Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus

Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Montag, 21. September 2020

Stand

Das war der Montag in Baden-Württemberg:

Landesregierung einigt sich auf Investitionsprogramm

20:19 Uhr

Die Koalitionsspitzen der baden-württembergischen Landesregierung wollen mit 1,2 Milliarden Euro das Land aus der Corona-bedingten Krise führen. Die Summe ist Teil des Nachtragshaushalts. Auf Einzelheiten des Zukunftsprogramms haben sich die Fraktionen der Grünen und CDU am Montagabend geeinigt, das sie auf ihren jeweiligen Klausurtagungen beschlossen haben. 300 Millionen Euro sollen demnach in das Standortsicherungs- und Förderprogramm "BW Invest" fließen und in den Kooperationsverbund Hochschulmedizin. Ebenso schwebt den Grünen ein Innovationscampus wie die Cyber-Valleys in Heidelberg und Mannheim vor. Weitere Schwerpunktthemen sind Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Klimaschutz.

Was Fieberambulanzen und Corona-Schnelltests wirklich bringen

19:29 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigt für den Herbst eine neue Corona-Strategie an. Hierbei sollen Fieberzentren und Schnelltests eine wichtige Rolle spielen. Ist das sinnvoll?

Weitere 246 Fälle in BW gemeldet

18:41 Uhr

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus erneut angestiegen. Bis zum Nachmittag wurden den Behörden weitere 246 bestätigte Fälle gemeldet (Stand: 16 Uhr). Damit haben sich im Land seit Beginn der Pandemie insgesamt mindestens 47.345 Menschen nachweislich infiziert. Davon gelten 41.431 Menschen als genesen, 146 mehr als am Vortag. Ein weiterer Todesfall kam laut Landesgesundheitsamt nicht dazu. Die Zahl der an und mit SARS-CoV-2 gestorbenen Menschen in Baden-Württemberg verblieb daher bei 1.871. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde mit 1,14 angegeben und sank im Vergleich zum Vortag leicht. Der Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Aktuelle Daten zum Coronavirus Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Intensivkapazitäten: Was ist relevant?

Die vier wesentlichen RKI-Kriterien zur Einschätzung der Epidemie erklären wir hier.

17 Flüchtlinge in Unterkunft in Neulußheim infiziert

17:55 Uhr

In einer Flüchtlingsunterkunft in Neulußheim haben sich 17 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit. Am vergangenen Mittwoch war bekannt geworden, dass ein Bewohner positiv getestet worden war. Daraufhin hatte das Gesundheitsamt am Freitag freiwillige Tests angeboten. Von den 19 Getesteten seien 16 mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb sollen jetzt am Dienstag alle Bewohner auf das Virus getestet werden. Momentan sind 38 Menschen in der Flüchtlingsunterkunft gemeldet.

Baden-Württemberg will Corona-Forschung unterstützen

17:45 Uhr

Das Land will zwei Millionen Euro für die Forschung zu Corona-Antikörper-Tests und zu speziellen Mund-Nasen-Schutzmasken geben. Das geht aus der Vorlage von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) für die Kabinettssitzung am Dienstag hervor. Das Ministerium hat aus landesweit 120 Vorschlägen drei Projekte für die Förderung ausgewählt. Geld soll an ein Konsortium um das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut in Reutlingen gehen, das Antikörper-Tests entwickelt. An dem zweiten geförderten Projekt in dem Bereich ist das Uniklinikum Freiburg beteiligt. Außerdem wird ein Projekt mehrerer Unternehmen zur Entwicklung spezieller Atemmasken unterstützt, an dem das Deutsche Institut für Textil- und Faserforschung in Denkendorf (Kreis Esslingen) mitarbeitet.

Kultusminister beraten über Lage der Schulen

17:15 Uhr

Am Abend findet der "Schulgipfel" in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Kultusministern der Länder statt. Gemeinsam wollen Bund und Länder unter anderem über die Lage der Schulen in Pandemiezeiten und über die Digitalisierung im Bildungsbereich beraten.

