Kliniken Nagold Patientensicherheit (Foto: SWR, Matthias Neumann)

Kliniken schreiben tiefrote Zahlen

Krankenhäuser in der Region Neckar-Alb blicken mit Sorge in die Zukunft

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Die Kliniken in der Region Neckar-Alb stehen massiv unter finanziellem Druck. Deshalb blicken die kommunalen Krankenhäuser und die Uniklinik Tübingen mit großer Sorge in die Zukunft.

Wie alle Krankenhäuser in Deutschland leidet auch das Zollernalb Klinikum im neuen Jahr massiv unter den Folgen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitssystem. Wegen der Corona-Pandemie habe man weniger Einnahmen und wegen der stark gestiegenen Kosten für Energie und Material viel höhere Ausgaben, heißt es aus der Klinik. Das bringe vor allem öffentliche Krankenhäuser in Insolvenzgefahr.

Uniklinik Tübingen rechnet mit dickem Minus

Die wirtschaftliche Lage der Tübinger Uniklinik ist ebenfalls sehr angespannt. Das Land Baden-Württemberg habe zwar die Defizite der Jahre 2020 und 2021 ausgeglichen und werde das wohl auch für das vergangenen Jahr tun, so die Uniklinik. Es bestehe aber seit Jahren eine strukturelle Unterfinanzierung der Universitätsmedizin durch das Fallpauschalen-System und andere Regelungen der Krankenhausfinanzierung.

In der Uniklinik Tübingen rechnet man für 2023 mit einem Minus von über 20 Millionen Euro. Gründe dafür seien neben der Unterfinanzierung die gestiegenen Kosten durch die Energiekrise und die Inflation. Die Uniklinik Tübingen fordert daher dringend Sonderhilfen, um den Abbau von Leistungen hin zum Kliniksterben zu vermeiden.  

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Auch Kreiskliniken Reutlingen mit roten Zahlen

Auch der Geschäftsführer der Kreiskliniken Reutlingen erwartet ein dickes Minus. Die Kreiskliniken würden das vergangene Jahr mit einem Defizit von über sechs Millionen Euro beenden. Die Gründe sind dieselben wie bei den anderen Krankenhäusern: viele Krankmeldungen beim Personal, Preissteigerungen für medizinisches Material und hohe Energiekosten.  

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