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Quarantäne, Risikogebiete, Lockdown, Corona-Beschränkungen und die Folgen für Anwohner, Pendler und Reisende im Grenzgebiet. Lesen Sie hier, welche Corona-Bestimmungen gelten und was für Sie bedeuten.

Wer wird in Deutschland geimpft?

Kurz ins Nachbarland?

Links für Grenzgänger und Pendler

Corona-Bestimmungen für Deutschland

Corona-Bestimmungen für die Schweiz

Corona-Bestimmungen für Frankreich

Risikogebiete

Häufigen Fragen zu Corona im Grenzgebiet

Wer wird in Deutschland geimpft? - Stand 11.1.2021

Besonders für Grenzgänger stellt sich die Frage, wer sich - im Rahmen der festgelegten Reihenfolge - in Deutschland impfen lassen kann. Laut Website der Landesregierung haben folgende Personen im Rahmen der Verfügbarkeit der vorhandenen Impfstoffe Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2:

  • Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind.
  • Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland haben.
  • Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland in einer medizinischen Einrichtung/Unternehmen gepflegt oder betreut werden oder tätig sind.

• Personen, die im Auftrag einer solchen medizinischen Einrichtung/Unternehmen im Ausland tätig sind.

  • Deutsche, die im Ausland ihren Wohnsitz haben (Expats), können sich in Deutschland impfen lassen, wenn Sie in Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind.

Kurz ins Nachbarland? - Stand 11.1.2021

Sowohl die deutsch-französische als auch die deutsch-schweizerische Grenze bleiben grundsätzlich offen, aber das Land Baden-Württemberg schränkt den kleinen Grenzverkehr ein. Seit dem 23. Dezember müssen etwa deutsche Einkaufs- oder Ski-Touristen nach ihrer Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne, wie umgekehrt Schweizer oder Franzosen, die in Baden-Württemberg einkaufen.

Quarantänepflicht wird ausgeweitet Steigende Corona-Zahlen: Baden-Württemberg schränkt Grenzverkehr weiter ein

Mal eben nach Frankreich zum Shoppen oder in die Schweiz zum Skifahren? Bislang waren kurze Tagestrips über die Grenze ohne Weiteres möglich, doch das soll sich jetzt ändern.  mehr...

Es gelten in Deutschland ab dem 13. Januar und bis auf Weiteres verschärfte Einreisebestimmungen. Demnach müssen Reisende aus Risikogebieten (Liste des RKI) künftig spätestens 48 Stunden nach ihrer Ankunft einen negativen Test vorweisen. Bei Einreisen aus Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder aus Ländern, in denen ansteckendere Virus-Varianten verbreitet sind, muss bereits vor der Einreise ein negatives Testergebnis vorgelegt werden - etwa der Fluggesellschaft beim Check-In. Ausnahmen für Reisende mit einer Corona-Impfung lehnt die Bundesregierung ab.

Deutsche, die nach Frankreich und die Schweiz einreisen, müssen immer die Corona-Bestimmungen des entsprechenden Landes einhalten - in Deutschland die aktuellen Regelungen im Zusammenhang mit Ausgangssperren. Auf französischem Boden bedeutet das, neben dem Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln auch immer ein gültiges Ausweis-Dokument und zwischen 20 Uhr und 5 Uhr eine Bescheinigung mit sich zu führen. Die Landesregierung Saarland stellt Übersetzungen der französischen Formulare in deutscher Sprache zur Verfügung, als Hilfe zum Ausfüllen.

Für das Elsass und andere Hotspots gilt seit dem 10. Januar die Ausgangssperre bereits ab 18 Uhr, weil die Infektionszahlen zu stark gestiegen sind. Ausgenommen von der vorgezogenen Ausgangssperre sind Menschen, die arbeiten müssen, einen Arzt aufsuchen oder ihre Kinder in einer außerschulischen Einrichtung abholen. Dazu wird allerdings eine Ausnahmegenehmigung benötigt, ansonsten droht eine Strafe von bis zu 135 Euro.

Personen, die aus Frankreich oder der Schweiz nach Deutschland reisen, müssen nach den aktuellen Corona-Einreiseverordnungen für zehn Tage in Quarantäne. Eine sofortige Befreiung von der Quarantäne-Pflicht ist nicht möglich. Die Quarantäne-Dauer kann aber mit einem negativen Testergebnis verkürzt werden. Der Test darf ab dem fünften Tag nach der Einreise gemacht werden.

