Staudengarten egapark Erfurt (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

SWR1 Gartentipp

Gärtnern für Faule

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MODERATOR/IN
Frank Jenschar
Frank Jenschar (Foto: SWR)

Schottergärten machen zwar wenig Arbeit, sehen aber nicht schön aus. Autorin Sonja di Leo kennt aber auch andere Wege, sich einen Garten anzulegen, der sich für Faule eignet.

Ein schöner Garten muss nicht unbedingt viel Arbeit machen – und ist allemal besser als ein Schottergarten. Denen hat Autorin und Gartenbloggerin Sonja di Leo den Kampf angesagt, wie sie in SWR1 erzählt. Für sie seien Schottergärten die absolute Horrorvorstellung und es sei wesentlich einfacher, einen guten Staudengarten zu pflegen als ein Schotterbeet. Denn im Schotter wächst nach kürzester Zeit auch Unkraut  – ein dicht bepflanzter Staudengarten ist fast vollkommen unkrautfrei, sagt Sonja di Leo.

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Staudenpflanzen sind besonders unkompliziert

Auch wenn man keinen grünen Daumen hat, kann es schön blühen im heimischen Garten. Die Auswahl der Pflanzen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Besonders unkompliziert sind laut di Leo Staudenarten wie die Fetthenne, den Storchschnabel, Katzenminze, Salbei oder die Campanula  – eine Glockenblume.

Fetthenne (Sedum telephium) im Herbst (Foto: picture-alliance / Reportdienste, imageBROKER | alimdi / Günter Franz)
Fetthennen machen wenig Arbeit und sehen trotzdem gut aus.

Diese "Standard-Stauden" sollten auch in jedem Gartencenter zu finden sein und können bedenkenlos gepflanzt werden, sagt Sonja di Leo.

Rasen ist nichts für faule Gärtner

Ein grüner Rasen macht sich gut und eigentlich sollte das doch auch nicht so aufwändig sein, oder? Weit gefehlt: Die Gartenbloggerin sagt, ein Rasen ist eine Monokultur und dadurch gar nicht so einfach zu pflegen. Regelmäßig wässern, mähen und düngen ist nötig und frei von Unkraut ist ein Rasen auch selten.

Ich empfehle immer, möglichst wenig Rasen und lieber Staudenbeete.

Sonja di Leo hat die Erfahrung gemacht, dass Staudenbeete unkomplizierter und einfacher zu pflegen sind als eine grüne Fläche.

Im Sommer ist das Gärtnern leicht

Wer sich vielleicht Sorgen gemacht hat, dass demnächst im Garten noch viel zu tun ist, kann sich entspannen. In den aktuellen Sommerwochen besteht die Hauptarbeit im Garten daraus, ab und zu zu gießen und vielleicht die ein oder andere verblühte Pflanze rauszuschneiden. Wie viel Zeit man dazu investiert, hängt tatsächlich von der Motivation des einzelnen ab, so die Bloggerin.

Blühender Staudengarten (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Zoonar | Gerd Herrmann)
Ein bunt blühender Staudengarten im Sommer

Als Fazit sagt Gartenbloggerin Sonja di Leo über Gartenarbeit: "Wenn man richtig Bock aufs Gärtnern hat, ist es einem vollkommen egal, wie viel Zeit man investiert. Es wird meistens mehr, als einem lieb ist."

Über die Expertin

Sonja di Leo ist Autorin und hat das Buch geschrieben: "Keine Zeit zum Gärtnern  – Blumenparadies mit wenig Aufwand. Auf ihrem Blog "Ich seh grün" gibt sie regelmäßig Tipps für den heimischen Garten.

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