SWR Reporter Constantin Pläcking

Organisation der Veranstaltung 2024 noch nicht geklärt

Kommentar: Durchhalteparolen helfen bei Rhein in Flammen nicht weiter

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Constantin Pläcking
SWR-Reporter Constantin Pläcking aus dem Studio Koblenz.

Es wird zwar von allen Seiten betont "Rhein in Flammen 2024 ist sicher". Doch bis jetzt steht noch nicht mal eine Organisationsstruktur.

Auf einer Pressekonferenz diese Woche haben es die Verantwortlichen von Rhein in Flammen fast wie eine Monstranz vor sich her getragen: Auch 2024 werde es die Veranstaltung wieder geben. Sie stehe nicht auf der Kippe. Alles wird gut.

Doch fragt man konkret nach, so steht noch nicht mal die Organisationsstruktur, in der diese Veranstaltung stattfinden soll. Wer organisiert, wer bezahlt Rhein in Flammen 2024?

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Bis Rhein in Flammen 2024 sind es nur noch 15 Monate

Würde ein Team jetzt damit beginnen die Veranstaltung zu organisieren, wäre es bereits eine große Aufgabe. Auch mit der angekündigten Hilfe des bisherigen Veranstalters, der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH (RPT). Immerhin sind es nur etwas mehr als 15 Monate, bis die Veranstaltung stattfinden soll.

Für mich klingen die Sicherheitsbekundungen und Willenserklärungen der Beteiligten für Rhein in Flammen 2024 ein wenig wie Durchhalteparolen. Gesagt, um Fahrgastschiffer und Schausteller nicht abzuschrecken. Aber mit Substanz sind diese Aussagen bis jetzt nicht unterfüttert. Es scheint, als regiere für Rhein in Flammen 2024 eher das Prinzip Hoffnung.

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Schiffer und Schausteller verdienen Ehrlichkeit

Dass alle Seiten den Eindruck von Kontinuität erwecken wollen, kann man verstehen. Aber es ist nicht fair, so zu kommunizieren. Denn jetzt ist die Zeit, in der sich privatwirtschaftliche Partner entscheiden: Investiere ich Geld und Zeit in Rhein in Flammen 2024 oder lasse ich es bleiben?

Und eine solche Entscheidung verdient reinen Wein. Ein Vorschlag: "Wir versuchen alles, dass es klappt, aber es wird nicht leicht werden." Klar. Das kann dazu führen, dass Partner abspringen. Doch damit muss man dann leben. Stattdessen wählt man den vermeintlich leichteren Weg: Es wird so getan, als ob eigentlich alles in trockenen Tüchern wäre. Zu 99,9% sicher, sagt OB Langner.

Wirklich? Denn an ein Organisationsteam ist noch lange nicht zu denken. Denn wo soll es angestellt sein? Die Kommunikation dazu ist: Man führe Gespräche mit den Anrainerkommunen und regionalen Organisationen. Doch mit wem genau? Schweigen. Und worüber? Auch hier gibt’s nichts Genaues.

Die Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH bringt die Kommunen ohne Not in die Bredouille

Die Arbeit, die noch vor den Kommunen liegt, ist immens, die Zeit knapp. Das alles wäre nicht nötig gewesen, wäre die RPT auch 2024 noch mit an Bord, dann möglicherweise gemeinsam mit einer neuen Gesellschaft. Doch dafür gibt es keine Anzeichen. Zwar wolle man den Übergang konstruktiv begleiten, also irgendwie beraten. Aber das ist etwas anderes, als aktiv mitzumachen. Die Aussage der RPT wie wichtig Rhein in Flammen doch sei, klingt vor diesem Handeln wie eine Phrase.

Neue Organisationsstruktur wird Mammutaufgabe

Was jetzt für die Kommunen ansteht ist eine schwere Aufgabe: Zum Beispiel muss eine neue Gesellschaft geschaffen werden, die Rhein in Flammen künftig organisiert. Doch schnell geht das nicht. Es steht an: Die Abstimmung dazu zum Beispiel in allen Stadt- und Gemeinderäten der Anrainerkommunen. Und: Die Abstimmung mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier.

Erst dann kommt die Ausschreibung der Stellen für das Orga-Team. Bis das seine Arbeit aufnimmt, dürften noch Monate ins Land gehen. Dieses Team wird dann die Herkulesaufgabe haben, in wenigen Monaten eine Veranstaltung dieser Größe auf die Beine zu stellen und das, ohne sie vorher je selbst organisiert zu haben.

Kann es trotzdem klappen? Ich glaube schon. Wenn jetzt alle Verwaltungen von Städten, Gemeinden und dem Land effizient an einem Strang ziehen. Unmöglich ist das nicht, der politische Wille ist offenbar da. Doch sicher ist hier noch lange nichts.

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