Ausgenommen von der Quarantäne sind Pendler, Personen mit einem triftigen Reisegrund und Rückreisende, die sich weniger als 24 Stunden in den beiden Ländern aufgehalten haben. Solche Grenzgänger dürfen auch einen Zwischenstopp an einem Supermarkt machen, wenn dieser auf dem Heimweg liegt.

Für 24 Stunden einreisen, ohne in Quarantäne zu müssen, können zudem Menschen, die in Frankreich oder der Schweiz Verwandte ersten Grades besuchen wollen oder wenn es der Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens dient oder eine dringende medizinische Behandlung notwendig war. Weitere Ausnahme-Regelungen für beispielsweise Ärzte und Pflegekräfte, Richter und Anwälte, Parlaments- und Regierungsmitarbeiter, Polizeivollzugsbeamte, aber auch Athleten können sie hier nachlesen.

Weitere Fragen rund um das Thema Corona-Virus in Baden-Württemberg - zu Infektionszahlen, der Rechtsverordnung und vielem mehr - erklärt der Chatbot "Corey" auf der Homepage der Landesregierung.

Links für Grenzgänger und Pendler

Die Landratsämter informieren Pendler und Grenzgänger im Grenzgebiet des Dreiländerecks Deutschland, Frankreich und Schweiz. Hier gibt es die Links kompakt zusammengestellt.

Pendler am Züricher Hauptbahnhof mit Maske (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Picture Alliance

Corona-Bestimmungen für Deutschland – Stand 13.1.2021

Es gelten in Deutschland ab dem 13. Januar und bis auf Weiteres verschärfte Einreisebestimmungen. Demnach müssen Reisende aus Risikogebieten (Liste des RKI) künftig spätestens 48 Stunden nach ihrer Ankunft einen negativen Test vorweisen. Bei Einreisen aus Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder aus Ländern, in denen ansteckendere Virus-Varianten verbreitet sind, muss bereits vor der Einreise ein negatives Testergebnis vorgelegt werden - etwa der Fluggesellschaft beim Check-In. Ausnahmen für Reisende mit einer Corona-Impfung lehnt die Bundesregierung ab.

Auch Grenzgänger können von der Erhöhung des Kinderkrankengeldes profitieren, die das Bundeskabinett beschlossen hat. Demnach bekommen gesetzlich versicherte Eltern dieses Jahr pro Kind und Elternteil 20 statt zehn Tage Kinderkrankengeld beantragen. Diese Ausweitung gilt somit auch für deutsche Eltern, die in der Schweiz arbeiten und in Deutschland freiwillig gesetzlich krankenversichert sind, wie die Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) aus dem Wahlkreis Waldshut mitgeteilt hat.

In Zügen der Deutschen Bahn sind nur noch 60 Prozent der Plätz reservierbar; in der Regel der Fensterplatz.

Eine Maskenpflicht gilt im öffentlichen Personenverkehr, in Geschäften und allgemein in vielen Innenstädten.

Privat und in der Öffentlichkeit darf sich jeder Haushalt maximal mit einer weiteren Person treffen. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Bis mindestens Ende Januar gelten in ganz Baden-Württemberg Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 Uhr und 5 Uhr. Wer das Haus verlassen will, braucht dafür tagsüber und nachts "triftige Gründe" wie den Arbeitsweg oder den Arztbesuch. 

Seit 16. Dezember gilt bundesweit ein harter Lockdown bis mindestens Ende Januar. Tagsüber sind die Geschäfte geschlossen; Ausnahmen gelten zum Beispiel für Supermärkte, Drogerien und Apotheken. Seit dem 11. Januar ist das sogenannte "Click & Collect"-Verfahren in den Geschäften möglich, Produkte können also bestellt und abgeholt werden.

Gastronomiebetriebe wie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause - letzteres aber nicht mehr nach 20 Uhr. Kantinen sind seit dem 11. Januar ebenfalls geschlossen, es sei denn ein "To go"-Angebot ist möglich. Weitere Fragen klärt die Landesregierung auf ihrer Website.

Zuletzt war es an beliebten Winterausflugszielen trotz des Corona-Lockdowns immer wieder zu chaotischen Szenen gekommen: Es gab Staus, überfüllte Parkplätze, zugeparkte Rettungswege und Menschenansammlungen. Eine landesweit einheitliche neue Regel gibt es bislang nicht. Allerdings macht die Landesregierung verstärkt Druck auf Landkreise und Kommunen, bereits geltende Kontakt- und Abstandsregeln durchzusetzen. Die Corona-Verordnung sieht verstärkte Kontrollen und Zugangs-beschränkungen an tagestouristischen Hotspots durch die örtlichen Behörden vor. Auf private Reisen sowie Ausflüge zu touristischen Zielen soll verzichtet werden. Weiterhin möglich sind Geschäftsreisen und Reisen und Übernachtungen in besonderen Härtefällen.

