Coronavirus Liveblog für Baden-Württemberg (Foto: SWR, Getty Images)

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Freitag, 2. Oktober 2020

STAND

Das war der Freitag in Baden-Württemberg

Nasenspray gegen Corona?

20:42 Uhr

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz haben nach eigenen Angaben ein Nasenspray entwickelt, mit dem Corona-Infektionen vermieden werden können. Tests hätten gezeigt, dass bestimmte Stoffe, die schon gegen Aids-Viren eingesetzt werden, auch Infektionen mit Coronaviren verhindern können. Vor allem bei Menschen, die zu wenige Blutplättchen haben und besonders gefährdet sind. Diese Stoffe seien ungiftig, synthetisch herstellbar und könnten in einem Nasenspray gut eingenommen werden. Jetzt würden Investoren für das Mittel gesucht.

Experten halten Prostitutionsverbot für gefährlich

19:50 Uhr

In Baden-Württemberg ist Prostitution derzeit aufgrund der Corona-Pandemie verboten. Deshalb schätzen Experten, dass Prostitution mehr und mehr im Verborgenen stattfindet. Und das wiederum erhöht die Gefahr für Gewalt.

Neue Risikogebiete: Schottland, England und Niederlande

19:24 Uhr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat ganz Schottland sowie Teile Englands und weite Teile der Niederlande zu Corona-Risikogebieten erklärt. In Österreich gelten das Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz nicht mehr als Risikogebiete. Hier wurde entgegen der allgemeinen Entwicklung in den vergangenen Tagen keine einzige neue Corona-Infektion gemeldet. Das RKI fasst in einer Liste alle aktuellen Risikogebiete zusammen.

Berufsleben gestaltet sich seit Pandemie-Beginn neu

18:53 Uhr

Statt morgens in der Rushhour zur Arbeit zu düsen, müssen viele Arbeitnehmer seit Beginn der Corona-Pandemie nur noch den morgendlichen Weg zu ihrem Laptop meistern. Zwei Beispiele aus Ulm zeigen, wie sich der Arbeitsalltag verändert hat.

Polizei meldet 658 Maskenverweigerer an Gesundheitsätmer

18:16 Uhr

Die Bundespolizei hat innerhalb von knapp drei Wochen bundesweit fast 49.000 Reisende ermahnt, die ohne Mund-Nase-Schutz in Bahnhöfen oder Zügen unterwegs waren. Wie das Bundespolizeipräsidium mitteilte, wurden zwischen dem 12. September und dem 1. Oktober 658 "Uneinsichtige" an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet. Die Betroffenen müssen nun mit Bußgeldern rechnen. Die Deutsche Bahn kann Maskenverweigerer auffordern, ihre Züge zu verlassen. Um ihr Hausrecht durchzusetzen, kann die Bundespolizei hinzugezogen werden.

Straßburg plant Weihnachtsmarkt trotz Corona

17:59 Uhr

Im französischen Straßburg, unmittelbar an der Grenze zu Baden-Württemberg, bereitet die Stadtverwaltung einen Weihnachtsmarkt unter Corona-Bedingungen vor. Besucher sollen an mehr als 300 Ständen alles finden, was traditionell zum Markt gehört. Essen und Trinken soll nur in sogenannten Konsumzonen gestattet sein. Außerhalb dieser Bereiche gilt die Maskenpflicht. Insgesamt sollen die Marktstände über eine größere Fläche als sonst verteilt werden. Angepasst wird auch das Sicherheitskonzept: Statt systematischer Kontrollen an den Zugängen, soll es mehr patrouillierende Sicherheitskräfte geben. Die endgültigen Entscheidungen sollen Mitte Oktober fallen.

303 weitere Corona-Infizierte in Baden-Württemberg

17:25 Uhr

Laut Landesgesundheitsamt wurden den Behörden am Freitag weitere 303 bestätigte Corona-Infektionen gemeldet (Stand: 16:00 Uhr). Damit haben sich in Baden-Württemberg seit Beginn der Pandemie insgesamt mindestens 50.400 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Als genesen gelten 44.138 Menschen, 279 mehr als am Vortag. Somit sind im Land akut 4.374 Menschen infiziert. Ein weiterer Mensch ist nach Angaben des Landesgesundheitsamts im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der verstorbenen Menschen in Baden-Württemberg steigt somit seit Beginn der Pandemie auf 1.888. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde mit 1,06 angegeben. Der Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Main-Tauber-Kreis: Internat unter Quarantäne

16:52 Uhr

Im Main-Tauber-Kreis gibt es fünf neue Corona-Fälle. Einer davon betrifft das bischöfliche Internat "Maria Hilf" in Bad Mergentheim. Das komplette Internat wurde daraufhin unter Quarantäne gestellt. Für 43 Schüler bedeutet das, dass sie am Wochenende nicht wie sonst nach Hause dürfen, sondern im Internat bleiben müssen. 47 weitere Kinder, die im Internat in Tagesbetreuung sind, kommen bei ihren Familien in Quarantäne. Betroffen sind auch 25 Mitarbeitende des Internats. Für alle wurde heute ein Corona-Test angeordnet.

