Cybermobbing  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa/PA Wire | Dominic Lipinski)

Wegen Hassnachrichten im Netz

Cybermobbing: Staatsanwaltschaft klagt zwei Idar-Obersteiner Schüler an

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Maximilian Storr

Zwei Schüler sollen ihre Lehrer in einem Sozialen Netzwerk wüst beschimpft und beleidigt haben. Jetzt droht ihnen ein Prozess.

Dass bei Hassnachrichten im Netz juristische Folgen drohen, könnten zwei Schüler aus Idar-Oberstein bald zu spüren bekommen.

Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat Anklage wegen Beleidigung gegen sie erhoben. Das bestätigte ein Sprecher dem SWR. Grund dafür seien mehrere Beleidigungen im Netz. Verhandelt werden soll der Fall vor dem Amtsgericht in Idar-Oberstein. Die beiden erwachsenen Schüler sollen dabei einem Jugendrichter vorgeführt werden.

Das Amtsgericht Idar-Oberstein bestätigte dem SWR, dass die Anklage der Staatsanwaltschaft eingegangen ist. Die Beschuldigten hätten jetzt die Möglichkeit, schriftlich Stellung zu nehmen. Ob die Verhandlung eröffnet wird, entscheide sich in den kommenden Wochen nach einer Prüfung.

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Uwe Leest, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses gegen Cybermobbing sagte dem SWR, dass er in der Anklage ein richtiges Signal sieht.

"In der Vergangenheit wurden viel zu wenig Straftaten zur Anklage gebracht."

Doch Leest kritisiert auch, dass das Strafmaß in der Regel zu gering ausfallen würde, um potenzielle Täter wirklich abzuschrecken. "Ein grundsätzliches Problem dabei ist das fehlende Personal bei der Polizei sowie bei der Staatsanwaltschaft", sagte er.

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