Coronavirus unter dem Mikroskop  (Foto: Getty Images, Montage: SWR)

Das Virus und die Folgen für das Land

Live-Blog zum Coronavirus in BW: Samstag, 9. Mai 2020

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Die Auswirkungen des Coronavirus bestimmen den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog gibt es zusammengefasst die neuesten Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Sport für Baden-Württemberg.

Das Wichtigste vom Samstag:

Corona-Ticker: Weitere Meldungen vom Samstag

21:51 Uhr

Welche Lockerungen am Montag in Kraft treten, Kritik an der Fleischwirtschaft, die Landes-SPD fordert mehr digitale Hilfsmittel für Schüler. Informationen des Tages aus Baden-Württemberg sehen Sie zusammengefasst im Corona-Ticker.

Besuche in Heimen ab 18. Mai erlaubt

19:54 Uhr

Die Landesregierung hat heute weitere angekündigte Lockerungen der Corona- Auflagen beschlossen. In Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen in Baden-Württemberg sind Besuche ab dem 18. Mai wieder erlaubt. Das kündigte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) in Stuttgart an. Die Zeit bis dahin müsse man den Einrichtungen auf deren Wunsch hin geben, um den Übergang so vorzubereiten, dass die Bewohner weiterhin bestmöglich geschützt seien, erklärte er. Unter anderem dürfen ab Montag Tennis- und Golfplätze, Reitanlagen sowie Kosmetik- und Nagelstudios wieder öffnen.

Mindestens 4.037 Menschen derzeit in BW infiziert

18:39 Uhr

Das Landesgesundheitsministerium bestätigte am Abend insgesamt 33.252 Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Damit ist die Zahl um 182 Fälle (0,6 Prozent) gegenüber dem Vortag gestiegen. Die Zahl der derzeit an Covid-19 erkrankten Patienten im Land liegt damit bei mindestens 4.037 Menschen. Die Reproduktionszahl wird vom Robert-Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R = 0,56 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden. 27.673 Personen sind nach Angaben des Ministeriums genesen. Nach offiziellen Angaben sind zudem 1.542 Menschen an Infektionen mit dem Coronavirus gestorben. Das entspricht einer Zunahme von 7 Fällen.

Erneut Tausende bei Demo gegen Corona-Regeln in Stuttgart

17:57 Uhr

Einem erneuten Demonstrationsaufruf gegen die Coronavirus-Beschränkungen sind am Samstag in Stuttgart mehrere tausend Menschen gefolgt. Die Polizei verzeichnete auf dem Demonstrationsgelände einen regen Zustrom an Menschen, sagte ein Polizeisprecher. Es sei ziemlich voll geworden. Eine genaue Teilnehmerzahl konnte die Polizei zunächst nicht nennen. Die Polizei achtete auf die Einhaltung des Infektionsschutzes und des geforderten Abstands. Größere Probleme habe es nicht gegeben. Die Vorgaben seien meist eingehalten worden, es sei friedlich geblieben.

Landes-SPD fordert Tablet oder Laptop für jeden Schüler

15:25 Uhr

Die Landes-SPD fordert digitale Hilfsmittel für Schüler, die wegen geschlossener Schulen in der Corona-Krise daheim lernen müssen. Familien und Alleinerziehende seien darauf angewiesen, sagte Parteichef Andreas Stoch. So müssten Schüler, die kein Tablet oder Laptop haben, mit einem solchen Gerät ausgestattet werden. Sie drohten sonst, von der Schule abgehängt zu werden. Das Land müsse hierfür, zusätzlich zu Hilfen des Bundes, 65 Millionen Euro bereit stellen. Einen entsprechenden Forderungskatalog habe der Landesvorstand der Partei am Samstag beschlossen. Das Land sei bislang nicht aktiv geworden, dies müsse sich ändern.

In BW sind ab Montag Familientreffen erlaubt

14:17 Uhr

Die Landesregierung in Baden-Württemberg die Beschränkungen während der Corona-Pandemie erneut etwas gelockert. Man kann sich nun im Freien auch mit Angehörigen eines weiteren Haushalts treffen, heißt es in einer Mitteilung der Regierung von Samstag. In privaten Räumen könnten sich ab dem Montag (11. Mai) auch Geschwister und ihre Familien und Personen aus einem weiteren Haushalt besuchen. Das öffentliche Leben könne schrittweise wieder hochgefahren werden, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), "weil wir in den vergangenen Wochen so umsichtig waren". Durch die Maßnahmen der vergangenen Wochen sei eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden worden.

