Coronavirus Liveblog für Baden-Württemberg (Foto: SWR, Getty Images)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Samstag, 3. Oktober 2020

STAND

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Veranstalter zu Teilnehmerzahl: "Wollten Stadt Konstanz nicht überfordern"

18:57 Uhr

Kritiker der Corona-Politik haben versucht eine Menschenkette um den ganzen Bodensee zu bilden. Weil sich zu wenige Personen daran beteiligten, klappte das nicht. Der Veranstalter war dennoch zufrieden:

355 bestätigte Neuinfektionen in Baden-Württemberg

18:31 Uhr

Das Landesgesundheitsamt hat am Nachmittag die neuen Corona-Zahlen für Baden-Württemberg veröffentlicht. Demnach wurden den Behörden weitere 355 bestätigte Corona-Infektionen gemeldet (Stand: 16:00 Uhr). Damit haben sich seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg insgesamt mindestens 50.755 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Als genesen gelten insgesamt 44.411 Menschen, 273 mehr als am Vortag. Somit sind im Land akut 4.456 Menschen infiziert. Die Zahl der Verstorbenen in Baden-Württemberg ist zum Vortag unverändert und liegt aktuell bei 1.888. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde mit 0,99 angegeben. Der Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Rund 10.000 Teilnehmer bei Menschenkette am Bodensee

18:01 Uhr

Tausende Menschen haben sich am Nachmittag entlang des nördlichen Bodenseeufers mithilfe von Tüchern oder Seilen zusammengeschlossen, um eine Menschenkette von Konstanz bis Vorarlberg (Österreich) zu bilden. Die zuständigen deutschen Polizeipräsidien schätzten die Zahl auf insgesamt rund 10.000 Teilnehmer, weit weniger als von den Veranstaltern erhofft. Wie viele auf Schweizer und österreichischer Seite mitgemacht haben, ist bislang nicht bekannt. Damit weist die Menschenkette große Lücken auf.

Plant Bundesregierung flächendeckende Tests in Heimen?

16:57 Uhr

Alten- und Pflegeheime sollen ab dem 15. Oktober flächendeckend Coronatests durchführen, um Bewohner, Personal und Besucher besser vor dem Virus zu schützen. Das geht aus einem Entwurf für eine bundesweite Teststrategie hervor, mit der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Test-Einsatz regeln will. Der Entwurf, der dem "Spiegel" vorliegt, sieht ähnliche Regelungen für Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Arzt- und Zahnarztpraxen, Dialyseeinrichtungen, Praxen humanmedizinischer Heilberufe sowie ambulante Pflegedienste vor. Werde in solchen Einrichtungen eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt, habe jeder, der in den vorangegangenen zehn Tagen dort anwesend gewesen sei, Anspruch auf einen Test. Ziel sei es, besonders gefährdete Personen besser zu schützen, heißt es in dem Entwurf.

Nachtragshaushalt: Landesrechnungshof kritisiert BW-Regierung

16:15 Uhr

Die Finanzkontrolleure des baden-württembergischen Rechnungshofs üben Kritik an der Landesregierung. Im Fokus stehen laut Medienberichten die Mehrausgaben wegen der Corona-Pandemie. "Die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen im Einzelnen mag dahingestellt bleiben. Fraglich ist allerdings, ob sie wirksam, effizient und prioritär im Sinne einer pandemiebedingten Folgenbekämpfung sind", sagte der Präsident des Landesrechnungshofs, Günther Benz, in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Finanzausschusses.

Weniger Teilnehmer bei Veranstaltungen am Bodensee als gedacht

14:18 Uhr

Zahlreiche Demonstrierende sind zur Stunde rund um den Bodensee versammelt, um gegen die Corona-Regeln der Bundes- und Landesregierung zu demonstrieren. Die Zahl der Teilnehmer sei jedoch deutlich geringer als ursprünglich gemeldet, so ein Polizeisprecher auf SWR-Anfrage. Eine genaue Zahl konnte er aber nicht nennen. Nicht alle Teilnehmer tragen, wie vorgeschrieben, einen Mund-Nasen-Schutz. Dass die ursprünglich den ganzen Bodensee umfassende Menschenkette tatsächlich geschlossen wird, ist derzeit nicht absehbar.

Die Polizei Konstanz sichert die Lage vor Ort ab.

