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Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.

Das war der Donnerstag in Baden-Württemberg

Suppen für Bedürftige in Stuttgart

20:39 Uhr

Die Corona-Pandemie schränkt viele Baden-Württemberger ein. Manche aber so sehr, dass sie keinen Zugang zu einer warmen Mahlzeit haben. In einem Stuttgarter Café wird deshalb seit Ostern jeden Tag gekocht.

Tübinger Schauspieler gehen zum Publikum

20:24 Uhr

"Ein Theater ohne Publikum ist trist und traurig", so beschreibt der Intendant des Landestheaters Tübingen die Corona-Zwangspause seines Hauses. Deshalb gehen die Schauspieler jetzt einfach zum Publikum.

Aktuell 1.942 Menschen infiziert, Reproduktionszahl sinkt weiter

19:04 Uhr

Nach Angaben des baden-württembergischen Sozialministeriums sind aktuell geschätzt 1.942 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der seit dem Beginn der Pandemie bestätigte Infizierten stieg auf insgesamt 34.212. Im Durchschnitt wurde über alle Landkreise hinweg in den letzten sieben Tagen 3,3 neue Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet. In allen Landkreisen liegt die Anzahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage unter dem festgelegten kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Dieser Wert war in einem Beschluss von Bund und Ländern als Messzahl für die Bewertung des Infektionsgeschehens festgelegt worden und ist damit eine Grundlage für mögliche Einschränkungen und Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Reproduktionszahl wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,57 angegeben. Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa sechs Menschen anstecken. Nachweislich 1.684 Menschen starben in Baden-Württemberg im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion.

Vatertag in BW: Polizei zieht positive Zwischenbilanz

16:53 Uhr

Die Sonne scheint und viele Menschen zieht es an Christi Himmelfahrt raus aus den eigenen vier Wänden. Bis zum Donnerstagnachmittag verzeichnete das Polizeipräsidium Stuttgart keine besonderen Vorkommnisse. Im ganzen Land kontrollierten die Beamten auch, ob die Corona-Vorschriften eingehalten wurden. Abstandskontrolle war bei dem schönen Wetter auch nötig: Besucher etwa am Stuttgarter Max-Eyth-See berichteten von Hunderten Menschen, die zum Teil eng an eng das Wetter und die Natur genossen.

DFB terminiert Neustart der 3. Liga

16:27 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat den Re-Start der 3. Liga fix terminiert: Nach langem Hin und Her soll es am 30. Mai wieder losgehen. Den Auftakt nach fast dreimonatiger Spielpause in der 3. Liga macht der 28. Spieltag am 30. Mai. Der Rest der Saison wird durchgehend im Rhythmus englischer Wochen absolviert, elf Spieltage sind noch auszutragen. Beendet werden soll die Saison mit dem 38. Spieltag am 4. Juli.

Gegen die Pläne des DFB gibt es bereits Kritik: Waldhof Mannheim Geschäftsführer Markus Kompp sprach von einem "panischen Krisenmanagement" seitens des DFB. Andere Vereine erwägen sogar eine Klage.

Freiburger Rettungsdienste: Wegen Corona wird das Geld knapp

14:56 Uhr

Regionale Rettungsdienste kommen aufgrund der Corona-Pandemie zunehmend in finanzielle Nöte. Allein der Malteser-Rettungsdienst befürchtet ein Minus in Millionenhöhe. Grund sind Einnahmeausfälle, weil viele Angebote der Malteser aktuell nicht stattfinden können. Die stellvertretende Regional-Geschäftsführerin der Malteser in Baden-Württemberg, Sabine Würth, nennt als Beispiele unter anderem wegfallende Sanitätsdienste aufgrund abgesagter Veranstaltungen oder Erste-Hilfe-Kurse, die zurzeit noch nicht wieder erlaubt sind. Gleichzeitig verursachen aber vor allem Schutzmaßnahmen, die für die Rettungsteams getroffen werden müssen, höhere Ausgaben.

Baden-Württemberg will "Pflegebonus" im Juli auszahlen

12:30 Uhr

Die baden-württembergische Landesregierung zahlt den einmaligen "Corona-Pflegebonus" im Juli aus. Für die Altenpflegekräfte seien mindestens 30 Millionen Euro eingeplant, teilte das baden-württembergische Sozialministerium auf Anfrage des Nachrichtendienstes epd mit. Zwei Drittel der Kosten wird der Bund tragen, ein Drittel übernehmen die Länder. Pflegekräfte in Vollzeit sollen bis zu 1.500 Euro, in Teilzeit bis zu 1.000 Euro bekommen. Der Bonus ist steuerfrei.

Thermen in BW sollen zeitnah öffnen dürfen

11:00 Uhr

Für die 35 Thermen in Baden-Württemberg soll es trotz Corona so schnell wie möglich eine Öffnungsperspektive geben - das forderte Tourismusminister Guido Wolf (CDU). Spätestens in der ersten Junihälfte sollen die Thermen demnach wieder in Betrieb gehen dürfen, hieß es. Vor der Schließung wegen der Pandemie hätten wöchentlich rund 180.000 Gäste die Thermen des Landes besucht, davon rund ein Drittel ausschließlich zu rein medizinischen und therapeutischen Zwecken.

Behörden untersagen AfD-Demo in Stuttgart

10:50 Uhr

Eine für den Sonntag (24. Mai) von der AfD geplante Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen in Stuttgart darf nach Angaben der Polizei nun doch nicht stattfinden. Der Bescheid der Stadt Stuttgart liegt dem SWR vor. Begründet wird dies mit der Verhinderung von Infektionsrisiken, außerdem mit möglichen gegenseitigen Provokationen mit Gegendemonstrationen bis hin zu gewaltsamen Auseinandersetzungen: "Große Veranstaltungen der AfD, insbesondere mit prominentem Teilnehmerkreis, weisen grundsätzlich ein erhöhtes Interesse und Mobilisierungspotential innerhalb der linksextremen Szene auf", heißt es in dem Bescheid. Die AfD plant nun, einen Eilantrag gegen das Verbot zu stellen, wie die Partei mitteilte. Auch die AfD-Landesvorsitzende Alice Weidel sollte auf der Demonstration sprechen.

Bereits zuvor war die für Samstag geplante Groß-Demonstration auf dem Stuttgarter Wasen abgesagt worden. Die Veranstalter haben laut Stadtverwaltung die Anmeldung zurückgezogen.

Außenminister Maas warnt vor Extremisten auf Demos

7:50 Uhr

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat die Bürger davor gewarnt, sich auf Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen von Extremisten vereinnahmen zu lassen. "Wenn radikale Extremisten und Antisemiten Demonstrationen benutzen, um zu hetzen und zu spalten, dann sollte jeder deutlich mehr als nur 1,5 Meter Abstand halten", sagte Maas der "Welt" (Donnerstag). Demokraten sollten respektvoll miteinander diskutieren und sachlichen Protest ernst nehmen, so Maas. "Die Freiheiten des Grundgesetzes, auf die sich die Demonstranten berufen, finden allerdings ihre Grenze in der Freiheit unserer Mitmenschen." Auch in Baden-Württemberg waren zuletzt vermehrt Kritiker der Corona-Regeln auf die Straße gegangen - unter ihnen waren neben gemäßigten auch rechtsextreme Äußerungen zu hören.

Donnerstag, 21.5.2020

Weitere Infos finden Sie hier:

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Coronavirus: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr? Wie kann ich mich schützen? Hier finden Sie alles Wichtige für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.  mehr...

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