Buchkritik

Damon Galgut – Das Versprechen

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Die aufrüttelnde Geschichte des Zerfalls einer weißen südafrikanischen Familie: Das nie eingelöste Versprechen an eine schwarze Hausangestellte steht im Zentrum dieses kraftvollen Romans über ein immer noch nicht wirklich versöhntes Land.

Literatur Booker Prize 2021: Damon Galgut gewinnt mit seinem Roman „The Promise“

„Meine Nerven sind ganz betäubt, ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, hier zu stehen“, sagt der südafrikanische Autor Damon Galgut als im Broadcasting Theatre der BBC die Jury-Vorsitzende Maya Jasanoff den Booker-Prize-Träger 2021 verkündete. Sie begründet die Entscheidung der Jury so: „The Promise ist in einer ganz besonderen und neuartigen literarischen Form geschrieben, die Sprache sehr originell und flüssig und mit einer dichten historischen und metaphorischen Bedeutung.“
Das Buch schildert einen Generationenkonflikt in einer weißen Farmerfamilie aus der Nähe von Pretoria und wird erzählt anhand von vier Beerdigungen in vier Jahrzehnten. Bei dem Versprechen, The Promise, geht es um die Zusage an die schwarze Haushälterin Salomé, die ihr Leben lang für die Familie geschuftet hat, dass sie das bescheidene Haus, in dem sie lebt, irgendwann erben wird. Doch das passiert nie. Die Eltern und zwei Kinder sterben – am Ende bleibt eine in sich gekehrte Tochter übrig. Die mit umgerechnet 58.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde gestern Abend in London verliehen.  mehr...

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