Montage eines schematischen Bildes von Viren der Familie Corona mit der Grafik von SWR Akktuell Live-Blog zum Coronavirus

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 27. August 2020

Stand

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

283 Neuinfektionen und ein weiterer Verstorbener

19:31 Uhr

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 41.247 gestiegen. Das sind 283 mehr als gestern, wie aus den Zahlen des Landesgesundheitsamtes hervorgeht. Etwa 36.381 Menschen gelten als genesen. Eine Person aus dem Alb-Donau-Kreis ist im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Todesfälle wegen Corona liegt bei 1.864. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert liegt bei 1,04. Er gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Corona-Strategie angepasst: Was sich jetzt ändert

19:00 Uhr

Höheres Bußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht und fünf zusätzliche Betreuungstage für Eltern. Die Ministerpräsidenten der Länder haben in einer Videokonferenz mit Kanzlerin Merkel (CDU) über eine Neuausrichtung der Corona-Strategie beraten. Anschließend äußerte sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in einem Statement. "Wir stehen an einer Wegscheide: Jetzt entscheidet sich, wie es weitergeht", sagte er. Es sei das Ziel, die Infektionszahlen wieder zu senken. Nur so könne man sicherstellen, dass beispielsweise die Schulen geöffnet bleiben können.

Corona-Maßnahmen: Das bedeuten die Änderungen für BW

18:57 Uhr

Die Ministerpräsidenten der Länder haben in einer Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Neuausrichtung der Corona-Strategie beraten. Markus Pfalzgraf aus der SWR-Redaktion Landespolitik ordnet die Änderungen für Baden-Württemberg ein.

Merkel zeigt Verständnis für Berliner Demonstrationsverbot

18:29 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Verständnis für das Berliner Verbot einer geplanten Demonstration von Gegnern der Corona-Politik geäußert. "Dass Berlin natürlich auch sehr viel Wert darauf legt, dass auch Demonstrationen Hygienevorschriften unterliegen, ist klar. Also: Respekt dafür", sagte die CDU-Politikerin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Berliner Polizei hatte eine für Samstag in der Hauptstadt geplante Demonstration untersagt. Bei dem zu erwartenden Teilnehmerkreis sei mit Verstößen gegen die geltende Infektionsschutzverordnung zu rechnen, hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) erklärt, der aber auch angab, "Corona-Leugnern, Reichsbürgern und Rechtsextremisten" keine Bühne bieten zu wollen. Die Veranstalter-Initiative "Querdenken 711" aus Stuttgart hat Widerspruch beim Berliner Verwaltungsgericht eingelegt. Zur größten von mehreren Kundgebungen hatte sie für Samstag 22.000 Teilnehmer nahe dem Brandenburger Tor angemeldet.

Private Feiern: keine bundesweite Einigung

17:06 Uhr

Bezüglich der umstrittenen Begrenzung der Teilnehmerzahl bei Feierlichkeiten im Familien- und Freundeskreis haben sich Bund und Länder nicht auf eine bundesweit geltende Obergrenze für Teilnehmerzahlen einigen können. Die Bürger werden gebeten, in jedem Einzelfall kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feierlichkeiten nötig und vertretbar seien.

Weitere Teststation für Reiserückkehrer aus Risikogebieten geht in Betrieb

16:55 Uhr

Reiserückkehrer aus Risikogebieten können sich ab morgen auch an der A8 (Rastplatz Kemmental-Ost) kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Die Station ist an den darauffolgenden Tagen dann täglich von 6:30 bis 22 Uhr geöffnet. Die Infrastruktur wurde durch das Technische Hilfswerk zur Verfügung gestellt. Es ist die zweite Teststation an einer Autobahn in Baden-Württemberg. Daneben sind Tests für Reisende bereits am Stuttgarter Hauptbahnhof, am Parkplatz Neuenburg-Ost (an der A5) sowie an den Flughäfen Stuttgart, Baden-Baden/Karlsruhe und Friedrichshafen möglich.

