Tausende FCK-Fans sind nach dem Fanmarsch durch die Innenstadt am Fritz-Walter-Stadion angekommen. Die Partie gegen Dynamo Dresden beginnt um 20:30 Uhr. (Foto: SWR)

Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

Relegation FCK gegen Dresden: Weitgehend friedlicher Abend in Kaiserslautern

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Der 1. FC Kaiserslautern muss sich in der Relegation zur 2. Bundesliga mit einem 0:0 gegen Dynamo Dresden begnügen. Die Polizei spricht von einem verhältnismäßig ruhigen Abend.

In der Innenstadt von Kaiserslautern war es vor dem Spiel zu keinen größeren Problemen mit den Fanmassen des FCK gekommen, berichtet die Polizei. Einige Fans hätten Pyrotechnik angezündet und damit gegen die Vorgaben der Einsatzkräfte verstoßen. Dort könnte die Polizei im Nachgang anhand von Videoaufnahmen noch Ermittlungen aufnehmen. Es habe außerdem einige Beleidigungen gegenüber den Beamten gegeben.

Zudem wurde ein Kamerateam des SWR von einem FCK-Fan angegriffen und am Dreh gehindert. Es musste die Arbeit abbrechen. Gegen einen weiteren Mann wird wegen versuchten Diebstahls ermittelt. Er hatte vor dem Spiel versucht, an einem Auto einen Fan-Schal an sich zu reißen, so die Polizei.

Pyrotechnik und zerstörte Toiletten

Vor, während und nach dem Spiel war in beiden Fanblöcken immer wieder Pyrotechnik gezündet worden. Einige Fans konnten die Polizei ermitteln. Sie müssen mit Anzeigen wegen versuchter Körperverletzung sowie wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz rechnen. Ein Fan leistete nach Angaben der Polizei Widerstand, als er nach dem Abbrennen von Pyrotechnik festgenommen werden sollte. Er erhält zusätzlich eine Anzeige wegen Widerstands.

Im Stadionbereich kam es zu verschiedenen Sachbeschädigungen. Dabei wurden die sanitären Anlagen im Gästebereich des Fritz-Walter-Stadions zerstört. Die Ermittlungen laufen noch. Nach der als Hochrisikospiel eingestuften Partie blieb es nach Angaben der Polizei weitgehend ruhig. Lediglich die Abreise der Fans verzögerte sich, weil die Shuttle-Busse nicht durch die vollen Straßen kamen.

Bereits um 15 Uhr hatten sich die ersten Fans des 1. FC Kaiserslautern auf dem Martinsplatz in Kaiserslautern getroffen. Um 17:15 Uhr setzten sich die rund 2.000 Fans lautstark in Bewegung. Gemeinsam ging es durch die Innenstadt zum Fritz-Walter-Stadion, wo tausende FCK-Fans gegen 18:30 Uhr eintrafen. Die Einsatzkräfte hatten im Vorfeld bereits angekündigt, die beiden Fanszenen der Roten Teufel und von Dynamo Dresden strikt trennen zu wollen. Die Sicherheit der Menschen in Kaiserslautern stehe an erster Stelle. Die Sachsen waren mit rund 5.000 Fans angereist.

Rückstau auf die A6 an der Abfahrt Kaiserslautern

Während des Fanmarschs zum Stadion hatte die Polizei einige Straßen und Kreuzungen kurzzeitig sperren müssen. Größere Probleme gab es für die Autofahrer, die über die A6 zum Spiel anreisen wollten. Gegen 19 Uhr meldete die Polizei, dass es bereits zu einem Rückstau ab der Ausfahrt Kaiserslautern-Ost auf die Autobahn komme. Eine Stunde vor Spielbeginn war der Parkplatz "Schweinsdell", von wo die Park-and-Ride-Busse zum Stadion fahren, nahezu ausgelastet.

Ausnahmezustand in Kaiserslautern

Insgesamt umschreibt das Wort "Ausnahmezustand" wohl am besten, was in Kaiserslautern los war. Vor dem Spiel hatte die Polizei zahlreiche Hinweise veröffentlicht, wie sich die Fans verhalten sollen, welche Verbote gelten und was der einfachste Weg nach Kaiserslautern ist. Das Rückspiel in Dresden findet am kommden Dienstag (20:30 Uhr) statt.

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