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Ja, die Raumfahrt ist eine zusätzliche Belastung für die Erde. Eine Ehrenrettung für die Raketenstufen kann ich versuchen: Die Erststufen fliegen oftmals mit einem Gemisch aus Raketenkerosin und Sauerstoff – das ist für die Umwelt nicht so doll. Es gibt aber auch – eher im Oberstufenbereich verbreitet – Gemische aus Wasserstoff und Sauerstoff.

Wenn mit Wasserstoff und Sauerstoff geflogen wird, entsteht beim Verbrennen tatsächlich nur Wasser. Dann ist die Bilanz gar nicht so übel – eher ein „Ökoantrieb“. Aber die richtig leistungsstarken Raketenstufen sind schon einigermaßen schmutzig.

Abwägen zwischen Forschungsdrang und Umweltschutz

Man muss die Dinge einfach in der Balance halten: Wir sind als Menschheit neugierig und es ist spannend, von unserem Planeten wegzukommen und sich das Drumrum anzuschauen. Aber man sollte schauen, dass es auf eine ökologisch einigermaßen vertretbare Weise passiert.

Was den Weltraumschrott angeht: Alle Raumfahrtagenturen haben mittlerweile zumindest verabredet, dass sie ihre Satelliten so bauen, dass die Klappen der Satelliten beim Öffnen in der Umlaufbahn nicht abgesprengt werden und dann im Weltall herumtreiben, irgendwann runterfallen und als Weltraumschrott etwas gefährden. Diese Teile verbleiben jetzt an einer Art Bändchen hängend am Satelliten, damit nicht ganz so viel Schrott produziert wird.

Raumfahrt Weg mit Weltraumschrott: ESA startet Aufräum-Aktion im All

Kaputte Satelliten und Raketenreste vermüllen inzwischen die Erdumlaufbahn und gefährden Raumfahrtmissionen. Die ESA startet deshalb die weltweit erste Weltraum-Aufräum-Aktion, zusammen mit dem Start-up ClearSpace. Martin Gramlich im Gespräch mit Thomas Hillebrandt, SWR-Wissenschaftsredaktion  mehr...

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Raketen sind in kürzester Zeit durch unsere Wetterschicht, durch die ersten zehn Kilometer der Atmosphäre durch. Dann fliegen sie in der Stratosphäre und hinterlassen ihren Abgasstrahl. Das ist natürlich kritisch zu betrachten. Von Uwe Gradwohl  mehr...

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Jeff Bezos will Erfahrungen sammeln für die nächste Rakete „Glenn“, benannt nach dem berühmten Astronauten, sie soll weiteren Weltraumtourismus ermöglichen. Ferner plant Bezos den Bau einer Mondlandefähre.  mehr...

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Seit 31 Jahren fliegt das Weltraumteleskop Hubble inzwischen in rund 550 Kilometern über uns. In dieser Zeit hat Hubble viele entfernte Sterne und ganze Galaxien beobachtet. Vor einem Monat fiel das Teleskop plötzlich aus und nicht war mehr steuerbar. Zum Glück konnte die Amerikanische Raumfahrtagentur, die NASA, Hubble aber reparieren.  mehr...

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