DFB-Fahrplan sieht Drittliga-Start am 26. Mai vor

14:15 Uhr

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will 26. Mai den Spielbetrieb in der 3. Liga nach der Corona-bedingten Unterbrechung wiederaufnehmen, die BW-Vereine Waldhof Mannheim und Sonnenhof Großaspach würden die Saison somit fortsetzen. Ein entsprechendes Schreiben des Verbandes an die Klubs mit dem Fahrplan liegt der Sportschau vor. Die zuständigen Gremien des DFB sollen sich über die "Anpassung des Rahmenterminkalenders verständigt" haben, heißt es in dem Schreiben. Dieser solle am Montag vom DFB-Präsidium verabschiedet werden, sei jedoch "selbstverständlich abhängig von der Freigabe durch die politischen Verantwortungsträger". Die Freigabe durch die Politik soll nach Informationen der Sportschau aus Drittligakreisen für Montag zugesagt sein.

In der 3. Liga sind bislang 27 Spieltage gespielt, es fehlen noch elf. Die Spielzeit soll möglichst bis zum 30. Juni abgeschlossen sein. Ein ähnliches Schreiben soll auch den Vereinen der Frauen-Bundesliga zugegangen sein, der Re-Start ist demnach für den 29. Mai vorgesehen.

Grünen-Sprecher: Mischung der Demo-Teilnehmergruppen "gefährlich"

12:30 Uhr

Der innenpolitische Sprecher der Grünen in Baden-Württemberg, Hans-Ulrich Sckerl, hat Verständnis für Demonstranten geäußert, die heute in Stuttgart und anderen Städten gegen die Corona-Beschränkungen protestieren. Er könne nachvollziehen, dass sich Bürgerinnen und Bürger Sorgen machen. Es sei tief in Grundrechte eingegriffen worden, sagte Sckerl dem SWR. Wenn Verunsicherung sich breit mache, suche man oft nach einfachen Antworten. Es sei aber ein sehr gemischtes Bündnis, das sich in Stuttgart versammeln wolle. Unter den Demonstranten seien auch Verschwörungstheoretiker, Antisemiten, Rechtsextremisten und Impfgegner. Das sei gefährlich. Der Verfassungsschutz sei beunruhigt und werde sich das sicher anschauen, so Sckerl.

Erster öffentlicher Gottesdienst in Stuttgarter Stiftskirche

12:30 Uhr

Nach der Lockerung des Versammlungsverbots findet heute Abend der erste öffentliche Gottesdienst in der Stuttgarter Stiftskirche statt. Den Gottesdienst wird der evangelische Landesbischof Frank Otfried July zum Gedenken an das Ende des zweiten Weltkriegs halten. Etwa 100 Gläubige können mitfeiern. "Wir gedenken der vielen Millionen Opfer, die in diesem Krieg um ihr Leben gebracht worden sind. Zivilisten, Soldaten, Flüchtlinge und Vertriebene aller Nationen. In besonderer Weise stehen die vor unseren Augen, die in den Konzentrationslagern geschunden und ermordet wurden", so July zum Gedenktag.

Mannheim: Polizisten bei Corona-Kontrollen angegriffen

08:10 Uhr

In Mannheim sind am Freitagabend zwei Polizisten und zwei Mitarbeiter der Stadt bei Corona-Kontrollen angegriffen und leicht verletzt worden. Laut Polizei hatten die Beamten in der Innenstadt rund 150 junge Leute kontrolliert, die in Kleingruppen zusammen standen und gegen die Kontaktbeschränkungen verstoßen hatten. Insgesamt waren rund 20 Streifenwagen im Einsatz.

Strobl rechnet mit baldiger Öffnung von Grenzübergängen

07:30 Uhr

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) geht davon aus, dass die Grenzübergänge zu Frankreich in der kommenden Woche schrittweise wieder geöffnet werden. Entscheidend seien die Infektionszahlen in Frankreich, so Strobl im SWR:

Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) forderte, die Grenze zu Frankreich rasch wieder zu öffnen. Der "Stuttgarter Zeitung" sagte er, das Ende des Lockdowns in Frankreich sei ein guter Zeitpunkt, den Nachbarn zu signalisieren, dass eine europäische Antwort auf die Pandemiebekämpfung angestrebt werde.

Samstag, 9. Mai

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