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Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat die aktuellen Corona-Maßnahmen verlängert. Nun gilt die 24. Corona-Verordnung bis zum 15. August.

Die aktuellen Maßnahmen sind in der inzwischen 24. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes festgehalten. Sie wurde Ende Juli ohne Änderungen verlängert und gilt nun bis zum 15. August. Ende Juni hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) die weiteren Lockerungen angekündigt.

Die Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz im Einzelnen

Allgemeines


Veranstaltungen und Feiern

Freizeit und Alltag

Bildung, Weiterbildung und Betreuung

Kontaktbeschränkungen

Private Zusammenkünfte, die in der eigenen Wohnung oder anderen eigenen geschlossenen Räumlichkeiten stattfinden, sollen auf höchstens 25 Personen aus verschiedenen Hausständen beschränkt werden, wobei Kinder der jeweiligen Hausstände bis einschließlich 14 Jahre sowie geimpfte und genesene Personen nicht mitgezählt werden.


Bei Begegnungen mit anderen Personen im öffentlichen Raum ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten, soweit in der Verordnung nichts Abweichendes bestimmt ist. Wer den Mindestabstand nicht einhält, dem droht ein Bußgeld von 50 Euro.

Private und öffentliche Arbeitgeber sind verpflichtet, die Abstands- und Hygieneregeln in ihren Betrieben sicherzustellen, etwa durch Hinweisschilder, ausreichende Mengen von Infektionsschutzmitteln und durch häufigeres Reinigen der Arbeitsräume und der sanitären Anlagen. Bei genehmigten Veranstaltungen und Versammlungen sind die Organisatoren verpflichtet, eine Kontaktnachverfolgung der Anwesenden sicherzustellen. Hierzu gehören Name, Anschrift und Telefonnummer sowie Datum und Zeit der Anwesenheit. Grundsätzlich entfällt bei Außenaktivitäten die Testpflicht bei möglichst digitaler Kontakterfassung.

Maskenpflicht

Seit dem 18. Juni besteht im Freien grundsätzlich keine Maskenpflicht mehr. Ausgenommen von der Lockerung sind Situationen, in denen es zu Gedränge kommt, etwa in Warteschlangen. Auch an Haltestellen und in der Außengastronomie auf dem Weg zum Tisch oder zur Toilette muss die Maske weiter getragen werden.

Weiterhin gilt die Maskenpflicht in Innenbereichen. Vielerorts gibt es eine verschärfte Maskenpflicht. Dort müssen medizinische Masken getragen werden. Damit gemeint sind sogenannte OP-Masken oder eine Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2.

In Rheinland-Pfalz gilt diese erweiterte Maskenpflicht unter anderem im Einzelhandel, der Gastronomie (nicht am Platz), Ämtern, Behörden, Verwaltungen, Drogeriemärkten, Tankstellen, Banken und Sparkassen, im ÖPNV, bei Gottesdiensten, bei Ärzten und körpernahen Dienstleistungen.

Seit 2. Juli kann beim praktischen Fahrunterricht die Maskenpflicht entfallen, wenn sowohl Lehrer oder Lehrerin als auch Schüler oder Schülerin damit einverstanden sind. Dann gilt die Testpflicht. Auch für Mitarbeitende in Geschäften, bei Frisören, in der Gastronomie und in Hotels entfällt die Maskenpflicht, wenn ein tagesaktueller Test vorliegt.

Ausnahmen von der Maskenpflicht gelten für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, für Menschen, die wegen einer Krankheit oder Behinderung keine Maske tragen dürfen, bei der Kommunikation mit Menschen, wenn diese sehbehindert oder hörgeschädigt sind, und für Beschäftigte in Einrichtungen mit anderweitigen Schutzmaßnahmen oder dort, wo kein Kundenkontakt besteht. Für Geimpfte und Genesene gibt es diesbezüglich keine Lockerungen.

Erleichterungen für vollständig Geimpfte

Vollständig geimpfte Menschen müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie unmittelbaren Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatten - zum Beispiel zu einem Familienmitglied. Das gilt auch, wenn sie aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland einreisen. Voraussetzung ist dabei, dass sie keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung haben und sie nicht aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland kommen. Außerdem müssen vollständig Geimpfte keinen negativen Coronatest mehr vorlegen, wenn sie ein Restaurant besuchen oder andere Dienstleistungen in Anspruch nehmen wollen.

Seit 2. Juli entfällt zudem für Kinder bis einschließlich 14 Jahre grundsätzlich die Testpflicht.

