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Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Das war der Samstag in Baden-Württemberg

Mit Kreativität ist Kultur auch in Corona-Zeiten möglich

21:04 Uhr

Aufgrund der Corona-Krise mussten viele Kunst- und Kulturveranstaltungen abgesagt werden. Aber es tut sich wieder etwas in der baden-württembergischen Kulturlandschaft. Denn Veranstalter und Künstler haben sich auf die geänderten Bedingungen eingestellt und ihr Programm angepasst. Mal mit Zuschauern hinter Fensterglas, mal im Onlinestream - oder eben Open Air, wie SWR-Reporterin Magdalena Haupt in Stuttgart beobachtet hat

Stuttgarter CDU kürt Kandidaten für Landtagswahl im Fußballstadion

20:22 Uhr

Auch für Parteien gilt in Corona-Zeiten: Abstand halten und Maskenpflicht. Deswegen ist die Stuttgarter CDU für die Nominierung ihrer Kandidaten für die Landtagswahl im kommenden Jahr gleich ins Stadion der Stuttgarter Kickers ausgewichen. Mit Spannung erwartet wurde der Auftritt von Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann.

Demo für Kultur in Mannheim

17:55 Uhr

Künstler und Kulturschaffende haben in Mannheim für mehr finanzielle Unterstützung demonstriert. Sie zogen durch die Innenstadt, um auf die existenzielle Bedrohung durch die Corona-Krise aufmerksam zu machen. Zu der Demonstration hatte das Mannheimer Bündnis Kulturschaffender aufgerufen. Offiziell angemeldet waren rund 600 Teilnehmer – teilgenommen haben laut Polizei rund 350. Sie alle forderten mehr Unterstützung durch Bund und Land. Man brauche ein massives Rettungspaket, das den Namen verdiene. Schließlich seien Clubs, Theater, Kinos und Konzerthallen ein wichtiger Teil der Gesellschaft.

Erneut Demo gegen Corona-Beschränkungen in Stuttgart

16:53 Uhr

Einige hundert Menschen haben in Stuttgart erneut gegen Beschränkungen und Auflagen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie und für die Wahrung der Grundrechte demonstriert. Die von der Initiative "Querdenken 711" organisierte Veranstaltung trug den Titel "Fest für Frieden und Freiheit". Zuvor hatte es eine Demonstration durch die Innenstadt gegeben. Die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf, von Zwischenfällen war nichts bekannt. Offizielle Angaben zur Teilnehmerzahl wurden zunächst nicht gemacht. Angemeldet zu der mehrstündigen Kundgebung im Schlossgarten waren laut Stadt 5.000 Teilnehmer.

Lufthansa setzt Frankfurt-Flüge vom Bodensee-Airport aus

16:31 Uhr

Vom Bodensee-Airport in Friedrichshafen (Bodenseekreis) gibt es ab Montag vorerst keine Flüge mehr nach Frankfurt. Die Lufthansa setzt die Verbindung wegen zu geringer Nachfrage aus. Die Auslastung habe zwischen 20 und 45 Prozent gelegen, erklärte ein Flughafensprecher. Vor dem Corona-Lockdown waren es meist über 70 Prozent. Ab dem 1. September werde die Lufthansa täglich wieder einen Flug anbieten, zusätzliche Flüge gebe es voraussichtlich mit dem Winterflugplan ab Ende Oktober.

Bundesregierung warnt vor Corona-Betrügern im Netz

16:20 Uhr

Die Bundesregierung warnt Unternehmen vor Betrügern, die sich als Vertreter eines imaginären "Bundesamts für Krisenschutz und Wirtschaftshilfe" ausgeben. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte der Deutschen-Presse-Agentur, dass in der Sache bereits ermittelt werde. Sie verwies zudem auf eine Warnung vor betrügerischen E-Mails mit Bezug zu Corona-Zuschüssen für Unternehmen, die das Wirtschaftsministerium am vergangenen Mittwoch online veröffentlicht hatte. Die Internetseite des erfundenen Amts sieht offiziellen Regierungsauftritten sehr ähnlich. Auch ein Foto von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist zu sehen. Auf der Seite heißt es, Mitarbeiter würden in deutschen Unternehmen Befragungen zur Corona-Krise durchführen. Offenbar geht es darum, an Informationen der Betriebe zu gelangen.

DFB-Präsident Keller sieht in Krise eine Chance für mehr Nachhaltigkeit im Fußball

11:34 Uhr

Der frühere Präsident des SC Freiburg und jetzige DFB-Präsident Fritz Keller hat im exklusiven SWR-Interview unter anderem Stellung zur wirtschaftlichen Schieflage des Profifußballs in Zeiten der Corona-Krise bezogen. Keller sprach sich dafür aus, dass die Vereine nachhaltiger wirtschaften. Die Krise sei in diesem Zusammenhang für ihn eine Chance.

