Das Coronavirus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Donnerstag, 28. Mai 2020

Stand

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Ulmer Stadtarchiv dokumentiert Corona-Auswirkungen auf die Gesellschaft

20:40 Uhr

Wie sah es in Ulm zu Beginn der Corona-Pandemie aus? Mit Ausgangsbeschränkungen und nahezu ohne öffentliches Leben? Eine Fotografin des Stadtarchivs hat die Entwicklung in Ulm festgehalten.

Asthmatiker und die Probleme mit der Maskenpflicht

20:20 Uhr

Manche Leute können wegen Erkrankungen wie zum Beispiel Asthma keinen Mund-Nasen-Schutz tragen - obwohl dieser in Geschäften oder dem öffentlichen Nahverkehr vorgeschrieben ist. Nicht immer stoßen sie bei ihren Mitmenschen auf Verständnis.

Nachweislich 67 neue Corona-Fälle in Baden-Württemberg

19:45 Uhr

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen ist in Baden-Württemberg auf 34.642 gestiegen. Das waren 67 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Donnerstag mitteilte. Acht weitere Menschen starben in Folge einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Baden-Württemberg stieg damit auf 1.743. Mindestens 31.595 Menschen sind wieder genesen, 1.304 gelten aktuell als infiziert. Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,76 angegeben. In 22 Landkreisen wurden in den vergangenen sieben Tagen keine Neuinfektionen gemeldet (u. a. im Alb-Donau-Kreis, im Kreis Rottweil, in Karlsruhe und in Freiburg).

So kämpft Mannheim gegen die Maskenverweigerer

18:54 Uhr

Es gibt in Zeiten von Corona Menschen, die sich im Alltag weigern, eine Maske zu tragen. Ein Ärgernis für Verkäufer im Einzelhandel - und auch für die Kontrolleure.

ZF Friedrichshafen plant Abbau von bis zu 15.000 Stellen

18:16 Uhr

Der Friedrichshafener Autozulieferer ZF plant in den nächsten fünf Jahren einen massiven Stellenabbau. Das teilte die ZF-Spitze der Belegschaft heute Nachmittag in einem Brief mit, wie der Betriebsrat dem SWR bestätigte. Demnach plant der Konzern bis 2025 zwischen 12.000 und 15.000 Arbeitsplätze abzubauen, davon etwa die Hälfte in Deutschland. Der Vorstand begründete die Maßnahme mit dem Wirtschaftseinbruch im Zuge der Corona-Pandemie und der damit zu erwartenden Rezession. Der Betriebsrat hat bereits Widerstand gegen die Pläne angekündigt.

Landkreise fordern 200 neue Stellen für Gesundheitsämter

18:02 Uhr

Die baden-württembergischen Landkreise fordern rund 200 zusätzliche Stellen für die Gesundheitsämter, um für eine mögliche zweite Corona-Welle im Herbst gewappnet zu sein. Das Land müsse die Voraussetzungen dafür noch vor der Sommerpause schaffen. Das sagte der Präsident des Landkreistages, Joachim Walter (CDU), am Donnerstag nach einer Schalte von Kommunalvertretern mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Sozialminister Manfred Lucha (beide Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU). Zudem müsse das Landesgesundheitsamt ein System aufbauen, um die landesweite Entwicklung der Infektionszahlen im Blick behalten zu können. Die Forderungen seien bei den Landesvertretern auf viel Verständnis gestoßen. Konkrete Zusagen gebe es aber noch nicht. Minister Lucha erklärte, die örtlichen Gesundheitsämter spielten eine zentrale Rolle, um Infektionsketten zu unterbrechen, Kontaktpersonen von Infizierten zu finden und die Pandemie einzugrenzen. Die geforderten 200 Stellen würde laut Landkreistag ein Stellenplus von etwa 15 Prozent bedeuten.

Kultur aus dem Auto erleben: Kulturwasen in Stuttgart startet

16:45 Uhr

Auf dem Gelände des Cannstatter Wasen in Stuttgart beginnt am Donnerstag der Kulturwasen. Wie in einem Autokino können die Besucher Live-Konzerte, Filme, Theateraufführungen, Lesungen und sogar Opernabende aus dem Fahrzeug erleben. Für 95 Veranstaltungstage haben die Organisatoren ein umfangreiches Kulturprogramm auf die Beine gestellt.