SPD-Fraktion fordert strengere Kontrollen der Corona-Maßnahmen

16:44 Uhr

Angesichts weiter steigender Corona-Infektionszahlen fordert die SPD-Fraktion strikte Strafen für Verstöße und scharfe Kontrollen. Autofahrer würden regelmäßig durch Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen von sogenannten Blitz-Marathons daran erinnert, das Tempolimit einzuhalten, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, Rainer Hinderer, am Donnerstag in Stuttgart. "Vergleichbar zum Blitz-Marathon schlage ich jetzt einen gemeinsamen 'Corona-Regeln-Marathon' von Ordnungsämtern und Polizei in Baden-Württemberg vor."  Der Staat müsse zeigen, dass er die überdeutliche Mehrheit derjenigen, die die Regeln beachtet, schützen könne vor der Minderheit, die entweder die Regeln nachlässig einhalte oder sogar offen zum Rechtsbruch aufrufe.

Im Livestream: Kretschmann äußert sich zu Beschlüssen

16:28 Uhr

Die Ministerpräsidenten der Länder haben in einer Videokonferenz mit Kanzlerin Merkel (CDU) über eine Neuausrichtung der Corona-Strategie beraten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) möchte gegen 17 Uhr live dazu Stellung nehmen. Wir bieten Ihnen das Statement im Livestream an.

Großveranstaltungen bis Ende des Jahres verboten

16:20 Uhr

Bund und Länder sind sich einig, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden sollen. Zum einheitlichen Umgang mit Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen wird eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien eingesetzt, die bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen soll. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die Beratungsrunde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten.

Kostenlose Tests für Rückkehrer sollen teilweise abgeschafft werden

16:18 Uhr

Bund und Länder einigten sich darauf, dass kostenlose Tests für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten ab dem 15. September abgeschafft werden sollen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Teilnehmerkreise der Spitzenrunde im Kanzleramt. Bayern will allerdings an den kostenlosen Testangeboten etwa auf den Autobahnen festhalten.

Plasma-Therapie für Covid-19-Patienten zugelassen

16:14 Uhr

Die Uniklinik Freiburg darf jetzt eine Therapie mit Blutplasma von Covid-19-Erkrankten anwenden. Damit sollen Corona-Kranke behandelt werden, weil es Antikörper gegen das Virus enthält. Das Plasma hatten Genesene gespendet. Die Uniklinik ruft Covid-19-Genesene weiterhin auf, Plasma zu spenden, damit die Therapie kontinuierlich angeboten werden kann.

Umfrage: Mehrheit mit Maßnahmen einverstanden

15:51 Uhr

In einer Umfrage der Hochschule Heilbronn haben über 80 Prozent der Befragten erklärt, sie seien mit den Corona-Maßnahmen einverstanden. 60 Prozent gaben darüber hinaus an, ihre eigene Situation in dieser Zeit sei zufriedenstellend. Befragt wurden rund 1.000 Personen. Obwohl es so etwas wie die Corona-Pandemie noch nie gegeben habe, habe sich bei einem Großteil der Menschen nicht viel geändert, so Joachim Allhoff, der Leiter der Studie. Deshalb kämen auch viele sehr gut mit der Situation klar.

Eltern bekommen fünf Tage Kinderkrankengeld mehr

15:23 Uhr

Gesetzlich Versicherten mit Anspruch auf Kinderkrankengeld sollen in diesem Jahr wegen Corona fünf zusätzliche Tage zur Betreuung eines kranken Kindes gewährt werden. Darauf haben sich Bund und Länder verständigt. Alleinerziehende sollen zehn zusätzliche Tage bekommen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag. Der Bund solle das entsprechend gesetzlich regeln.

Rund 1.000 neue Anmeldungen seit Verbot von Querdenken-Demo

14:59 Uhr

Als Reaktion auf das Verbot der für Samstag in Berlin geplanten Demonstration gegen die Corona-Politik sind bei der Hauptstadtpolizei rund 1.000 neue Demonstrationen angemeldet worden. Die Beamten erwarten, dass die Zahl weiter steigen wird, da entsprechende Aufrufe im Internet kursieren, wie eine Sprecherin am Donnerstagmittag sagte. Unklar ist, ob die Versammlungen wirklich stattfinden werden. Per se verboten werden könnten sie nicht, erläuterte die Polizeisprecherin. Eine Demonstration lässt sich einfach und schnell über ein Formular auf der Internetseite der Polizei anmelden. Zunächst hatten das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) und "T-Online" darüber berichtet. Zur größten Kundgebung am Wochenende hatte die Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart für Samstagnachmittag 22.000 Teilnehmer auf der Straße des 17. Juni nahe dem Brandenburger Tor angemeldet. Am Mittwoch verbot dann die Polizei mehrere Demonstrationen und Kundgebungen von verschiedenen Querdenken-Initiativen. Zur Begründung hieß es von Innensenator Andreas Geisel (SPD), die letzte ähnliche Demonstration am 1. August habe gezeigt, dass Demonstranten "sich bewusst über bestehende Hygieneregeln und entsprechende Auflagen" hinweggesetzt hätten.