Metallarbeitgeber warnen vor Folgen für den Ausbildungsmarkt

10:57 Uhr

Die Metallarbeitgeber in der Region Heilbronn-Franken warnen vor den Folgen der Corona-Krise auf dem Ausbildungsmarkt. Demnach plane ein Drittel der Mitgliedsunternehmen, in den kommenden zwei Jahren Ausbildungsplätze zu streichen. Deswegen müssten die jüngst verabschiedeten Bundeshilfen für Betriebe, die in der Corona-Krise ausbilden, ausgeweitet werden. Danach bekommen nur Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten finanzielle Unterstützung. Dies greife zu kurz, so der Geschäftsführer von Südwestmetall in Heilbronn, Jörg Ernstberger. Rund 85 Prozent der Metallbetriebe hätten mehr Beschäftigte. An ihnen ginge das Förderprogramm komplett vorbei. Deshalb müsse das Programm dringend erweitert werden, um möglichst viele Ausbildungsplätze zu erhalten.

Ärzte berichten von Zunahme an Gewalt gegen Kinder

10:44 Uhr

Ärzte und Psychologen in Ulm berichten von einer Zunahme von Gewalt gegen Kinder während der Ausgangsbeschränkungen rund um das Coronavirus. Eine derartige Häufung von Fällen kleiner und schwerverletzter Kinder innerhalb weniger Wochen sei ungewöhnlich, so stellvertretend die Kinderchirurgin Melanie Kapapa, die seit 14 Jahren im Kinderschutz tätig ist. "Zusätzlich kamen viele Anfragen von kleineren Krankenhäusern, die ähnliche Beobachtungen gemacht haben", sagte Kapapa. Die Zunahme der Gewalt hängt durchaus mit den Corona-Kontaktbeschränkungen zusammen, sagte auch Vera Clemens von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Ulm. "Schule, Psychotherapie oder auch die Unterstützung vom Jugendamt fielen weg. Dazu kam ein ökonomischer Druck, der zu mehr Konflikten innerhalb der Familien führt", so die Professorin.

Bundesregierung debattiert über Maskenpflicht

9:21 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kann sich vorstellen, die Maskenpflicht aufzuheben. Bedingung dafür wäre für ihn, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Deutschland unter die Schwelle von 100 sinkt. "Wenn wir bei den Infektionen dauerhaft zweistellig sind, müssen Mediziner und Politik neu nachdenken", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bundesbildungsministerin Anja Karliczek warnte dagegen davor, die Sicherheitsvorkehrungen in der Corona-Krise vorschnell aufzuheben. "Wir müssen an der gegenwärtigen Maskenpflicht und den Abstandsregeln festhalten", sagte sie der "Passauer Neuen Presse". Anfang der Woche hatte die baden-württembergische Landesregierung den Forderungen nach einer Lockerung der Maskenpflicht eine Absage erteilt.

Ministerpräsident räumt Fehler bei Grenzschließungen ein

8:11 Uhr

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Fehler beim Umgang der Länder mit der Corona-Pandemie eingeräumt. Die Grenzschließungen zu Frankreich und der Schweiz seien nicht richtig koordiniert gewesen.

Tausende Freiwillige für Tübinger Impfstudie

7:09 Uhr

Etwa 4.000 Freiwillige haben sich in der Tübinger Universitätsklinik als Probanden für die Studie zum Corona-Impfstoff der Firma Curevac gemeldet. "Wir sind in einer Luxuslage wie noch bei keiner klinischen Studie. Sonst müssen wir um Probanden ringen", sagte Studienleiter Peter Kremsner der Deutschen Presse-Agentur. Die bisherigen Testpersonen hatten den Corona-Impfstoff bisher ohne Probleme vertragen.

Daimler will noch mehr Stellen streichen

6:44 Uhr

Der Stuttgarter Autobauer Daimler will wegen der Corona-Krise noch deutlich mehr Stellen streichen als bisher bekannt. Personalvorstand Wilfried Porth nennt zwar weiterhin keine Zahl. Mit den bisher kolportierten 10.000 oder 15.000 Arbeitsplätzen, die Berichten zufolge wegfallen sollen, komme man jedenfalls nicht aus. "Die neue Zahl ist auf jeden Fall größer als die beiden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Und die bräuchten wir, um betriebsbedingte Beendigungskündigungen zu verhindern." Dem Betriebsrat warf er mangelndes Entgegenkommen vor.

Samstag, 11. Juli 2020

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