Hochhaus in Mainz: Streit zwischen Mietern und Vonovia geht weiter (Foto: SWR)

Duschcontainer vor dem Haus

Hochhaus in Mainz: Streit zwischen Mietern und Vonovia geht weiter

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Andreas Neubrech
Andreas Neubrech (Foto: SWR)
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Stefan Schmelzer
Stefan Schmelzer ist Reporter im SWR Studio Mainz (Foto: SWR, Daniel Brusch)

Der Streit zwischen Mietern eines Hochhauses in Mainz-Weisenau und dem Vermieter – der Gesellschaft Vonovia – spitzt sich weiter zu. Es geht um Duschcontainer vor dem Haus und jetzt auch um Asbest.

Die Mieter haben mit Spannung auf den Montagmorgen gewartet. Für diesen Zeitpunkt hat Vonovia den Start von Sanierungsarbeiten in Bädern des Hochhauses angekündigt.

Einige Mieter haben sich dagegen gewehrt und Ende voriger Woche angekündigt, die Türen nicht zu öffnen, wenn die Handwerker kommen. Der Showdown blieb aus.

Bislang haben wir keine Handwerker feststellen können.

Einige Bewohnerinnen und Bewohner stören sich daran, dass sie während der Sanierungsarbeiten in Containern vor dem Haus duschen und zur Toilette gehen sollen. Vor allem für mobilitätseingeschränkte Frauen und Männer sei das nicht zumutbar, heißt es.

Möglicherweise Asbest in Mainzer Hochhaus

Und jetzt kommt ein weiteres Problem dazu. "Wir haben am Wochenende festgestellt, dass bei den Bauarbeiten Asbest freigesetzt werden könnte. Das steht so in den Mietverträgen, wurde von Vonovia im Vorfeld aber nicht kommuniziert" so die Anwältin. Das sei mittlerweile das viel größere Problem.

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"Ich habe Vonovia angeschrieben und ein Gutachten eines Sachverständigen gefordert", ergänzt Balci. Es sei wichtig, dass während der Arbeiten die Gesundheit der Mieterinnen und Mieter geschützt werde.

Arbeiten in Mainz sollen erst im März beginnen

Das klingt danach, als würden auch in den kommenden Tagen keine Handwerker an den Türen der Bewohnerinnen und Bewohner klopfen. Der Anwältin spielt das in die Karten. Eine ihrer Forderungen an Vonovia ist, dass die Arbeiten erst im März beginnen, also nach den kalten Wintermonaten.

Darüber hinaus fordert sie, dass die Mieterinnen und Mieter während der Arbeiten eine Ersatzwohnung oder ein Hotelzimmer angeboten bekommen.

Laut Vonovia kein Asbest

Vonovia hat sich schriftlich zu den möglichen Problemen durch Asbest geäußert. In einer Erklärung heißt es: "Es handelt sich um einen vorsorglichen Standardpassus, der in einigen Mietverträgen enthalten ist. Im Rahmen der bisher zahlreich durchgeführten Leerwohnungsmodernisierungen in der Alexander-Diehl-Straße konnte durch unsere Techniker in keinem Fall asbesthaltiges Füllmaterial nachgewiesen werden.  Die Sorge ist daher aus unserer Sicht unbegründet."

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