Nach Infektionen auf privater Feier: Keine verschärften Regeln im Kreis Reutlingen

16:51 Uhr

Die Corona-Infektionen auf einer privaten Feier in Dettingen/Erms (Kreis Reutlingen) bleiben zunächst ohne Folgen für die allgemeinen Corona-Vorschriften. Das sagte der Leiter des Reutlinger Gesundheitsamtes dem SWR. Rund 450 Kontaktpersonen der mittlerweile 19 Infizierten sind nun für zwei Wochen in Quarantäne. Weitere Schritte seien aber erst nötig, wenn die 7-Tage-Inzidenz weiter ansteige, so Gottfried Roller vom Kreisgesundheitsamt. Die Inzidenz zeigt an, wie viele von 100.000 Menschen sich innerhalb einer Woche mit Corona angesteckt haben. Für den Kreis Reutlingen liege die Zahl derzeit bei 28,2. Erst ab 35 gelte eine Vorwarnstufe und erst ab 50 kämen weitere allgemeine Beschränkungen in Frage, so das Gesundheitsamt.

Zahl der Schulklassen in Quarantäne steigt

16:30 Uhr

Die von Quarantäne-Maßnahmen betroffenen Schüler und Klassen an Schulen in Baden-Württemberg werden mehr. Stand Freitag seien 49 Klassen aus 38 Schulstandorten betroffen gewesen, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) dem SWR. Noch am Donnerstag waren es lediglich 17 Klassen. Seit dem Wochenende sind darüber hinaus weitere Infektionsfälle bekannt geworden, die für hunderte weitere Schüler bedeuten, in Quarantäne zu müssen, darunter Fälle in Lörrach, Friedrichshafen (Bodenseekreis), im Kreis Reutlingen oder Ehingen (Alb-Donau-Kreis).

Deutlich weniger Hochzeiten wegen Pandemie

15:39 Uhr

Die Corona-Pandemie hat in Baden-Württemberg viele Heiratspläne vorerst platzen lassen. In den ersten sechs Monaten des Jahres sind nur 18.467 Ehen geschlossen worden. Das sind 3.771 weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte.  Bundesweit wurden von Januar bis Juni 139.900 Ehen geschlossen, 29.200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bund und Länder hatten Mitte März strenge Auflagen verhängt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Viele Standesämter waren vorübergehend geschlossen, andere schränkten ihre Dienste ein.

Weihnachtsmarkt in Radolfzell abgesagt

14:41 Uhr

Immer mehr Kommunen sagen wegen der Corona-Pandemie ihren diesjährigen Weihnachtsmarkt ab. Auch die Aktionsgemeinschaft in Radolfzell setzt ihren viertägigen Christkindlemarkt Anfang Dezember ab, wie eine Sprecherin dem SWR bestätigte. Ende vergangener Woche hatten die Städte Biberach und Ochsenhausen (Kreis Biberach) angekündigt, dass ihre Weihnachtsmärkte ausfallen sollen.

Fieberambulanzen: BW laut Kassenärzten "Muster-Ländle"

12:14 Uhr

Die baden-württembergischen Kassenärzte unterstützen den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Zahl der sogenannten Fieberambulanzen zu erhöhen. Die gebe es in Baden-Württemberg schon längst flächendeckend, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung des Landes, Norbert Metke, im SWR. "Wir sind mal wieder das Muster-Ländle." Darüber hinaus haben sich laut Metke knapp 900 Arztpraxen bereit erklärt, sogenannte Corona-Schwerpunktpraxen zu sein. "Das heißt, wenn wir eine zweite Welle bekommen sollten, werden diese Praxen zum Beispiel halbtags die normale Patientenversorgung einstellen und zur Entlastung aller anderen Praxen an diesem halben Tag nur noch Fieber- und Infektpatienten behandeln." Schon während der ersten Welle habe es 200 solcher Schwerpunktpraxen gegeben.

Pforzheimer Firma stellt FFP2-Masken her

11:31 Uhr

Deutschland will bei der Produktion von Corona-Schutzmasken von Importen unabhängig werden. In Pforzheim hat die Herstellung von hochwertigen Masken begonnen. Produziert werden die Masken von der Firma Admedes, die auf Medizintechnik spezialisiert ist. Den Zuschlag zur Masken-Herstellung hat Admedes vom Bundesgesundheitsministerium bekommen. 