Vollständig Geimpfte müssen sich zudem häufig nicht an die Personenobergrenzen der Corona-Verordnung halten - etwa bei privaten Treffen oder Feiern - da sie bei der Bestimmung der Personenzahl nicht mitgezählt werden.

Öffentliche Veranstaltungen und Demonstrationen

Seit dem 2. Juli können bei Konzerten oder anderen Veranstaltungen im Innenbereich bis zu 350 Personen teilnehmen - im Außenbereich bis zu 500 Personen. Im Innenbereich gilt die 3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) oder eine Maskenpflicht. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Kommune unter 35, sind auch Großveranstaltungen wieder möglich. Der Veranstaltungsort kann dabei innen wie außen bis zur halben Kapazität genutzt werden. Finden Veranstaltungen im Freien ohne begrenzten Platz wie in einem Stadion - also etwa auf einem Festplatz oder in einem Park - statt, liegt die mögliche Zuschauerzahl grundsätzlich bei 5.000. In Abstimmungen mit Behörden sind auch noch größere Veranstaltungen zulässig. Großveranstaltungen können jedoch nur in Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von höchstens 35 stattfinden. Die Regelungen dieses Abschnittes gelten dann auch für Volksfeste.

Clubs, Diskotheken und Bordelle

Clubs und Diskotheken können mit Personenbegrenzung öffnen. Bis zu 350 Besucher und Besucherinnen können dort dann feiern. Voraussetzung sind etwa "gute Lüftungsanlagen", außerdem wird der Zutritt nur Geimpften, Genesenen und Getesteten gewährt.

Das Prostitutionsgewerbe ist in engen Grenzen wieder zulässig. Voraussetzung ist ein negativer Test für Kunden und Prostituierte. Es gilt die Pflicht zur Kontakterfassung. Der Mund- und Nasenschutz darf nur während sexueller Handlungen abgenommen werden.

Veranstaltungen im Sport

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports ist bei Vorlage eines Hygienekonzepts erlaubt. Dies gilt für die oberen Spielklassen in diversen Mannschaftssportarten, aber auch für Einzelathleten, die an Welt- oder Europameisterschaften teilnehmen oder sich für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio qualifiziert haben oder noch qualifizieren können.

An Sportevents im Innenbereich bis zu 350 Personen (Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Publikum) teilnehmen - im Außenbereich bis zu 500 Personen. Im Innenbereich gilt die 3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet) oder eine Maskenpflicht. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Kommune unter 35, sind auch Großveranstaltungen wieder möglich. Der Veranstaltungsort kann dabei innen wie außen bis zur halben Kapazität genutzt werden. Finden Veranstaltungen im Freien ohne begrenzten Platz wie in einem Stadion - also etwa auf einem Festplatz oder in einem Park - statt, liegt die mögliche Zuschauerzahl grundsätzlich bei 5.000. In Abstimmungen mit Behörden sind auch noch größere Veranstaltungen zulässig. Großveranstaltungen können jedoch nur in Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von höchstens 35 stattfinden.

Feiern

Private Veranstaltungen und Feiern mit einem zuvor eindeutig festgelegten Teilnehmerkreis sind auch in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen mit bis zu 100 gleichzeitig anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern zulässig, wobei geimpfte Personen und genesene Personen bei der Ermittlung der Personenanzahl außer Betracht bleiben. Es gilt die Pflicht zur Kontakterfassung und im Innenbereich die Testpflicht.

Gottesdienste

Gottesdienste von Religions- oder Glaubensgemeinschaften sind unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen - insbesondere des Abstandsgebots - zulässig. Gemeinsames Singen soll möglichst im Freien stattfinden.

Menschen aus einem Hausstand dürfen ohne Abstand zusammensitzen. Die Glaubens- und Religionsgemeinschaften sind verpflichtet, die Kontaktverfolgung über einen Zeitraum von vier Wochen sicherzustellen.

In geschlossenen Räumen müssen die Teilnehmenden eine medizinische Maske tragen, also entweder eine OP-Maske oder eine Maske der Standards KN95/N95 oder FFP2. Die Maskenpflicht entfällt seit dem 18. Juni am Platz, wenn es sich um einen festen Sitzplatz handelt und das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind auch Menschen, die an der Durchführung der Veranstaltung beteiligt sind, also zum Beispiel Geistliche, Vorbeter und Musiker.