Künftig Ende von Quarantäne durch Test am 5. Tag möglich

14:51 Uhr

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen demnächst eine Corona-Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach ihrer Rückkehr beenden können. Diese Regelung soll möglichst ab dem 1. Oktober 2020 gelten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag erfuhr. Zudem soll geprüft werden, ob Reiserückkehrer aus Risikogebieten ihren Test selbst zahlen sollen.

Innenminister für Teilzulassung von Fußball-Fans in Stadien

14:31 Uhr

BW-Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat sich für die Rückkehr einer begrenzten Anzahl von Zuschauern in Fußballstadien ausgesprochen - mit personalisierten Tickets. "Wir müssen uns auf ein Leben mit dem Virus einstellen - und Fußball gehört zum Leben", sagte Strobl am Donnerstag. Natürlich könne man ein Fußballstadion in der Corona-Zeit nicht voll besetzen. "Aber wenn normalerweise 50.000 reinpassen, können zum Beispiel 5.000 an der frischen Luft einen sehr guten Abstand halten", so Strobl.

Teststellen auf einen Blick zusammengefasst

13:53 Uhr

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hat gemeinsam mit der Koordinierungsstelle Telemedizin BW alle Teststellen im Land zusammengefasst. Dort sind auch Hinweise aufgeführt, unter welchen Voraussetzungen man sich wo testen lassen kann.

Einigung: Keine kostenlosen Tests aus Nicht-Risikogebieten

13:43 Uhr

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien mit dem 15. September zu beenden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Außerdem sollen sich Bund und Länder darauf verständigt haben, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von mindestens 50 Euro zu erheben.

Deutsche müssen in Frankreich vorerst nicht in Quarantäne

13:31 Uhr

Deutsche Staatsbürger müssen bei einer Einreise nach Frankreich vorerst nicht in Quarantäne. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian sagte, eine solche Maßnahme sei bisher nicht geplant. Sollte sich die Ausbreitung des Coronavirus in der Bundesrepublik aber deutlich beschleunigen, könne sich dies ändern. Das gleiche soll für Belgier gelten. Die Bundesregierung hatte zu Wochenbeginn eine Reisewarnung für den Pariser Großraum und das Gebiet um die Côte d'Azur und die Provence ausgesprochen. Damit müssen Rückkehrer bei ihrer Einreise nach Deutschland in der Regel für 14 Tage in Quarantäne, wenn sie nicht einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen können.

Elf Prozent weniger Umsatz bei Rolls-Royce Power Systems

13:03 Uhr

Beim Motorenhersteller Rolls-Royce Power Systems mit Sitz in Friedrichshafen (Bodenseekreis) hat die Corona-Pandemie im ersten Halbjahr zu einem Umsatzverlust von elf Prozent geführt. Demnach sank dieser in der ersten Jahreshälfte auf rund 1,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig schrumpfte der Gewinn auf 25 Millionen Euro, das bedeutete einen Rückgang um 79 Prozent. Grund dafür sei, dass sich Kunden während der Corona-Pandemie mit Investitionen zurückgehalten hätten, hieß es vom Unternehmen.

Prognose: Aus Fachkräftemangel wird -überschuss

12:35 Uhr

Nach dem oft beklagten Mangel sorgt die Corona-Krise nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern nun für einen Überschuss an Fachkräften in Baden-Württemberg. Hätten vor der Krise noch rund 312.000 Arbeitskräfte gefehlt, gebe es aktuell etwa 64.000 zu viel, teilte der Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) am Mittag mit. Die Zahlen stammen aus dem aktuellen IHK-Fachkräftemonitor, mit dem die Kammern regelmäßig den Bedarf analysieren. Allerdings ist die Lage nicht überall gleich. "Angesichts der teils weiterhin eingeschränkten Geschäftstätigkeit von Betrieben und unklarer Perspektive ist der Bedarf an Beschäftigung eingebrochen", sagte die Präsidentin der IHK Region Stuttgart, Marjoke Breuning. "Dennoch bleibt ein Mangel vor allem an höher Qualifizierten sowie in bestimmten Branchen und Berufen erhalten." So fehlten gerade in der Gesundheitswirtschaft auch im Moment Zehntausende Fachkräfte. In Industrie, Handel und Gastgewerbe hingegen gebe es deutliche Überhänge.

