Fußball-EM: Ein Schild im Hermann-Saam-Stadion in Freudenstadt weist darauf hin, dass der Platz noch gesperrt ist.

Was wird diese Woche wichtig in der Region?

Wochenausblick: Kultmarke feiert Jubiläum, Vorbereitungen für Fußball-EM, 75 Jahre Grundgesetz

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Anne Schmidt
Anne Schmidt ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

In Reutlingen können Rollifahrer barrierefrei tanken, in Calw wird eine riesige Fußgängerbrücke eingesetzt. In Freudenstadt laufen die Vorbereitungen für die Fußball-EM.

Der Möbelhersteller Rolf Benz wird in dieser Woche 60 Jahre alt. Am 20. Mai 1964 setzte der gelernte Polsterer Rolf Benz in Nagold den Start für eine der bekanntesten Möbel- und Designfirmen Deutschlands. Der ehemalige Inhaber erhielt 2008 das Bundesverdienstkreuz für sein Wirken um den Wirtschaftsstandort Deutschland. Im November 2013 hat der Landkreis Calw als Schulträger seine Gewerbliche Schule Nagold nach Rolf Benz umbenannt. Das wohl bekannteste Produkt der Nagolder Designerfirma: Das große cremeweisse Sofa, auf dem Thomas Gottschalk in der Fernsehsendung "Wetten, dass..?" mit berühmten Gästen saß. Ausgestellt ist es im Showroom in Nagold.  

In Freudenstadt wird Rasen für Dänen ausgerollt

Auch in Freudenstadt wirft die Fußball-Europameisterschaft ihre Schatten voraus. Bevor sich die dänische Fußballnationalmannschaft ins Hotel Fritz Lauterbad einquartiert, muss der perfekte Rasen fürs tägliche Training vorbereitet werden. Direkt nach dem langen Pfingstwochenende geht’s los. Die Reutlinger Gartenbaufirma Moser will am Dienstag im Hermann-Saam-Stadion in Freudenstadt den Humus und den alten Rasen abfräsen. Anfang Juni soll ein Rollrasen aus den Niederlanden verlegt werden. Ob der was taugt, zeigt sich dann am 11. Juni. Da ist das erste Fußballtraining der Dänen vorgesehen.

Fußball-EM: Ein Schild im Hermann-Saam-Stadion in Freudenstadt weist darauf hin, dass der Platz noch gesperrt ist.
Bald rücken die Bagger im Hermann-Saam-Stadion in Freudenstadt an. Ab dem 11. Juni sollen hier die Fußballer der dänischen Fußballnationalmannschaft für die Europmeisterschaft trainieren.

Reutlingen: Erste Ladesäule für Rollifahrer

Die E-Mobilität erfreut sich auch bei Menschen mit körperlicher Behinderung immer größerer Beliebtheit. Aber es gibt ein Problem: Ein E-Auto aufzuladen, ist für sie oft mit Hindernissen verbunden. So stehen beispielsweise die Ladesäulen häufig auf einem Plateau, sind nicht umfahrbar oder schlicht zu hoch für Rollstuhlfahrer. Die Stadt Reutlingen sieht sich als Vorreiter und hat die erste barrierefreie Ladesäule in Reutlingen aufgestellt. Am Mittwoch wird sie von Oberbürgerneister Thomas Keck eingeweiht und auch direkt ausporbiert.

Eine barrierefreie E-Ladesäule, an der auch Rollifahrer bequem Zugriff auf die Zapfsäule haben.
So ähnlich wird die barrierefreie Ladesäule in Reutlingen am Bahnhof aussehen. Die Stadt will Rollstuhlfahrern mit E-Autos das Laden erleichtern.

Carlo Schmid – Architekt des Grundgesetzes

Die deutsche Verfassung feiert diese Woche 75. Jubiläum. Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz erlassen. Einer der Väter der Verfassung war der SPD-Politiker Carlo Schmid. In Tübingen ist ein Gymnasium nach ihm benannt. Dort beschäftigen sich Jugendliche intensiv mit seinem Leben und ihrem eigenen Verhältnis zum Grundgesetz. Sie haben einen kurzen Film gedreht und Interviews geführt. Ein Carlo Schmid-Abend ist für Anfang Juli geplant. Denn der Tag des Grundgesetzes am Donnerstag, den 23. Mai fällt im Jubiläumsjahr mitten in die Pfingstferien.

Eine historische Aufnahme von Carlo Schmid, der als "Architekt" des Grundgesetzes gilt.
Carlo Schmid ist Namensgeber für ein Tübinger Gymnasium und war einer der "Architekten" des Grundgesetztes. Zehntklässler beschäftigen sich anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Grundgesetzes mit Carlo Schmid.

Spektakel in Calw: Neue Fußgängerbrücke schwebt in Position

Solch eine spektakuläre Aktion gibt es in Calw wohl selten: Im Rahmen der Bauarbeiten für die neue alte Hermann-Hesse-Bahn wird am Samstagvormittag eine 30-Tonnen-schwere Fußgängerbrücke eingehoben. Die Stahlbrücke soll den Bahnhof mit dem zentralen Omnibusbahhof (ZOB) verbinden. Ein 700 Tonnen schwerer Kran wird sie zwischen Turm und Gleisanlage in Position bringen. Dort gibt es dann kein Durchkommen. Bereits ab dem 21. Mai ist die Bischofsstraße gesperrt.

Ein 700-Tonnen-Kran wird die Fußgängerbrücke, die vom ZOB zu den Gleisen der Hesse-Bahn führen soll, an ihren Platz hieven.
An dieser Stelle kommt sie hin: Die stählerne Fußgängerbrücke in Calw. Sie soll vom ZOB Calw zu den Gleisen der Hesse-Bahn führen.

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