Für Veranstaltungen, für die hohe Besucherzahlen erwartet werden, besteht eine Anmeldungspflicht. Werden mehrere Gottesdienste in Folge abgehalten, muss mindestens eine Stunde zwischen Ende und Beginn des jeweiligen Gottesdienstes liegen.

Kommunion-/Konfirmations- sowie Firmunterricht kann stattfinden.

Trauungen

An standesamtlichen Trauungen dürfen neben den Eheleuten, dem Standesbeamten und zwei Trauzeugen auch Menschen teilnehmen, die mit einem der Heiratswilligen im ersten oder zweiten Grad verwandt sind, sowie deren Partner. Des Weiteren sind noch Personen eines weiteren Hausstandes zugelassen. Darüber hinaus dürfen weitere Personen teilnehmen, wenn sichergestellt ist, dass die vorgeschriebene Personenbegrenzung eingehalten wird. Diese hängt von der Größe der zur Verfügung stehenden Fläche ab: Erlaubt ist eine Person pro 5 Quadratmeter Fläche im Trausaal. Für die möglichen zusätzlichen Gäste gilt die Testpflicht.

Außer für das Ehepaar besteht Maskenpflicht für alle Teilnehmenden. Diese entfällt bei fester Platzzuweisung unter Wahrung des Abstandsgebots.

Bestattungen

Teilnehmen dürfen die Ehegatten oder Lebenspartner der Verstorbenen, Verwandte ersten und zweiten Grades und deren Lebenspartner sowie Menschen aus einem weiteren Hausstand und amtliche Betreuer der Verstorbenen. Darüber hinaus dürfen weitere Personen teilnehmen, wenn sichergestellt ist, dass die vorgeschriebene Personenbegrenzung eingehalten wird. Diese hängt von der Größe der zur Verfügung stehenden Fläche ab: Erlaubt ist eine Person pro 5 Quadratmeter Raumfläche. Die Maskenpflicht entfällt bei fester Platzzuweisung unter Wahrung des Abstandsgebots.

Einkaufen

Geschäfte sind geöffnet. Es besteht keine Testpflicht mehr. Es muss aber weiterhin eine medizinische Maske getragen werden. Zudem gibt es eine Personenbegrenzung in den Geschäften: Eine Person pro 5 Quadratmeter Verkaufsfläche ist zulässig. Seit 2. Juli entfällt für Mitarbeitende die Maskenpflicht, wenn ein tagesaktueller Test vorliegt.


Gastronomie

Restaurants, Gaststätten und Cafés in Regionen mit einer stabilen Inzidenz unter 100 sind geöffnet. Im Freien und im Innenbereich (seit 2. Juli) gibt es keine Testpflicht mehr. Die Wirte sind verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste aufzunehmen. Es gilt die Maskenpflicht, die am Platz jedoch entfällt. Eine Bewirtung an der Theke ist weiterhin nicht möglich, dafür sind Buffets wieder erlaubt. Seit dem 2. Juli gilt für Servicemitarbeiter und -mitarbeiterinnen in Gastronomie und Hotellerie keine Maskenpflicht mehr, wenn ein tagesaktueller Test vorliegt.


Alkoholkonsum im Freien auf der Straße und auf Plätzen ist möglich, nicht aber im Öffentlichen Personen-Nahverkehr. Zudem dürfen Gastwirte zur Fußball-EM im Juni und Juli je nach Platzangebot Public Viewing anbieten - unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.

Offen sind Betriebskantinen und Mensen. Dabei gelten das Abstandsgebot, die Maskenpflicht, die jedoch am Platz entfällt, und die Kontaktnachverfolgung. Eine Testpflicht gibt es für Menschen, die nicht in dem Betrieb arbeiten.

Dienstleistungen

Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe sind unter Beachtung der allgemeinen Schutzmaßnahmen befugt, ihre Arbeit auszuüben. Es gelten Abstandsgebot und Maskenpflicht.

Zulässig ist die Erbringung körpernaher Dienstleistungen aus medizinischen und hygienischen Gründen. Dazu zählen Optiker, Hörakustiker, Friseure, Physiothearapie oder Fußpflege. Auch kosmetische Betriebe - wie Nagelstudios, Massagesalons oder Tattoostudios - sind geöffnet.

Die Maskenpflicht (medizinische Maske) entfällt beim Rehasport und beim Funktionstraining. Ansonsten muss eine Maske getragen werden. Ist das - wie zum Beispiel bei einer Kosmetikbehandlung - nicht möglich, gilt die Testpflicht. Für medizinische Behandlungen gilt das nicht. Seit dem 2. Juli entfällt die Maskenpflicht für Beschäftigte mit tagesaktuellem Test.

