Gemeinschaftsraum auf der Palliativstation des Zollernalb Klinikums (Foto: SWR, Magdalena Knöller)

"Leben in Würde bis zum letzten Augenblick"

Neue Palliativstation im Zollernalb Klinikum in Balingen eröffnet

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Magdalena Knöller

Am Freitag ist eine Palliativstation im Zollernalb Klinikum in Balingen feierlich eröffnet worden. Es gab dort bislang keine. Sie wurde neu gebaut und eingerichtet.

Mit der neuen Palliativstation bekommt das Zollernalb Klinikum erstmals eine eigene Station für nicht heilbare Patientinnen und Patienten und deren Angehörige. Damit gehe "ein Herzenswunsch in Erfüllung", so die Klinikleitung. Erste Patienten sollen ab Mitte März auf "Station 9" aufgenommen werden. Neben Patientenzimmern gibt es dort im zweiten Obergeschoss auch einen Raum der Stille, ein Wohnzimmer, mehrere Sitzgelegenheiten und eine Terrasse.

Einzelzimmer für acht Patienten

Jahrelang wurde dafür geplant und seit einem Jahr gebaut, dass in Balingen (Zollernalbkreis) künftig bis zu acht unheilbar erkrankte Patienten und ihre Angehörigen auf der neuen Palliativstation übergangsweise leben können. Ein Team von Ärzten, Pflegern, Therapeuten und Seelsorgern steht bereit, um sich um sie zu kümmern. Geleitet wird die Palliativstation von dem Oberarzt Volker Damm.

"Leben in Würde bis zum letzten Augenblick ist unsere Motivation und unser Ziel."

Musiktherapeutin Beatrix Reiterer und Kunsttherapeutin Ina Simone Petri in der neuen Palliativstation des Zollernalb Klinikums in Balingen (Foto: SWR, Magdalena Knöller)
Musiktherapeutin Beatrix Reiterer (links) und Kunsttherapeutin Ina Simone Petri (rechts) freuen sich, dass es bald in den modern gestalteten Räumen der Palliativstation losgeht. Magdalena Knöller

Kunst- und Musiktherapie auf der Palliativstation

Das Zollernalb Klinikum hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität der schwerkranken Menschen zu verbessern und deren belastende Symptome zu lindern: auf der Palliativstation in der Klinik, aber auch, wenn möglich, wieder zu Hause. Dafür soll es neben den notwendigen Geräten auch Räume und Angebote für Kunst- und Musiktherapie geben, zum Beispiel mit Klangschalen. Diese Zusatzleistungen werden durch Spenden des Fördervereins ermöglicht. Der Zollernalbkreis hat mehrere Millionen Euro in den Bau der Palliativstation investiert.

In Tübingen wurde im Jahr 2018 eine Palliativstation in der Uniklinik eröffnet. Darüber hinaus gibt es schon seit längerem eine Palliativstation im Paul-Lechler-Krankenhaus.

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