ein Mitarbeiter der Metallindustrie beim Schweißen (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas)

Einigung für 380.000 Beschäftigte

RLP-Metallbranche übernimmt Tarifabschluss aus BW

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Die Gewerkschaft IG Metall und die Arbeitgeberverbände in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland übernehmen den Tarifabschluss aus Baden-Württemberg.

Nach nur 30 Minuten Verhandlung unterzeichneten beide Seiten nach eigenen Angaben den Tarifvertrag für die rund 380.000 Beschäftigten.

8,5 Prozent mehr Lohn

Dieser sieht eine dauerhafte Lohnerhöhung vor. In einem ersten Schritt werden die Entgelte um 5,2 Prozent im Juni 2023 erhöht und in einem weiteren Schritt um 3,3 Prozent ab Mai 2024. Die steuerfreie Inflationsprämie in Höhe von insgesamt 3.000 Euro wird in zwei Schritten ausgezahlt. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2024. 

IG Metall mit Abschluss zufrieden

Der Leiter der IG Metall Mitte und Verhandlungsführer Jörg Köhlinger zeigte sich zufrieden mit dem Tarifabschluss: "Es war eine harte Auseinandersetzung mit den Arbeitgebern. Zeitweise sah es so aus, als ob wir in den Arbeitskampf gehen müssen, um die Interessen der Beschäftigten durchsetzen zu können. Der Druck von mehr als 140.000 Beschäftigten in Mitte hat ganz sicher dazu beigetragen, dass dies letztlich verhindert werden konnte und die Arbeitgeber eingelenkt haben." Die erzielte Einigung bezeichnete Köhlinger als guten Kompromiss.

Arbeitgeber sprechen von Schmerzgrenze

Die Arbeitgeber betonten die flexiblen Elemente der Vereinbarung. "Der Tarifabschluss ist an der Schmerzgrenze, geht aber auf die Sorgen der Beschäftigten ein und ist durch die Möglichkeiten zur Differenzierung und Verschiebung der Kostenbelastung sowie die lange Laufzeit für viele Unternehmen tragbar", erklärte der Verhandlungsführer der Arbeitsgemeinschaft M+E Mitte, Oliver Barta.

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SWR