Freizeit- und Kultureinrichtungen

Schwimm- und Spaßbäder sind im Innen- und Außenbereich geöffnet, ebenso Thermen, Saunen und Badeseen. Für Innenbereiche gilt die Testpflicht. Die Auslastung darf nur die Hälfte der Maximalauslastung aus Vor-Coronazeiten betragen.

Freizeitparks, Kletterparks, Minigolfplätze und ähnliche Einrichtungen sind ebenfalls geöffnet. In Innenbereichen darf die Auslastung nur die Hälfte der Maximalauslastung aus Vor-Coronazeiten betragen. Unter Einhaltung des Abstandsgebots kann auf das Tragen einer Maske im Freien verzichtet werden. Für Freizeitparks gibt es eine Vorausbuchungspflicht.

Für Zoologische Gärten, Tierparks, botanische Gärten und ähnliche Einrichtungen gilt seit dem 02. Juli keine Vorausbuchungspflicht mehr. Unter Einhaltung des Abstandsgebots kann auf das Tragen einer Maske im Freien verzichtet werden.

Kulturelle Angebote im Innenbereich wie Theater, Opernhäuser, Kinos und Museen oder Zirkusse sind geöffnet. Seit dem 2. Juli sind 350 Personen (Teilnehmende und Besucher) erlaubt, es besteht eine Testpflicht und die Pflicht zur Kontakterfassung. Die Maskenpflicht entfällt am Platz. Im Außenbereich sind bis zu 500 Personen möglich. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 sind wieder Großveranstaltungen möglich. Der Veranstaltungsort kann dabei innen wie außen bis zur halben Kapazität genutzt werden. Finden Veranstaltungen im Freien ohne begrenzten Platz wie in einem Stadion - also etwa auf einem Festplatz oder in einem Park - statt, liegt die mögliche Zuschauerzahl grundsätzlich bei 5.000. In Abstimmungen mit Behörden sind auch noch größere Veranstaltungen zulässig.

Mit den neuen Lockerungen sind zur Fußball-EM im Juni und Juli auch Public-Viewing-Veranstaltungen möglich. Der Corona-Kommunikationsstab der Landesregierung teilte dem SWR mit, solche Veranstaltungen fielen unter den Bereich Kultur.

Freizeit- und Amateursport

Training und Wettkampf im Amateur- und Freizeitsport ist im Innenbereich und im Außenbereich unter mit 50 Personen möglich. Im Innenbereich muss außerhalb sportlicher Aktivitäten eine Maske getragen werden. Außerdem besteht eine Testpflicht für Jugendliche ab 14 Jahren. Die Nutzung von Gemeinschaftsräumen - wie Duschen - ist erlaubt. Für Sportarten bei denen die Personenzahl 50 nicht ausreicht, z.B. im American Football, sind laut Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) Ausnahmen möglich.

Für Zuschauer im Amateursport gelten dieselben Regeln wie für den Profisport (siehe Punkt: Veranstaltungen im Profisport).

Fitness- und Tanzstudios sind unter Vorlage eines der Corona-Verordnung entsprechenden Hygienekonzepts geöffnet.

Tourismus

Hotels sind geöffnet. Die Bewirtung der Gäste ist innen und außen möglich. Frühstücksangebote können wieder als Buffet stattfinden. Für Hotels, die über einen Wellnessbereich verfügen, gilt außerdem, dass sie ihre Saunen öffnen dürfen und Wellnesangebote wie Kosmetikanwendungen machen dürfen. Die Hallenbadnutzung ist unter Auflagen für die Hotelgäste möglich.

Auch Ferienwohnungen und -häuser sind geöffnet, genauso wie Jugendherbergen. Für junge Menschen sind wieder Jugendfreizeiten mit Übernachtungen möglich. Seit dem 18. Juni sind Campingplätze und deren Gemeinschaftseinrichtungen wieder für alle nutzbar.

In Innenbereichen von Beherbergungsbetrieben besteht grundsätzlich eine Maskenpflicht. Auch das Abstandsgebot soll eingehalten werden. Seit dem 2. Juli ist für Hotel- und Jugendherbergsgäste nur noch bei Anreise ein Test notwendig.

Diese Testpflicht gilt auch für Teilnehmer von Busreisen und Flusskreuzfahrten, die seit dem 18. Juni unter Auflagen wieder möglich sind. So gilt auch eine Maskenpflicht, die im Freien unter Wahrung des Abstandsgebots entfallen kann.