Beschwerde gegen Demoverbot bei Berliner Verwaltungsgericht eingelegt

12:17 Uhr

Die Initiatoren der für Samstag geplanten Großdemonstration gegen die Corona-Politik der Bundesregierung haben einen Eilantrag beim Berliner Verwaltungsgericht gegen das Verbot der Veranstaltung eingelegt. Die entsprechende Beschwerde der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711" ging am Vormittag ein, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

FDP-Fraktionschef gegen bundesweite Verschärfungen

12:11 Uhr

Trotz wieder steigender Corona-Infektionszahlen hält Baden-Württembergs FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke wenig von bundesweit schärferen Auflagen für Feiern oder Veranstaltungen, wie sie die Bundesregierung in Betracht zieht. "Eine Pandemie muss man regional und lokal bekämpfen", sagte Rülke am Vormittag in Stuttgart. Es sei nicht sinnvoll, Einschränkungen in Konstanz durchzusetzen, wenn die Zahlen am anderen Ende der Republik in Flensburg eine kritische Marke überschritten. "Man sollte die Reaktion auf ein Infektionsgeschehen abhängig machen vom Infektionsgeschehen vor Ort", betonte Rülke.

Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke von der baden-württembergischen FDP
Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke von der baden-württembergischen FDP

Karlsruhe weist Eilantrag gegen Testpflicht für Reiserückkehrer ab

11:15 Uhr

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag gegen die Testpflicht für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten abgelehnt. Der Wunsch von Einzelnen, sich keinem Test unterziehen zu müssen, habe gegenüber dem Interesse der Allgemeinheit an der Eindämmung und Kontrolle des Infektionsgeschehens zurückzutreten, entschieden die Kalrsruher Richter. Geklagt hatte eine Familie, die Urlaub auf Mallorca macht und am Samstag zurückkommen will. Die "Zwangstestung" verletze ihre körperliche Integrität, sie müssten gegen ihren Willen eine ärztliche Behandlung dulden. Über die gleichzeitig eingereichte Verfassungsbeschwerde ist mit der Ablehnung des Eilantrags noch nicht entschieden.

Alternativen für Vesperkirchen gesucht

10:10 Uhr

Körperliche Nähe und verschiedene Besucher am selben Tisch - das wird im kommenden Winter wegen der Corona-Pandemie kaum möglich sein. Die Vesperkirchen in Tübingen, Rottenburg (Kreis Tübingen), Reutlingen und Freudenstadt suchen deshalb nach neuen Formaten.

SRH-Kliniken testen alle stationären Patienten

9:55 Uhr

Die drei im SRH-Klinikverbund zusammengeschlossenen Krankenhäuser im Kreis Sigmaringen haben verschärfte Corona-Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Ab sofort müssen sich alle Patienten bei der stationären Aufnahme einem Corona-Test unterziehen, unabhängig von ihrem Krankheitsbild. Außerdem gibt es Einschränkungen für Krankenbesuche.

Bund will Feiern im Privatbereich auf 25 Teilnehmer beschränken

9:35 Uhr

Angesichts der wieder gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen soll nach den Vorstellungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorerst auf weitere Öffnungsschritte verzichtet werden. Die Hygiene-Regeln seien unbedingt einzuhalten, und bei Verstößen gegen die Maskenpflicht müssten mindestens 50 Euro Bußgeld erhoben werden, heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer Beschlussvorlage des Bundes. Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals oder Dorf-Schützenfeste sollen nach Vorstellungen der Regierungschefin bis mindestens 31. Dezember 2020 verboten bleiben. Ausnahmen könne es in Regionen mit sehr geringen Infektionszahlen geben. Feiern im Privatbereich sollen demnach auf 25 Teilnehmer beschränkt werden. Bevorzugt sollten diese Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden. Bei privaten Veranstaltungen und Feiern außerhalb des Privatbereichs, zum Beispiel in angemieteten Räumen, sollten aus Sicht des Bundes künftig 50 Teilnehmer erlaubt sein. Zudem will Merkel die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten am Ende der Sommerferien aller Bundesländer mit dem 15. September beenden. In der Beschlussvorlage wird darauf hingewiesen, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten in jedem Fall verpflichtet seien, sich unverzüglich für 14 Tage nach ihrer Einreise in Quarantäne zu begeben.