SWR-Datenanalyse: Das bedeuten die aktuellen Infektionszahlen

16:33 Uhr

Die Corona-Infektionszahlen steigen deutschlandweit an - auch in Baden-Württemberg. Mehr als ein Viertel aller positiv getestet Corona-Infizierten zeigt keine Symptome. Viele Zahlen, viele Fragen: Die SWR-Datenanalyse ordnet die Zahlen ein.

Verstärkerbusse im Einsatz

15:02 Uhr

Der Landkreis Reutlingen setzt ab Montag zusätzliche Busse im Schülerverkehr ein. Damit nutzt der Kreis ein Angebot des Landes, welches bei zu hoher Auslastung der Busse 80 Prozent der Betriebskosten der Verstärkerbusse übernimmt. Man wolle so Corona-Neuinfektionen verhindern, wenn Schüler in den Bussen zusammenstehen, so der Reutlinger Landrat Thomas Reumann (parteilos).

Ravensburger Abstrichstelle ist wieder Fieberambulanz

14:34 Uhr

Am Elisabethen-Krankenhaus in Ravensburg ist die Corona-Abstrichstelle wieder in eine Fieberambulanz umgewandelt worden. Laut Kreisärzteschaft werden dort Patienten mit Erkältungssymptomen nach Anmeldung durch den Hausarzt untersucht, behandelt und auch krankgeschrieben. Seit Mitte August waren in der Abstrichstelle nur Reiserückkehrer und Kontaktpersonen von Covid-19-Patienten getestet worden.

Verantwortliche reagieren auf Todesfall in Lörracher Klinik

13:34 Uhr

Die Kreiskliniken Lörrach wollen nach einer Corona-Infektion von Patientin zu Patientin ihre Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor Covid-19-Infektionen im Krankenhaus erneut anpassen. Eine 79-Jährige war gestorben, nachdem sie sich bei ihrer Zimmernachbarin infiziert hatte. Die Zimmernachbarin entwickelte erst nach ihrer Entlassung Covid-19-Symptome.

Handwerksbetriebe von Krise weniger betroffen als erwartet

13:22 Uhr

Die Handwerksbetriebe in der Region Heilbronn-Franken sind von der Corona-Krise weniger gebeutelt als erwartet. Das ergab die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer. 42 Prozent glauben, dass die Umsätze in den kommenden Monaten weiter steigen. Knapp 13 Prozent der befragten Betriebe stockten in den letzten drei Monaten sogar die Zahl ihrer Beschäftigen auf. Fünf Prozent bauten dagegen Stellen ab. Die Auftragslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings verschlechtert. So hat mittlerweile jeder dritte Betrieb größere Kapazitäten frei. 2019 war das nur bei einem von 16 Betrieben der Fall.

Karlsruher Herbstfest startet mit Corona-Konzept

13:09 Uhr

Mit speziellem Corona-Hygienekonzept und beschränkter Besucherzahl startet am Nachmittag das Herbstfest auf dem Karlsruher Messplatz - als Ersatz für die abgesagte Karlsruher Herbstmess: 34 Schausteller sorgen mit Riesenrad, Fahrgeschäften und einer Budenstadt zehn Tage lang für Kirmes-Atmosphäre. Gäste müssen Einlassbons im Wert von zwei Euro kaufen, die sie dann gegen Süßes oder eine Karussellfahrt einlösen können.

Biberach reagiert auf steigende Infektionszahlen

13:04 Uhr

Sport- und Musikvereine im Kreis Biberach wollen bis Ende Oktober ihre Aktivitäten reduzieren, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus in der Region zu verhindern. In letzter Zeit waren die Infektionszahlen im Kreis stark angestiegen. Zum jetzigen Zeitpunkt habe es noch keine Übertragungen in den Vereinen gegeben, sagte Landrat Heiko Schmid (Freie Wähler). Es habe sehr gute und wertschätzende Gespräche mit den Verantwortlichen gegeben. Die Musikvereine wollen bis Ende Oktober auf Gesamtproben verzichten, Sportvereine wollen überprüfen, inwiefern Trainings- und Übungseinheiten in geschlossenen Räumen notwendig sind.

Ausbruch hat Folgen für Schulen und Abstrichstelle

12:20 Uhr

In Heilbronn sind nach Corona-Infektionen derzeit neun Schulklassen in Quarantäne. Die Situation rund um die Schulen führte unter anderem zu einem erhöhten Testbedarf in der Region. So verzeichnete beispielsweise die Abstrichstelle auf der Heilbronner Theresienwiese einen verstärkten Andrang und hat deshalb ihre Öffnungszeiten verlängert.