Auslandsreisen

Bei der Einreise aus ausländischen Risikogebieten nach Rheinland-Pfalz wird künftig wie in der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes nach drei verschiedenen Kategorien unterschieden: Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet und Virusvariantengebiet. Im Allgemeinen sind die Regelungen insbesondere für Rückkehrer aus Virusvariantengebieten strenger. Die Gebiete werden vom Robert Koch-Institut im Internet ausgewiesen.

Personen, die auf dem Land-, See- oder Luftweg aus dem Ausland in das Land Rheinland-Pfalz einreisen und sich in den letzten zehn Tagen für eine bestimmte Zeit vor Einreise in einem Risikogebiet befanden, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise in Quarantäne zu begeben - für einen Zeitraum von zehn Tagen bis 14 Tagen, je nach Virusvariantengebiet. Ausnahmen gelten unter anderem für Personen, die nur zur Durchreise in das Land Rheinland-Pfalz einreisen, Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren oder bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden und Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte.

Verkehrsmittel

Öffentliche Verkehrsmittel dürfen genutzt werden. Dazu gehören auch Seilbahnen und Sessellifte. Die Hygieneregeln, wie etwa das Tragen einer medizinischen Maske, müssen eingehalten werden. Allerdings müssen Schüler und Schülerinnen auch dann befördert werden, wenn sie keinen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Das Trinken von Alkohol ist verboten. Fahrkarten dürfen vom Fahrer nur verkauft werden, wenn eine Trennvorrichtung vorhanden ist. Reisebusfahrten und Schiffsreisen sind seit dem 18. Juni wieder erlaubt.

Schulen

Seit dem 14. Juni sind die Schülerinnen und Schüler wieder in voller Klassenstärke zurück im Präsenzunterricht. In der Grundschule gibt es in der Pause keine Maskenpflicht mehr. Sportunterricht im Freien ist wieder ohne Maske und Abstand möglich. Ab dem 21. Juni müssen Schüler und Lehrer während des Unterrichts und auf dem Schulhof keine Maske mehr tragen - vorausgesetzt, die Inzidenz liegt unter 35. Am 21. Juni startet auch wieder der Ganztagsunterricht und die Schulmensen öffnen.

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Für die Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz gibt es eine Testpflicht. Sie dürfen nur am Unterricht teilnehmen, wenn sie zweimal in der Woche getestet wurden. In den Schulen finden dafür Selbsttests statt. Es sind aber auch Tests von Schnelltestzentren und Arztpraxen zulässig. Das Ergebnis darf aber nicht älter als 24 Stunden sein. Schulen können beschließen, dass Tests zuhause durchgeführt werden dürfen.

Wenn Schüler nicht an den Tests teilnehmen und auch keinen negativen Nachweis vorlegen, müssen sie zuhause bleiben. Die Lehrer müssen sie dann mit Unterrichtsmaterialien, wie im Wechselunterricht, versorgen.

Präsenzveranstaltungen und Prüfungen an staatlichen Studien- und Lehrerseminaren sind unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln möglich. An Schulen für Gesundheitsfachberufe, wie etwa Pflegeberufe, sind ausschließlich digitale Angebote möglich.

Hochschulen und Universitäten dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln Präsenzveranstaltungen abhalten. Die Abstandsregel kann aber aufgehoben werden, wenn das Studienfach praktische Arbeiten vorsieht, die eine Einhaltung der Regel nicht möglich machen. Ab dem Schwellenwert von 165 ist auch an Hochschulen, in der Erwachsenenbildung und sonstigen Einrichtungen der Präsenzunterricht untersagt.

Kinderbetreuung

Die Kindertagesstätten im Land sind bislang im Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen geöffnet. Hintergrund ist, dass viele Eltern aus beruflichen und familiären Gründen keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Es wird aber an die Eltern appelliert, jüngere Kinder nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen. Das ändert sich am 21. Juni: Dann gehen die Kitas nämlich in den Regelbetrieb ohne Einschränkungen über.

Beim Bringen und Abholen der Kinder muss eine Maske getragen werden. In der Einrichtung selbst besteht derzeit für das Kita-Personal Maskenpflicht - Ausnahmen gibt es bei bestimmten Interaktionen mit den Kindern. Im Außenbereich muss das Personal keine Masken mehr tragen. Kinder müssen generell keine Maske tragen.

