Die Firmenzentrale der Technischen Werke Schussental (TWS) in Ravensburg

Trotz Energiekrise

Technische Werke Schussental mit Bilanz 2022 zufrieden

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Thorben Langwald
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Corinna Scheller
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Das vergangene Geschäftsjahr sei voller Herausforderungen für die Technischen Werke Schussental (TWS) gewesen. Dennoch zog der Energierversorger am Montag eine positive Bilanz.

Die Technischen Werke Schussental aus dem Kreis Ravensburg zeigen sich angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr zufrieden. Am Montag stellte der Energieversorger die Geschäftsbilanz für das Jahr 2022 vor. Demnach erzielten die TWS einen Überschuss von 5,9 Millionen Euro.

Bei der Pressekonferenz am Montag sprach die Geschäftsführung von bewegten Zeiten: Das vergangene Geschäftsjahr sei vom drohenden Gasmangel, stark schwankenden Energiepreisen, Entlastungspaketen der Bundesregierung und verunsicherten Kunden geprägt gewesen. Langsam beruhige sich die Situation am Energiemarkt wieder und man könne sich nun wieder verstärkt auf die weitere Umsetzung der regionalen Energiewende konzentrieren, so TWS-Geschäftsführer Andreas Thiel-Böhm.

Helmut Hertle, Geschäftsführer TWS Netz (links), und TWS-Geschäftsführer Andreas Thiel-Böhm.
TWS-Geschäftsführer Andreas Thiel-Böhm (rechts) und Helmut Hertle, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft TWS Netz.

TWS bildeten 2021 Sicherheitsrücklagen

Den Jahresüberschuss von 5,9 Millionen Euro bezieht das Unternehmen auch auf das schwache Ergebnis des Vorjahres von 0,8 Millionen Euro. Damals mussten aufgrund der Situation am Energiemarkt Sicherheitsrücklagen gebildet werden, die nun teils dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 zugute kamen.

"Betrachtet man beide Jahre zusammen, kommen wir auf ein durchschnittliches Ergebnis von knapp 3,4 Millionen Euro."

Aktuell seien die Großhandelspreise für Strom und Gas wieder zurückgegangen, lägen aber immer noch deutlich über dem Durchschnittspreis vor der Energiekrise, hieß es auf der Pressekonferenz.

Kritik an Energiepolitik

Mit Blick auf die Energiewende gab es am Montag von Seiten der TWS auch Kritik an der früheren Bundesregierung. Statt sich 2011 nach dem beschlossenen Atomausstieg auf den Bau von Hochspannungstrassen zu konzentrieren, habe man auf billiges Öl und Gas aus Russland gesetzt.

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