Schokoladenfestival "Chocolart" in abgeänderter Form

12:14 Uhr

Die Tübinger "Chocolart", das größte Schokoladenfest mit hunderttausenden Besuchern jährlich, fällt wegen der Pandemie in seiner klassischen Form aus. Stattdessen gibt es dieses Mal die Tübinger Chocozeit. Geplant ist, dass Anbieter aus Handel, Gastronomie, Hotellerie sowie Kunst und Kultur verschiedene Aktionen starten, die sich um das Thema Schokolade drehen. Die Chocozeit soll über den ganzen Advent andauern und ihren Höhepunkt in der Woche vor dem Nikolaustag haben.

Pflegefamilien gesucht

12:12 Uhr

Im Kreis Konstanz werden dringend Pflegefamilien für Kinder gesucht. Die Corona-Krise habe in vielen Familien Konflikte verschärft und die Situation für Kinder in Problemfamilien zugespitzt, so das Landratsamt. Deshalb werden Eltern für Vollzeit-, Bereitschafts- oder Teilzeitpflege gesucht.

Zahl der Ausbildungsverträge rückläufig

11:58 Uhr

Die Industrie- und Handelskammer Reutlingen (IHK) verzeichnet über 16 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge als im vergangenen Jahr. Laut IHK bleibt die Lage auf dem regionalen Ausbildungsmarkt angespannt. Aufgrund der Corona-Pandemie hätten sich viele Unternehmen entschlossen, nicht oder weniger als in den Vorjahren auszubilden.

Kein Neujahrsempfang in Offenburg

11:34 Uhr

In Offenburg (Ortenaukreis) findet wegen der Corona-Pandemie Anfang 2021 kein Neujahrsempfang statt. Eine Veranstaltung mit 800 Menschen in der Oberrheinhalle lasse sich nicht verwirklichen, so die Stadt. Der Neujahrsempfang soll stattdessen digital stattfinden.

Handel befürchtet Tausende Geschäftsschließungen

8:45 Uhr

Der baden-württembergische Handelsverband befürchtet in den kommenden zwei Jahren rund 6.000 Geschäftsschließungen und Insolvenzen. Betroffen sei vor allem der Textilhandel, sagte Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann den "Stuttgarter Nachrichten". Dort sei in den ersten sieben Monaten des Jahres etwa ein Drittel weniger Umsatz gemacht worden. Auch Juweliere und die Beauty-Branche seien gefährdet. Hagmann führt das darauf zurück, dass wegen der Pandemie viele Anlässe weggefallen sind, zu denen man sich neue Kleidung kaufen würde, beispielsweise Hochzeiten, Bälle oder Konfirmationen. Sie geht allerdings davon aus, dass es nicht zum Ende dieses Jahres viele Insolvenzen geben wird, das werde sich wohl verschieben auf 2021 oder 2022 und dann aber "geballt kommen". Mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft appellierte sie an die Kunden, in den Innenstädten einzukaufen und nicht im Internet.

Schulämter zufrieden mit Schulstart

7:50 Uhr

Die ersten drei Wochen seit den Sommerferien seien trotz einiger Infektionen insgesamt gut verlaufen, teilten die Schulämter Karlsruhe und Pforzheim auf SWR-Anfrage mit. Der Unterricht sei den Umständen entsprechend ruhig gestartet, so das Schulamt in Pforzheim. Dennoch sei die Situation sehr herausfordernd, weil fast täglich Infektionen oder Verdachtsfälle gemeldet würden. Dadurch müssten die Schulen neben dem Präsenzunterricht auch Fernunterricht für Klassen in Quarantäne stemmen. Auch das Schulamt in Karlsruhe spricht von einem "besonnenen und guten Vorgehen" der Schulen. Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe sind laut Regierungspräsidium derzeit neun Schulen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Allein an einer Gemeinschaftsschule in Karlsbad wurden drei Klassen, zwei Mischgruppen und 13 Lehrer nach Hause geschickt. In Pforzheim und im Enzkreis sind demnach auch mehrere Schulen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen.

Immer mehr Schüler müssen wegen Corona zu Hause bleiben

6:15 Uhr

Drei Wochen nach dem Start des neuen Schuljahres müssen immer mehr Schüler wegen Corona-Infektionen und Verdachtsfällen zu Hause bleiben. Derzeit sind 304 Schulklassen in Baden-Württemberg wegen Infektionen oder Verdachtsfällen aus dem Präsenzunterricht genommen worden, wie das Kultusministerium unter Berufung auf die Rückmeldung aus den Regierungspräsidien auf Anfrage angab (Stand: 1. Oktober). Die Schüler dieser Klassen werden nun nur noch per Fernunterricht unterrichtet. Vor einer Woche waren es noch 172 Klassen. Zwei Schulen - eine in Ulm und eine in Mannheim - seien vollständig geschlossen. Betroffen seien insgesamt 194 Schulen im Land, heißt es aus dem Ministerium. Bei insgesamt 4.500 Schulen bedeutet das aber, dass derzeit nicht einmal jede zwanzigste Schule betroffen ist.

Freitag, 2. Oktober 2020

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