Das neue schwarze Sicherheitslabor an der Universität. Das neue Hochsicherheitslabor der Sicherheitsstufe 3 an der Universität Ulm hat rund 8,4 Millionen Euro gekostet. Hier wird an gefährlichen Krankheitserregern geforscht.  (Foto: SWR, Markus Bayha)

Schwerpunkt Corona und Influenza

Hochsicherheitslabor der Universität Ulm erforscht gefährliche Krankheitserreger

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Markus Bayha
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An der Universität Ulm ist ein neues Sicherheitslabor eingeweiht worden. Dort soll schwerpunktmäßig an dem für Corona verantwortlichen Erreger SARS-CoV-2 geforscht werden.

Forscherinnen und Forscher können im neuen Hochsicherheitslabor an der Universität Ulm den für Corona verantwortlichen Erreger SARS-CoV-2, aber auch andere Krankheitserreger erkunden. Das neue Labor hat laut Uni Ulm rund 8,5 Millionen Euro gekostet und hat Standards der zweithöchsten Sicherheitsstufe. Damit ist es speziell für die Arbeit an gefährlichen und potentiell tödlichen Krankheitserregern ausgelegt.

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Forschung im Hochsicherheitslabor konzentriert sich auf Corona-Erreger SARS-CoV-2

Frank Kirchhoff vom Institut für Molekulare Virologie des Universitätsklinikums Ulm und Leibniz-Preisträger betont, dass in dem Labor neben dem Covid-19-Erreger SARS-CoV-2 auch an Influenza- und HI-Viren geforscht werde.

Influenzaviren sind natürlich eine fortlaufende Bedrohung und die Forschung dazu werden wir deutlich erweitern.

Durch das neue Labor können neun Arbeitsplätze zur Virenforschung geschaffen werden. Laut Kirchhoff kann man so die Arbeitskapazität verzwanzigfachen. Zuvor gab es im alten Labor nur halbtags einen Arbeitsplatz für die Forschenden.

Schutzvorkehrungen sorgen für Sicherheit vor gefährlichen Krankheitserregern

Mehrere Schutzvorkehrungen sorgen dafür, dass sicher an den Erregern gearbeitet werden kann. Dazu zählen unter anderem eine Unterdruckschleuse, ein Hochleistungsfilter und ein System zur Sterilisation. Alle Beschäftigte müssen für den Einsatz in dem Labor geschult sein und Schutzanzüge tragen.

Mehrere Forschungsgeräte stehen im neuen Sicherheitslabor an der Universität Ulm. Forschungsstationen im neuen Hochsicherheitslabor. In ihnen soll an gefährlichen und potentiell tödlichen Krankeheitserregern wie SARS-CoV-2 geforscht werden. (Foto: SWR, Markus Bayha)
Forschungsstationen im neuen Hochsicherheitslabor der Universität Ulm. In ihnen soll an gefährlichen und potentiell tödlichen Krankheitserregern wie SARS-CoV-2 geforscht werden.

Labore dieser Sicherheitsstufe gibt es in Baden-Württemberg nur an den Universitäten in Tübingen, Freiburg, Heidelberg und Ulm.

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