Kind mit einer Pinguinfigur beim Eislaufen. In Rheinland-Pflaz öffnen jetzt die Outdoor-Eisbahnen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Energie sparen im Winter

Einige Städte in RLP verzichten auf Eisbahnen

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Weniger Beleuchtung, weniger Heizung - die Kommunen im Land wollen Energie sparen. Den Sparmaßnahmen fällt in etlichen Städten auch ein winterliches Vergnügen zum Opfer.

Im Nachbarland Hessen hat der Städtetag kürzlich entschieden, dass landesweit auf Weihnachtsmärkten in diesem Jahr keine mobilen Eisbahnen aufgebaut werden. Der rheinland-pfälzische Städtetag geht nicht soweit: Eine entsprechende Empfehlung gebe es nicht, hieß es auf SWR-Anfrage. Dennoch werden einige Kommunen auf den Schlittschuh-Spaß verzichten.

Im Rahmen ihrer Energiesparpläne für den kommenden Herbst und Winter angesichts der Gaskrise haben etwa Kaiserslautern und Koblenz festgelegt, dass keine Eisbahnen aufgestellt werden. In Kaiserslautern betrifft das die Eisbahn am Gartenschaugelände. In der Stadt wird es auch die übliche Weihnachtsbeleuchtung nicht geben. Der Stadtrat Kaiserslautern hatte bereits im Sommer umfangreiche Pläne zum Energiesparen beschlossen.

In Koblenz war beim Christmas Garden auf der Festung Ehrenbreitstein erstmals eine Eisbahn geplant - auch die wird es nicht geben. Der Veranstalter teilte mit, dass man darauf "vor dem Hintergrund der Energiekrise unaufgefordert verzichtet" habe. Auch die Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt in der Stadt bleibt im Depot. Auch Koblenz hatte früh Energiesparpläne beschlossen.

Auch in Landau gibt es in diesem Jahr keine Eisbahn auf dem Untertorplatz. Das steht nach Auskunft der Stadt aber schon länger fest und hat demnach auch nichts mit der Energiekrise zu tun. Eine Sprecherin sagte dem SWR auf Anfrage, es sei schwierig, einen geeigneten Standort zur Verfügung zu stellen. Der Untertorplatz sei wichtig für den ÖPNV. Das heiße aber nicht, dass das Thema Eisbahn in Landau für alle Zeit vom Tisch sei.

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In Speyer sind nach Auskunft einer Sprecherin der Stadt zum Weihnachtsmarkt noch keine Entscheidungen getroffen. Die dortige Eisbahn ist nach diesen Angaben allerdings aus Kunststoff, für deren Betrieb werde keine Kühlenergie benötigt, hieß es.

In Worms dagegen können sich vor allem jüngere Besucher freuen - die Eisbahn auf dem Festplatz wird nach Angaben des Veranstalters am 18. November eröffnet. Das Angebot richte sich vorwiegend an Schulklassen und Jugendliche, aber auch an Firmen, die Weihnachtsfeiern ausrichten wollten, so der Betreiber. Die Stadt teilte mit, der Vertrag mit dem Betreiber sei weit vor Beginn der Energiekrise geschlossen worden. Außerdem bereichere die Eisbahn das Winterangebot der Stadt und stärke den Einzelhandel.

In Wiesbaden wird es dagegen wohl keine Eisbahn auf dem Bowling Green geben, entsprechend der Entscheidung des hessischen Städtetages. Abschließend muss darüber allerdings die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung befinden.

Der Betreiber Mattiaqua hat zudem mitgeteilt, dass die Kunsteisbahn beim Kleinfeldchen-Bad aus Energiespargründen in diesem Winter nicht in Betrieb gehen wird.

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