Ein Ort für Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft: DAs KICU - KI-Exzellenzzentrum - wird in der Ulmer Wissenschaftsstadt gebaut.

Spatenstich in der Wissenschaftsstadt

Ort der Vernetzung: Zentrum für Künstliche Intelligenz in Ulm

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Stefanie Schmitz
SWR-Aktuell Redakteurin Steffi Schmitz
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Maren Haring
Maren Haring

Ein Campus für Künstliche Intelligenz als Ort der Vernetzung, kurz KICU, entsteht derzeit auf dem Eselsberg in Ulm. Hier sollen Wissenschaftler und Unternehmen einen gemeinsamen Raum bekommen.

In der Ulmer Wissenschaftsstadt entsteht mit dem KICU ein Gebäude für den Austausch in Sachen KI. Wie die Ulmer Projektentwicklungsgesellschaft PEG mitteilte, können im KI-Campus kleine und mittelständische Firmen, Start-ups und Studierende Räume nutzen, um sich zum Thema Künstliche Intelligenz auszutauschen.

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Ulm als wichtiger Standort für Künstliche Intelligenz

Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch betonte, dass Ulm sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen KI-Standort entwickelt habe. Viele Unternehmen setzen Künstliche Intelligenz jedoch noch nicht ein: Unzureichendes Know-how sei häufig ein Grund dafür.

Unternehmen sollen über den Campus Zugang zu Expertinnen und Experten erhalten, die bei der Anwendung von KI-Lösungen beratend zur Seite stehen. Das Projekt wird mit drei Millionen Euro vom Land gefördert. Im Juli 2024 soll das Gebäude stehen, im August 2024 soll das KICU in Betrieb genommen werden.

Wirtschaftsministerin bei Spatenstich in Ulm: "Wir dürfen keine Zeit verlieren"

Vor drei Monaten erhielt die PEG den Förderbescheid vom Land. "Beim Thema KI dürfen wir keine Zeit verlieren. Es gilt, die gewaltigen Chancen dieser Technologie jetzt zu ergreifen.", sagte Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU), beim Spatenstich am Donnerstagvormittag. Künstliche Intelligenz sei keine Zukunftstechnologie mehr, sondern entspreche schon der Gegenwart.

Das Land Baden-Württemberg stellt bis zu 15 Millionen Euro für die Errichtung von regionalen KI-Zentren bereit. Neben Ulm profitieren davon ebenfalls die Standorte Stuttgart, Karlsruhe, Neckar-Alb, Freiburg, Ostalbkreis und Nordschwarzwald.

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