33 Arbeiter der S21-Baustelle infiziert

10:24 Uhr

In Stuttgart haben sich Arbeiter der Großbaustelle von Stuttgart 21 (S21) mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich um 33 Menschen. Sie wurden noch am Wochenende in Schutzunterkünfte gebracht. Sollten sie keine Symptome zeigen, bleiben sie dort voraussichtlich 10 bis 14 Tage. Das Gesundheitsamt kümmere sich um die Betreuung, so die Stadtverwaltung weiter. Bereits im April gab es einen Corona-Ausbruch unter S21-Arbeitern. Damals waren rund 90 Personen in Quarantäne.

Spahn will flächendeckende "Fieberambulanzen"

7:55 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Deutschland mit sogenannten Fieberambulanzen auf einen möglichen weiteren Anstieg der Corona- Infektionszahlen vorbereiten. Das hat er der "Rheinischen Post" gesagt. Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche zentralen Anlaufstellen im Herbst flächendeckend anbieten - für Patienten mit Corona- oder Grippe-Symptomen.

Schulgipfel zur Digitalisierung im Kanzleramt

7:52 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft sich heute in Berlin mit den Kultusministern der Länder zu einem Schulgipfel. Das Ziel ist, die Digitalisierung schnell voranzutreiben. Es soll unter anderem darum gehen, wie Schulen schnell ans Internet angeschlossen werden können, Lehrer geeignete Dienstcomputer bekommen und welche digitale Lernsoftware geeignet ist. Besprochen werden sollen aber auch Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen in Schulen und Kitas. Stefanie Hubig (SPD), die aktuelle Präsidentin der Kultusministerkonferenz, betonte im Voraus die gemeinsame Verantwortung. Man arbeite derzeit mit Hochdruck daran, noch offene Fragen in den geplanten Zusatzvereinbarungen zum Digitalpakt schnellstmöglich zu klären.

SV Waldhof gegen Victoria Köln vor Fans

7:16 Uhr

Der SV Waldhof Mannheim darf im ersten Heimspiel der Dritten Liga am Abend gegen Viktoria Köln auf die Unterstützung seiner Fans zählen. Nach Rücksprache mit den Behörden ist nach Vereinsangaben ein Kontingent von gut 3.543 Tickets zugelassen worden. Das ist möglich, weil es auch die aktuellen Corona-Infektionszahlen in Mannheim zulassen. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz hatte gestern den Wert von 35 pro 100.000 Einwohnern nicht überschritten. Waldhof Trainer Patrick Glöckner sagte dem SWR, dass er und die Mannschaft sich extrem über die Unterstützung der Fans freuten.

Unis haben Erstsemester besonders im Blick

7:09 Uhr

Mehr als die Hälfte der Vorlesungen und Seminare an den baden-württembergischen Universitäten wird im Wintersemester coronabedingt digital stattfinden. Doch Anfänger sollen live an den Studienbetrieb herangeführt werden. "Für die Erstsemester sind Informationsveranstaltungen geplant, die soweit möglich gleichzeitig digital und in Präsenz stattfinden sollen", heißt es bei der Landesrektorenkonferenz (LRK) der Universitäten. "Es ist ein großer Schritt von der Schule zum Studium, der begleitet werden muss", sagte eine Sprecherin. "Den jungen Menschen sind Abläufe fremd, sie kennen ihre Kommilitonen nicht und haben noch kein soziales Umfeld." Studierendenvertretungen würden digitale Campusführungen und virtuelle soziale Events für die Erstsemester-Studierenden organisieren.

Lörrach: Mehr als 100 Schüler und Lehrer in Quarantäne

6:56 Uhr

Wegen zwei Corona-Fällen am Lörracher Hans-Thoma-Gymnasium müssen rund 100 Mitschüler und ein Dutzend Lehrer zu Hause bleiben. Bei den beiden Schülern, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, handelt es sich um Geschwister. Für die rund 100 Schüler und ein Dutzend Lehrer, die Kontakt zu den beiden Infizierten hatten, bedeutet das: Unterricht digital und zwei Wochen Quarantäne. Die betroffenen Lehrer machen zehn Prozent des Lehrerkollegiums am Lörracher Hans-Thoma-Gymnasium aus. Sie sollen während ihrer Quarantäne von zu Hause unterrichten. Bereits zu Beginn der Pandemie war das Gymnasium komplett geschlossen worden, weil sich eine Sekretärin mit Corona infiziert hatte.

Montag, 21. September 2020

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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