Schüler melden sich in einer vierten Klasse in einer Grundschule in Stuttgart.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod)

Massive Sprachprobleme bei Grundschülern

BW-Kultusministerin Schopper für Sprachtest vor Einschulung

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Kultusministerin Theresa Schopper möchte Kinder vor der Einschulung künftig auf ihre Sprachfähigkeiten testen. Wer demnach nicht schulreif ist, erhält spezielle Förderung.

Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) will Kinder erst einschulen lassen, wenn sie genügend Sprachkenntnisse haben. "Ich will keine Kinder mehr einschulen, die nicht schulreif sind", sagte Schopper in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der "Südwest Presse". Aus Studien sei bekannt, dass diese Kinder gefährdet sind, im Schulalltag nicht mitzukommen.

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Schopper für spezielle Sprachförderung in "Juniorklassen" 

Mithilfe eines Förderpakets und zusätzlichen Tests will Schopper den Sprachproblemen von Kindern in Kitas und Grundschulen begegnen. Demnach sollen Kinder im Alter von viereinhalb Jahren künftig im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung auf ihre sprachliche Entwicklung getestet werden und bei Bedarf eine verbindliche Sprachförderung von vier Stunden pro Woche erhalten. "Dann testen wir die Kinder nochmal, ein halbes Jahr vor der Einschulung. Wer dann noch Förderbedarf hat, kommt in der Schule erstmal in eine Juniorklasse und wird weiter vertieft gefördert", so Schopper.

Der grundsätzliche Bedarf an Sprachförderung sei bereits bekannt: "Wir erwarten, dass rund 30 Prozent der Viereinhalbjährigen einen Förderbedarf haben.", sagte Schopper der "Südwest-Presse". Wie viele Kinder künftig zunächst in Juniorklassen gefördert werden sollen, lässt sich laut Schopper bislang aber noch nicht abschätzen.

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