Verband warnt vor Personalengpass bei voller Öffnung der Grundschulen

15:45 Uhr

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat vor zu hohen Erwartungen an die geplante vollständige Öffnung der Grundschulen bis Ende Juni gewarnt. Es habe schon vor Corona einen Lehrermangel gegeben. Wenn man jetzt die Risikogruppen im Blick behalten wolle, fehle ein weiterer Anteil von Lehrern, sagte der Landeschef des Lehrerverbandes, Gerhard Brand, heute in Stuttgart.

"Wenn wir also von einer kompletten Öffnung sprechen, dann gehört auch zur Wahrheit, dass wir nicht komplett den Unterricht abdecken können."

Brand forderte das Land auf, es jeder Schule zu überlassen, den regulären Unterricht einschränken zu können.

Erweitertes Angebot der Bahn an Feiertagen in Baden-Württemberg

15:30 Uhr

Die Deutsche Bahn Regio in Baden-Württemberg setzt an den Pfingsttagen, dem darauffolgenden Sonntag und an Fronleichnam im Höllental zwischen den Stationen Freiburg und Neustadt (Schwarzwald) sowie im Donautal zwischen Ulm und Sigmaringen zusätzliche Züge ein. Das vorausgesagte schöne Wetter an den Feiertagen werde mehr Menschen in touristische Gebiete ziehen, deshalb weite die Bahn das Angebot für Ausflugsreisende kurzfristig im Rahmen des Möglichen noch etwas aus, so David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio in Baden-Württemberg.

Flixbus fährt wieder Ziele in Baden-Württemberg an

14:47 Uhr

Mit kleiner Flotte und ausgedünntem Fahrplan nimmt das Busunternehmen Flixbus nach der Corona-Pause den Betrieb heute wieder auf. So wird zum Beispiel die Verbindung Berlin-Reutlingen wieder betrieben, die über Stuttgart und Tübingen verläuft. Auch Freiburg, Mannheim, Karlsruhe und Friedrichshafen werden wieder an das Flixbus-Streckennetz angeschlossen.

Corona-Lockerungen: Das ist in Baden-Württemberg ab Pfingsten erlaubt

14:42 Uhr

Pünktlich zum langen Pfingstwochenende werden in Baden-Württemberg viele Corona-Beschränkungen gelockert. Dazu zählen etwa die Regeln für private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage, für Kneipen und Bars oder für Hotels und Jugendherbergen. Einen kompletten Überblick, welche Restriktionen gelockert werden, finden Sie hier:

Geplanter Regelbetrieb von Kitas und Grundschulen ohne Abstandsgebote

14:00 Uhr

Falls Kitas und Grundschulen in Baden-Württemberg ab Ende Juni wieder vollständig öffnen sollten, werden dort die Abstandsgebote wegen des Coronavirus wegfallen. Eine Sprecherin des Kultusministeriums erklärte heute in Stuttgart, ein Regelbetrieb könne nur ohne Abstandsgebote gehen. Deshalb habe das Land die Studie an den Unikliniken zum Thema Kinder und Coronavirus in Auftrag gegeben. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatten am Dienstag erklärt, dass Kinder als Überträger des Virus nur eine untergeordnete Rolle spielten. Sie stützten sich dabei auf Zwischenergebnisse der besagten Studie und kündigten eine vollständige Öffnung der Kitas und Grundschulen bis Ende Juni an. Dazu sollen jetzt Konzepte erarbeitet werden. Das Kultusministerium schreibt auf seiner Internetseite mit Verweis auf die ersten Erkenntnisse der Studie, bei Kindern bis zehn Jahren könne auf Abstandsgebote verzichtet werden. "Entscheidend wird jedoch sein, dass die jeweiligen Gruppen oder Klassen untereinander bleiben und sich nicht vermischen, auch nicht in den Pausen." Dazu solle mit den Kommunen und Trägern zügig ein Rechtsrahmen erarbeitet werden.

Corona-Update für den Südwesten

12:00 Uhr

Mit wie vielen Leuten darf man sich jetzt eigentlich wo treffen? Wir haben in Stuttgart nachgefragt, ob die neuen Regelungen schon bekannt sind. Außerdem in unserem Corona-Update: Wie sieht es nach der Öffnung der Fitnessstudios aus? Laut einer Studie haben immer weniger Menschen Lust zu trainieren.