Eine Übersicht über die Regelungen in Baden-Württemberg finden sie hier. Über tagesaktuelle politische Entwicklungen in Deutschland informiert Sie der Live-Blog der Tagesschau.

Corona-Bestimmungen für die Schweiz – Stand 13.1.2021

Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetriebe in der gesamten Schweiz sind seit dem 9. Januar geschlossen. Der Bundesrat hat am 13. Januar entschieden, dass die Betriebe bis Ende Februar geschlossen bleiben. Hotels und deren Restaurants sind unter strengen Corona-Auflagen weiterhin geöffnet.

Geschäfte für den nicht-täglichen Bedarf müssen ab dem 18. Januar schließen. Es ist weiterhin möglich, Waren zu bestellen und abzuholen ("Click & Collect"). Neu ist, dass Läden, Tankstellenshops und Kioske nach 19 Uhr und sonntags geöffnet werden dürfen.

An privaten Veranstaltungen dürfen maximal fünf Personen teilnehmen. Kinder werden auch zu dieser Anzahl gezählt. Menschenansammlungen im öffentlichen Raum werden ebenfalls auf fünf Personen beschränkt.

Betriebskantinen, Schulkantinen der obligatorischen Schulen und der Sekundarstufe II sowie Restaurants für Hotelgäste dürfen offen bleiben. Take-away-Angebote und Lieferdienste sind erlaubt.

Trainings und Wettkämpfe von Angehörigen eines nationalen Kaders sowie Trainings und Matches in den Profiligen bleiben ohne Publikum möglich.

Aktuell berichtet der SRF in seinem Liveticker.

Corona-Bestimmungen für Frankreich - Stand 11.1.2021

Landesweit gelten Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr, in Hotspots wie dem Elsass bereits ab 18 Uhr und ebenfalls bis 6 Uhr.

Eine Maskenpflicht gilt für alle Personen ab 11 Jahren in allen öffentlichen Innenräumen und in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, inklusive Taxen und privaten Fahrdienstleistern.

Für zwingend notwendige Reisen gelten Ausnahmegenehmigungen. Wo immer es möglich ist, soll weiterhin im Homeoffice gearbeitet werden.

Öffnung von Geschäften (einschließlich Buchhandlungen, Schallplattenläden und Kunstgalerien) und häuslichen Dienstleistungen bis 20 Uhr unter strengen Gesundheitsauflagen.

Restaurants und Bars im ganzen Land bleiben geschlossen.

Das Mitführen einer selbst auszufüllenden Ausgangs-Bescheinigung ist tagsüber seit Mitte Dezember nicht mehr verpflichtend - aber nachts zwischen 20 und 6 Uhr beziehungsweise 18 und 6 Uhr in Hotspots. Dies gilt auch für grenznah wohnende Gäste aus Deutschland.

Reisen, insbesondere vom französischen Festland aus in die französischen Überseegebiete (mit einem negativen Corona-Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist), sind erlaubt.

Versammlungen auf öffentlicher Straße sind weiterhin verboten.

Bei Nichteinhaltung der Bestimmungen wird eine Geldstrafe von 135 Euro verhängt. Für genehmigte Ausflüge ist die Mitführung eines ausgefüllten Formulars erforderlich, das auf der Webseite der französischen Regierung heruntergeladen oder online ausgefüllt werden kann.

Private Zusammenkünfte außerhalb des engsten Familienkreises, öffentliche Versammlungen und Ortswechsel zwischen den Départements sind nicht erlaubt.

Weitere Informationen zur aktuellen Situation finden Sie auf der Webseite der französischen Regierung.

Risikogebiete

Das gesamte Land Frankreich gilt für Deutschland als Risikogebiet. Die Liste des RKI wird stetig aktualisiert.

Weder Frankreich noch Deutschland gelten pauschal als Risikogebiet für die Schweiz. Die Schweiz aktualisiert und definiert die gesamte die Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. Quelle: ECDC

Auch in Frankreich gelten weder Deutschland noch die Schweiz als Risikogebiet. Eine Liste der Risiko-Länder finden sie hier.

Sie wollen wissen wie es in ihrem Landkreis aussieht?

Das RKI stellt die von den Gesundheitsämtern gemeldeten Corona-Fälle in einer interaktiven Karte dar.

Weitere Informationen und Karten zu Landkreisen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Infektionszahlen und zur Intensivbetten-Belegung finden Sie hier.

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