Entwarnung für Mitarbeiter des Zeltlagers bei Abtsgmünd

9:19 Uhr

Das Landratsamt des Ostalbkreises hat Entwarnung für das Zeltlager Zimmerbergmühle bei Abtsgmünd gegeben. Alle Corona-Tests der Mitarbeiter seien negativ, teilte die Behörde mit.Vergangenen Freitag musste das traditionelle Zeltlager zum ersten Mal seit 70 Jahren wegen eines Virus abgebrochen werden. Ein Mitarbeiter war nachweislich an Covid-19 erkrankt. Der Mitarbeiter hatte aber keinen direkten Kontakt zu den Kindern.

Kliniken sehen sich für eine zweite Welle gerüstet

9:05 Uhr

Die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) sieht die rund 200 Krankenhäuser im Land gut vorbereitet für den Fall, dass wieder mehr Covid-19-Patienten behandelt werden müssten. Die Krankenhäuser stünden in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, um schnell reagieren zu können. Das sagte der BWKG-Vorstandschef und Heilbronner Landrat Detlef Piepenburg (parteilos). In den Krankenhäusern im Land sind derzeit etwa 3.300 Beatmungsplätze vorhanden. Rund 30 Prozent der Intensivkapazitäten werden nach Angaben der Krankenhausgesellschaft für Covid-19-Patienten freigehalten.

35 Corona-Fälle in Heidelberger Verpackungsfirma

8:25 Uhr

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen bei einer Verpackungsfirma in Heidelberg ist laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises bis gestern Nachmittag auf 35 gestiegen. Da viele der positiv getesteten Personen keine oder nur sehr schwache Symptome hatten, habe bislang nicht ermittelt werden können, wie es zu der Infektion kam.

Strobl fordert bundesweit einheitliche Bußgelder

8:10 Uhr

Nach Ansicht von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sollten sich Bundesländer und Bundesregierung auf eine bundesweit einheitliche Regelung für Bußgelder und andere wichtige Auflagen einigen. Detailfragen sollten dagegen vor Ort und abhängig vom Infektionsaufkommen entschieden werden. "Da hat sich der Föderalismus bewährt", sagte Strobl. Da die Infektionszahlen unterschiedlich ausfielen, brauche man auch unterschiedliche Regeln. Bund und Länder müssten allerdings auch bald ein Regelwerk erstellen, das über eine längere Zeit aufrechterhalten werden könne. Gleichzeitig zeigte Strobl Verständnis für den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), für Rückkehrer nach der Sommerreisesaison keine kostenlosen Tests mehr anzubieten und die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abzuschaffen. Es sei wichtig, so viel zu testen wie möglich. "Aber wir müssen uns auch immer fragen, wo es sinnvoll ist", so der Innenminister. Bei einer Videokonferenz wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder heute unter anderem über die künftige Corona-Strategie beraten.

Tübinger Corona-Medikament bereit für Tests mit Patienten

7:40 Uhr

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Atriva will im Oktober damit beginnen, ein Medikament gegen Covid-19 an Patienten zu testen. In ersten Studien hat der Wirkstoff unter anderem die Ausbreitung von Viren gehemmt.

Bundeswehr unterstützt Corona-Testzentrum an der A5

6:46 Uhr

Das Corona-Testzentrum auf dem Parkplatz Neuenburg-Ost an der A5 erhält Unterstützung durch die Bundeswehr. Dadurch werden dort die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) entlastet und die Testkapazitäten ausgeweitet. Unter Vermittlung der Landes- und Bundesregierung hat das DRK Müllheim die Bundeswehr erfolgreich um Hilfe gerufen. Für jede der beiden Schichten stellt die deutsch-französische Brigade aus Müllheim für das Corona-Testzentrum in Neuenburg ab sofort sechs Soldaten bereit. Somit kann bei großem Andrang auf dem Autobahnparkplatz eine zusätzliche dritte Abstrichstelle betrieben werden. Zuletzt war der Andrang insbesondere von Reiserückkehrern, die in Neuenburg einen Coronatest machen wollten, riesig - mit 2.000 Personen am Wochenende und 1.400 werktags. Die Polizei musste den überfüllten Parkplatz an der A5 zeitweise schließen.

Donnerstag, 27. August 2020

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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