Stimmung rund um Groß-Demos am Bodensee angespannt

12:03 Uhr

In Konstanz formieren sich Zehntausende Demonstrierende, die sich gegen die Corona-Regeln der Bundes- und der Landesregierung aussprechen. Organisiert werden die Proteste von der Vereinigung der "Querdenker." Gleichzeitig haben sich zur Stunde auch viele versammelt, die gegen die "Querdenker" protestieren und ihnen rechtsgerichtetes Gedankengut unterstellen. Bislang habe es keinerlei Zwischenfälle gegeben, so eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz am Mittag. Die Stimmung in der Stadt sei aber angespannt.

Konstanz: Auf einem Kinderwegen steht ein Schild mit der Aufschrift: «Safe Oma und Opa, Corona ist real».  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Neben Demonstrationen, die sich gegen die Corona-Politik der Bundesregierung richten, haben sich bereits seit dem Vormittag auch Gegendemonstranten in Konstanz eingefunden. picture alliance/Felix Kästle/dpa

Freiburger Uniklinik leitet bundesweites Corona-Netzwerk

11:47 Uhr

Die Universitätsklinik Freiburg soll ein bundesweites Netzwerk zur Erforschung der optimalen Prävention und Behandlung von Covid-19 leiten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat dafür insgesamt 4,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, davon gehen rund 1,6 Millionen nach Freiburg. Beteiligt sind 21 Universitäten und vier außeruniversitäre Partner. Bei dem Projekt geht es darum, wissenschaftliche Erkenntnisse zur Pandemiebewältigung zu überprüfen und für die Praxis zur Verfügung zu stellen. Ziel ist auch, für die Politik eine bessere Entscheidungsgrundlage zu schaffen.

Querdenker-Demonstrationen und Gegenproteste in Konstanz geplant

8:44 Uhr

In Konstanz werden an diesem Wochenende Tausende Menschen bei Protesten gegen die Corona-Regeln und Gegendemos erwartet. Unter anderem soll es eine Menschenkette rund um den Bodensee geben. Ziel sei es, Menschen zusammenzubringen, die sich in Corona-Zeiten entzweit hätten, so die Organisatoren. Für morgen ist eine Querdenken-Demonstration mit 4.500 Teilnehmern angemeldet. Die Stadt Konstanz hat für das Wochenende unter anderem Reichskriegsflaggen verboten. Sie waren auf anderen Demonstrationen gegen die Pandemie-Maßnahmen immer wieder zu sehen. Zeitgleich haben zahlreiche Demonstranten zu Gegenprotesten aufgerufen.

Studierende nehmen fast eine Milliarde Euro Schulden auf

7:26 Uhr

In den vergangenen fünf Monaten haben Zehntausende Studierende Kredite in Höhe von insgesamt fast einer Milliarde Euro bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages hervor. Demnach wurden von Mai bis September rund 30.800 Anträge auf einen KfW-Studienkredit in einer Gesamthöhe von 919,6 Millionen Euro gestellt. Das sind fast vier mal so viele Anträge wie im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Von Mai bis September 2019 wurden nach Angaben einer KfW-Sprecherin 8.500 Anträge auf einen KfW-Studienkredit gestellt mit einem Gesamtvolumen von 315 Millionen Euro.

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Tests von Gefängnis-Personal negativ

6:15 Uhr

Nach Angaben des Justizministeriums in Stuttgart haben sich bislang mehr als 700 Bedienstete von Justizvollzugsanstalten (JVA) im mobilen Labor auf das Coronavirus testen lassen - bei keinem wurde Covid-19 festgestellt. Der Sattelschlepper mit der Teststation hat bereits acht Gefängnisse angefahren. Sieben weitere werden bis Ende Oktober folgen. Insgesamt arbeiten in den 18 baden-württembergischen JVA rund 4.500 Menschen. Die freiwilligen Abstriche sollen verhindern, dass Bedienstete das Virus in die Anstalten hineintragen. Pro Tag sind mehrere Hundert Tests möglich. Für Häftlinge ist das Angebot nicht gedacht. Neue Gefangene werden nach Ministeriumsangaben zunächst isoliert untergebracht. Gefängnisse gehören zu den Einrichtungen, die durch einen Infektionsausbruch besonders empfindlich getroffen werden könnten.

Samstag, 3. Oktober 2020

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