Erste Bäder dürfen ab 6. Juni für alle Badegäste wieder öffnen

10:30 Uhr

In Baden-Württemberg sollen ab dem 6. Juni erste Bäder wieder öffnen. Dies sei allerdings wegen Corona nur unter strengen Hygienevorgaben und auf der Grundlage eines detaillierten Betriebskonzeptes möglich, teilte die Lenkungsgruppe der Landesregierung in Stuttgart mit. "Darin müssen unter anderem die maximale Anzahl der Badegäste im gesamten Bad sowie in einzelnen Becken und die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften geregelt sein." Dies betreffe auch Badeseen mit Zugangskontrollen, Heil-, Hotel- und Thermalbäder sowie Saunen. Ein regulärer Badebetrieb werde in diesem Sommer nicht möglich sein. Nun muss noch die entsprechende Verordnung für die Bäder verfasst werden, die die Details regeln soll.

Audi verlängert erneut Kurzarbeit in Neckarsulm

9:30 Uhr

Wegen Lieferengpässen durch die Corona-Pandemie und anhaltender Nachfrage-Rückgänge wird im Audi-Werk Neckarsulm (Kreis Heilbronn) die Kurzarbeit erneut verlängert. Wie das Unternehmen mitteilt, wird auch im kompletten Juni kurzgearbeitet. Gleichzeitig kehren immer mehr Mitarbeiter an die Arbeitsplätze zurück. Die Kurzarbeit dauert seit 23. März an und wird bereits zum vierten Mal verlängert. Seit Anfang des Monats wird die Produktion in Neckarsulm schrittweise wieder hochgefahren und der jeweiligen Modellnachfrage angepasst. Das heißt im Augenblick beim Spitzenmodell A8 im Juni bis auf zwei Schichten, ebenso beim A6 und A7. Beim A4 und A5 ruht die Montage eine Woche lang in den Pfingstferien. Auch bei Audi gelten wegen der Corona-Pandemie Auflagen: Zum Gesundheitsschutz wurden verschiedene Sicherungsvorkehrungen am Arbeitsplatz umgesetzt, dies reicht von mobilen Plexiglasscheiben bis zu Handschuhen und Mund- und Nasenschutz.

Psychologe fordert von Politik: In Corona-Krise nicht nur Gefahren betonen

9:15 Uhr

Der Mannheimer Psychologe Peter Kirsch appelliert in der Corona-Krise an Politik und Behörden, nicht nur auf Gesundheitsgefahren zu verweisen, sondern auch positive Perspektiven aufzuzeigen.

"Es wäre wichtig, eine Balance zu finden zwischen klaren Warnungen vor den Folgen und der Hoffnung, dass es eine Zeit danach gibt und eine Rückkehr zu einem normalen Leben möglich ist."

Optimismus könne helfen, gut aus der Krise zu kommen, so Kirsch. Mit einer starken Zunahme von psychischen Erkrankungen infolge der Einschränkungen der Corona-Krise rechnet er nicht. Eher seien besonders jene gefährdet, die schon vor der Krise psychisch erkrankt waren, so Kirsch. Den Kirchen attestiert der Psychologe, trotz der Beschränkungen kreativ und verantwortungsvoll auf Menschen zugegangen zu sein. Es sei beispielsweise mit einer Vielzahl von Online-Angeboten gelungen, "zumindest für die Menschen, die man damit erreichen konnte, durchaus ein Stück soziale Nähe und damit auch Rückhalt" zu bieten.

Baden-Württemberg will Zustände in Sammelunterkünften verbessern

8:00 Uhr

Nach mehreren Corona-Ausbrüchen in baden-württembergischen Schlachthöfen plant das Land einen neuen Erlass für Sammelunterkünfte. Laut SWR-Informationen werden den Baurechtsbehörden darin konkrete Vorgaben gemacht.

Donnerstag, 28. Mai 2020

Weitere Infos finden Sie hier:

Das Virus und die Folgen Archiv Live-Blog zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Seit dem 10. März 2020 begleitet SWR Aktuell Baden-Württemberg für Sie die Lage im Land rund um das Coronavirus in einem Live-Blog. In unserem Archiv können Sie die Ereignisse multimedial nachverfolgen.

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