Bildungsangebote

In Präsenzform zulässig sind die Angebote von Fahrschulen und Bildungsträgern der Berufskraftfahrerqualifikation sowie des Gefahrguts. Ebenso Aus- und Weiterbildung der amtlich anerkannten Prüferinnen und Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr sowie der Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer sowie das Fahrsicherheitstraining. Es gelten das Abstandsgebot sowie die Maskenpflicht. Diese kann entfallen, wenn sowohl Lehrer oder Lehrerin als auch Schüler oder Schülerin damit einverstanden sind. Dann gilt die Testpflicht. Außerdem gilt während des praktischen Unterrichts der Mindestabstand nicht, sofern dieser nicht eingehalten werden kann. Es darf sich nur der für das jeweilige Angebot erforderliche Personenkreis im Fahrzeug aufhalten.

Bei einer Inzidenz unter 50 ist der außerschulische Musik- und Kunstunterricht im Freien und in Innenbereichen in Gruppen von bis zu 50 Menschen zulässig. Geimpfte und Genesene bleiben bei der Ermittlung der Personenzahl unberücksichtigt. Im Innenbereich gilt Maskenpflicht, wo das abhängig von der Tätigkeit möglich ist. Bei einem festen Sitzplatz entfällt sie. Eine Testpflicht besteht für den Innenbereich bei Tätigkeiten, die zu einem hohen Aerosolausstoß führen - also zum Beispiel Blasmusikunterricht. Sie gilt für alle ab einem Alter von 14 Jahren.

Proben in der Laienkultur, zum Beispiel für Theater-Gruppen, sind im Rahmen der Kontaktbeschränkungen nebst Leiter wieder möglich.Es dürfen sowohl Innen, als auch in Außenbereichen, bis zu 50 Personen nebst Leitung und Geimpften und Genesenen gemeinsam proben. Im Innenbereich entfällt die Maskenpflicht am festen Platz. Testpflicht besteht Innen für alle ab 14.

Krankenhäuser, Seniorenheime und Pflegeeinrichtungen

In Pflegeeinrichtungen kehrt ein Stück Normalität ein. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es einen Stufenplan für Erleichterungen abhängig von der Immunisierungsquote der Heimbewohner. Je höher die Quote, desto mehr wird wieder in den Pflegeheimen möglich sein. Die Änderungen wurden auf einer Pressekonferenz am 28. April verkündet. Sie sind am 3. Mai in Kraft getreten.

In Stufe 1 (unter 75 Prozent) können Bewohner untereinander wieder an Gemeinschaftsaktivitäten teilnehmen - zum Beispiel gemeinsames Basteln oder Kaffeetrinken. Zudem dürfen in diesem Fall pro Tag maximal zwei Besucher aus zwei Haushalten einen Bewohner besuchen.

In der Stufe 2 (zwischen 75 und 90 Prozent) werden auch Angehörige und nahestehende Personen in die Öffnungen einbezogen. Sie dürfen dann an Gemeinschaftsaktivitäten teilnehmen. In dieser Stufe ist das Besuchsrecht noch weiter gefasst: Es dürfen pro Tag vier Personen zu Besuch kommen.

In Stufe 3 (über 90 Prozent) können die Bewohner mit Besuchern an allen Aktivitäten teilnehmen. Die Bewohner müssen dann auch keine Maske tragen. Es gibt dann für die Besuchsrechte nur noch eine Einschränkung: Es dürfen sich nicht mehr als fünf Personen gleichzeitig im Zimmer eines Bewohners oder einer Bewohnerin aufhalten.

Als immunisiert gilt laut Gesundheitsministerium:

  • wer vor 14 Tagen die zweite Schutzimpfung bekommen hat
  • wer in den letzten sechs Monaten eine Corona-Infektion überwunden hat
  • wer eine Corona-Infektion überwunden und eine Schutzimpfung erhalten hat.

Besuche in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind grundsätzlich weiter verboten. Ausnahmen gibt es u.a. für die Eltern minderjähriger Kinder, für Ehegattinen oder Ehegatten, für Lebenspartner, Verlobte oder andere nahestehende Personen. Allerdings dürfen diese nicht mit dem Coronavirus infiziert sein, Atemwegserkrankungen haben oder aus einem Risikogebiet eingereist sein.

Ausnahmen gibt es auch bei der Begleitung Schwerkranker oder Sterbender sowie bei Geburten.

Die Besucher müssen einen aktuellen Corona-Test vorlegen, außerdem gelten die allgemeinen Hygienevorschriften sowie die Kontakterfassung.

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