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Der S. Fischer Verlag trennt sich von seiner langjährigen Autorin Monika Maron. Es geht dabei auch um den Willen einer Autorin zur Unbeugsamkeit und um Missverständnisse zwischen Ost und West, meint unser Kommentator Alexander Wasner.

Kulturmedienschau Reaktionen in der SZ und im Netz auf den Konflikt zwischen Monika Maron und S. Fischer Verlag

Es ist ein immer größer werdender Begriff, die „Cancel Culture“. Für die einen ein neues Mittel des Verbots und der Zensur, die vor allem vom digitalen Mob lanciert wird – für die anderen ein überfälliges Ende dominanter Stimmen und Figuren, die zu Recht endlich ihren Platz räumen müssen – wie etwa Harvey Weinstein. Was man überhaupt noch sagen darf oder ob man dann gleich gecancelt wird, darüber wird in allen Lagern unterschiedlich gestritten. Nun hat die „Cancel Culture“ ein neues Opfer gefunden, wenn man so will, nämlich die Autorin Monika Maron. Der Fischer Verlag, der seit fast 40 Jahren ihre Bücher verlegt, hat ihr die weitere Zusammenarbeit gekündigt.  mehr...

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Kulturmedienschau FAZ zum Konflikt von S. Fischer mit Monika Maron

In unserer Kulturmedienschau zitieren wir nicht nur aus den gedruckten Feuilletons, wir verfolgen auch die Debatten auf Twitter. Und da kommentiert ein Kulturmensch das politische Zeitgeschehen sehr engagiert: Die Rede ist vom Pianisten Igor Levit. Darum landet er mit seinen Beobachtungen immer wieder in unserer Kulturmedienschau. Auch heute. Nur dass es diesmal um einen kritischen Artikel über ihn geht, am vergangenen Freitag (Titel „Igor Levit ist müde“) in der Süddeutschen Zeitung abgedruckt, ein antisemitischer Artikel, so der Vorwurf aus der Leserschaft. Für den sich die Chefredaktion der SZ jetzt entschuldigt.  mehr...

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Gespräch Verlag S. Fischer trennt sich von Monika Maron: Keine „Cancel Culture“, sondern Transparenz

Nach fast 40 Jahren der Zusammenarbeit trennt sich der S.Fischer-Verlag von der Autorin Monika Maron. Das sei jedoch kein Fall von „Cancel Culture“, so SWR2 Literaturkritiker Carsten Otte. Schon deshalb nicht, weil der Verlag deutlich gemacht habe, dass die bei S. Fischer von Monika Maron veröffentlichten Bücher auch weiterhin erhältlich sein sollten.
Ebenso klar habe das Verlagshaus aber kommuniziert, dass man mit anderweitigen Publikationstätigkeiten von Maron nichts zu tun haben wolle. So hatte Maron in der Reihe „Exil“ einen Essayband in der Edition Buchhaus Loschwitz veröffentlicht. Man könne nicht bei S. Fischer und gleichzeitig im Buchhaus Loschwitz publizieren, das mit dem Antaios Verlag kooperiere, hatte es dazu vonseiten des S. Fischer Verlags geheißen.
Hinter dem Antaios-Verlag steht Götz Kubitschek. Der Verleger gilt als Theoretiker und Publizist der Neuen Rechten. Wegen ihrer islamkritischen Äußerungen und ihren politischen Positionen, die wahlweise als konservativ oder als rechts bezeichnet werden, steht die Schriftstellerin immer wieder in der Kritik.
Ungeachtet dessen gehöre Monika Maron zu den wichtigsten literarischen Stimmen in Deutschland, so SWR2 Literaturkritiker Carsten Otte. Bei allen Stärken hätten ihre letzten Bücher aber auch Schwächen gehabt, zum Beispiel wenn sie Ressentiments allzu ungebrochen dargestellt habe. Dennoch sei sie eine so prominente Autorin, dass sie sicher einen neuen Verlag bekommen werde. Es bleibe nur zu hoffen, dass es sich nicht um den Antaios Verlag handeln werde.  mehr...

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Literatur Immer diese Nachbarn - Monika Maron: "Munin oder Chaos im Kopf

Der S. Fischer Verlag hat sich - nicht sehr harmonisch - von seiner langjährigen Autorin Monika Maron getrennt. Diese Trennung wird von beiden Seiten unterschiedlich dargestellt und interpretiert.

Im März 2018 sprach Carsten Otte bei der Leipziger Buchmesse mit Monika Maron über ihren Roman „Munin oder Chaos im Kopf“. Auch in diesem Gespräch ist Thema, wie Monika Maron Nachrichten aus der Politik, etwa zum Thema Zuwanderung, in ihren Roman einbaut.  mehr...

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Buch der Woche Monika Maron - Artur Lanz

Ein Mann Anfang fünfzig entdeckt die eigene Sehnsucht nach Heldentum. Eine alte Schriftstellerin wittert Erzählstoff – und fragt sich, warum Helden so aus der Mode gekommen sind.  mehr...

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