Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern (Foto: SWR)

Zu hohe Energiekosten

Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern fordert Hilfe vom Staat

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Janina Schreiber
Bild von Janina Schreiber, Redakteurin im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: Annkatrin Gentges)
Frank Mühlenbrock
Bild von Frank Mühlenbrock, Redakteur im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: SWR)

Die hohen Energiekosten bringen das eh schon finanziell angeschlagene Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern weiter in Bedrängnis. Die Klinikleitung fordert jetzt Hilfe vom Staat.

Konkret seien Lebensmittel, Arzneimittel und Medizinprodukte im Vergleich zum Vorjahr bis zu 20 Prozent teurer geworden, sagte ein Sprecher des Klinikums. Das Westpfalz-Klinikum mit seinen Standorten in Kaiserslautern, Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen versuche bereits dort einzusparen, wo die Versorgung von Patientinnen und Patienten nicht betroffen ist: in Fluren, Treppen- und Technikräumen. Außerdem sei bereits die Außenbeleuchtung von Fassaden deaktiviert worden.

Mindestens 22 Grad in den OP's

Doch im OP-Bereich, der Geriatrie und Neonatologie müssen laut eines Sprechers Temperaturen von mindestens 22 Grad Celsius garantiert werden. Noch immer kämpfe das Westpfalz-Klinikum mit den Folgen der Corona-Krise, vielen Ausfällen beim Personal und dem Fachkräftemangel. Unterstützung von politischer Seite sei wegen der gestiegenen Kosten für Energie deshalb unabdingbar, so der Sprecher.

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Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern hat 3 Mio Euro Stromkosten im Jahr

Der Stromverbrauch der Westpfalz-Klinikum GmbH lag 2021 an allen vier Standorten bei rund 16.000.000,00 kWh. "Wir reden hier über rund 3 Mio. €, die jährlich für Strom zu Buche schlagen. Wie sich die aktuelle Situation auf die kommenden Geschäftsjahre finanziell auswirkt, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehen", teilt der Sprecher des Westpfalz-Klinikums mit.

Hoffen auf verlässliche Ansagen der Bundesregierung

Nach Angaben der Klinik sieht das derzeitige pauschale Vergütungssystem keinen Mechanismus vor, der derartige Kostensprünge und Preissteigerungen abfedert. Kurzfristig könnte ein Inflationsausgleich die stark gestiegenen Ausgaben auffangen. Seitens der Bundespolitik sei Anfang September ein Hilfspaket angekündigt worden. „Etwas Verlässliches“ liege den Kliniken derzeit allerdings noch nicht vor.

Konkret sieht das Westpfalz-Klinikum die Möglichkeit, dass das Land Rheinland-Pfalz belasteten Kliniken ein Darlehen zur Verfügung stellen und damit die Liquidität verbessern könnte.

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