80 Jugendliche aus der Ukraine sind zu Besuch beim Software Unternehmen SAP in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis).

Auszeit vom Ukraine-Krieg

"Klitschko-Stiftung" und SAP ermöglichen 80 Jugendlichen Reise nach Heidelberg

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AUTOR/IN
Michaela Dymski
Sabrina Mann

Raus aus dem Krieg: "Die Klitschko-Stiftung" ermöglicht Jugendlichen gemeinsam mit dem "SAP Solidarity Fund" einen Aufenthalt in der Metropolregion - mit einem Besuch bei der SAP.

Durchatmen: Kein Krieg, keine Sirenen, keine Bombenangriffe. Zehn Tage sind die Jugendlichen aus der Ukraine im Alter zwischen 15 und 17 Jahren zu Gast in der Metropolregion.

Beim Softwareunternehmen SAP in Walldorf (Rhein-Neckar-Kreis) bekamen sie in Gesprächen und bei einer virtuellen Vorführung über die Unternehmensgeschichte einen Eindruck der Berufszweige und der Ausbildungsmöglichkeiten in Europas größtem Softwarekonzern.

"Klitschko-Stiftung" und SAP ermöglichen 80 Jugendlichen Reise nach Heidelberg
Ukrainische Jugendliche beim Besuch des Softwareunternehmens SAP in Walldorf

Ziel der Reise: Berufliche Perspektiven aufzeigen

Neben der Ablenkung dient der Aufenthalt dazu, den Jugendlichen so viele Impulse wie möglich zu geben, vor allem beruflich, so die Stiftung. Trotz des Krieges sollen sie eine Perspektive bekommen. Die Generation, die das Land eines Tages wieder aufbauen müsse, solle gestärkt werden, sagt Angelina Osadcha von der "Klitschko-Foundation" Kiew.

"Man denkt, man muss jetzt der Ukraine im Militärbereich helfen. Aber wir müssen verstehen, dass wir im sozialen Leben, im politischen Leben und im wirtschaftlichen Leben auch helfen müssen."

Luka Mucic, Finanzvorstand SAP Walldorf, auf der Bühne im Gespräch mit einer Ukrainischen Jugendlichen
Luka Mucic, Finanzvorstand SAP Walldorf, im Gespräch mit Ukrainischen Jugendlichen

800.000 Euro für junge Menschen

Der "SAP Solidarity Fund", ein 2001 von Mitarbeitern der SAP gegründeter Verein, unterstützt das Projekt der "Klitschko-Stiftung". 800.000 Euro hat der Solidaritäts-Fonds bereits gespendet, um jungen Menschen in der Ukraine eine Perspektive zu geben.

Im "Kampf-oder-Flucht-Modus"

Es sei schwierig für die jungen Menschen eine Perspektive zu sehen, wenn der Geist immer im "Kampf-oder-Flucht-Modus" ist, so der Projektleiter der "Klitschko Foundation Kiew", Ihor Yefymenko.

"Es ist ganz wichtig ihnen jede erdenkliche Unterstützung zukommen zu lassen, damit sie sich entwickeln können, damit sie auch eine positive Einstellung zum Leben und vor allem auch zu der Bedeutung ihres Lebens für die Zukunft ihres Landes bekommen."

Ukrainische Jugendliche sehr interessiert an Technik und Digitalisierung

Laut SAP gelte die Ukraine als Land für Programmierer. So sei es nicht verwunderlich, dass sich die wissbegierigen Schülerinnen und Schüler unter anderem danach erkundigten, welche speziellen persönlichen und beruflichen Werte wichtig seien oder welche Fähigkeiten sie aufbauen müssten, so ein SAP Sprecher.

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