Tiny House in Karlsruhe-Durlach eingeweiht (Foto: SWR)

Stellplätze für weitere fünf Bauten vorhanden

Erstes Tiny House auf Karlsruher Campingplatz eröffnet

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In Karlsruhe ist das erste Tiny House auf dem Campingplatz im Stadtteil Durlach eröffnet worden. Das Haus ist aus einem studentischen Wettbewerb des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entstanden.

Das Tiny House auf dem Durlacher Campingplatz ist ein Prototyp, der bei einem studentischen Architektur-Wettbewerb entstanden ist. Den Wettbewerb hatten die Stadt Karlsruhe und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 2020 gemeinsam ausgeschrieben. Gewonnen haben ihn die Architekturstudenten Merve Simsek und Mena Ghaly, die ein sogenanntes sortenreines Haus mit dem Titel "tiny timber tourism" entworfen haben.

Und so sieht das Tiny House in Karlsruhe von innen aus:

(Fast) reibungsloser Bauzeitraum

Während des Projekts lief für Merve Simsek, Mena Ghaly und ihre etwa 30 Mitstreiter fast alles nach Plan. Das "Kleinsthaus" nahm zügig Formen an. Allerdings störte zwischenzeitlich ein Siebenschläfer die Handwerker. Nach einer friedlichen Umsiedlung des kleinen Nagers in die Pfalz konnte es aber weitergehen. Viele Projektteilnehmer trieben auch die Erfahrungen rund um die eigene oft schwierige Wohnungssuche zusätzlich an.

"Für mich war die Wohnungssuche im Vergleich zu anderen ganz okay, allerdings sind die Preise oft ziemlich überhöht."

Nachhaltigkeit steht im Vordergrund

Das kleine Holzhäuschen bietet vier Schlafplätze auf sieben mal drei Metern Grundfläche. Innen ist das Tiny House mit einer sogenannten Nut-und-Feder-Schalung verkleidet. Sortenreine Bauweise heißt, dass ohne Kleber oder andere umweltschädliche Baustoffe gebaut wurde und das Haus im Zweifelsfall ohne Rückstände wieder abgebaut werden kann.

Tiny House in Karlsruhe-Durlach eingeweiht (Foto: SWR)
Gut zwanzig Quadratmeter Platz mit Terrasse - Urlaub im Tiny House ist in Karlsruhe bald möglich.

Besonderes Feriendomizil mit vier Schlafplätzen

In Zukunft soll das Tiny House als Ferienwohnung dienen. Für mehrere Wochen im Jahr kann es außerdem von wohnungssuchenden Studenten des KIT kostenlos genutzt werden. Los geht es mit der ersten Vermietung zum Wintersemester.

"Ich finde das Konzept Tiny House prinzipell sehr gut und könnte mir auch vorstellen in einem zu wohnen. Das hier ist allerdings eher auf Ferien ausgelegt."

Zukunft weiterer Tiny Houses in Karlsruhe ungewiss

Fünf weitere Tiny Houses hätten Platz auf dem Karlsruher Campingplatz. Ob die auch tatsächlich kommen, ist aktuell unklar. Für die kommenden Häuschen sind dann allerdings nicht mehr die Studentinnen und Studenten des KIT zuständig, sondern der Betreiber des Platzes.

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