es hängen ganz viele Existenzen an einem Kindergartenplatz. Es muss jetzt sofort eine Lösung her - nicht erst in fünf oder zehn Jahren."

Außerdem wünschen sich die Betroffenen mehr Transparenz von Seiten der Stadt. Wer sich in Ludwigshafen um einen Kitaplatz bewerbe, erhalte weder eine Absage noch eine Auskunft darüber, auf welchem Platz der Warteliste das Kind sich befinde. Dadurch hingen Eltern oft jahrelang völlig in der Luft.

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In Ludwigshafen fehlen mehr als 2.000 Kitaplätze

Für mehr Betreuungsplätze: Kundgebung in Ludwigshafen

Anna Asimov und ihre Mitstreiterinnen hatten bei der Stadt 500 Teilnehmende angemeldet. Sicherheitshalber, weil sie schlecht einschätzen könnten, wie viele Eltern sich am öffentlichen Protest beteiligen wollen. Nach Polizeiangaben waren am Samstag dann 140 Teilnehmer zur Kundgebung erschienen.

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